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Johann Ludwig von Cobenzl

Johann Ludwig Graf von Cobenzl (* 21. November 1753 in Brüssel; † 22. Februar 1809 in Wien) war ein österreichischer Staatsmann.

1772 trat Cobenzl in den österreichischen Staatsdienst und wurde bereits 1774 Gesandter in Kopenhagen, 1777 in Berlin und 1779 in Sankt Petersburg, wo er bis 1797 arbeitete und in den vertrauten Kreis um die Kaiserin Katharina II. aufgenommen wurde. Im September 1795 schloss er für Österreich das Bündnis mit England und Russland gegen Frankreich und verhandelte 1797 mit Napoléon Bonaparte in Udine. Am 17. Oktober unterzeichnete er den Frieden von Campo Formio. Anschließend begab er sich zum Kongress von Rastatt und schloss 1801 den Frieden von Lunéville ab, der den Krieg der 2. Koalition beendete.

Cobenzl wurde nun zum Staatsvizekanzler und Minister für auswärtige Angelegenheiten ernannt. Im November begleitete er den Hof nach Olmütz. Cobenzl legte seine Ämter nach dem Frieden von Pressburg nieder. Er war ein entschiedener Verfechter der absolutistischen Monarchie und erbitterter Gegner der Französischen Revolution.

Johann Ludwig Graf Cobenzl starb am 22. Februar 1809 in Wien.

Siehe auch

Personendaten
Cobenzl, Johann Ludwig Graf von
österreichischer Staatsmann
21. November 1753
Brüssel
22. Februar 1809
Wien