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Anafi

f9f10

Gemeinde Anafi
Κοινότητα Ανάφης (Ανάφη)
DEC
Basisdaten
Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Südliche Ägäis
Präfektur: Kykladen
Geographische Koordinaten: 36° 22′ N, 25° 47′ O7Koordinaten: 36° 22′ N, 25° 47′ O
Höhe ü. d. M.: 0–582 m
Fläche: f440,37 km²
Einwohner: 273 ([1])
Bevölkerungsdichte: 6,76 Einwohner/km²
Sitz: Anafi
LAU-1-Code-Nr.: 826100
Gemeindegliederung: 1 Gemeindebezirkf7
Lage in der Präfektur Kykladen

Anafi (griechisch Ανάφη (f. sg.)) ist eine kleine Insel südöstlich der Kykladen in Griechenland mit rund 300 Einwohnern. Zusammen mit einigen unbewohnten Inselchen bildet sie eine selbständige Landgemeinde (griechisch κοινότητα, Kinotita) in der Präfektur Kykladen. Sie hat mit einer Länge von 12 km und einer Breite von 6 km eine Oberfläche von etwa 40 km² und steigt bis zu 582 Metern hoch.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Laut mythologischer Erzählung soll Apollon befohlen haben, Anafi aus dem Meer auftauchen zu lassen, um die Argonauten bei ihrer Reise von Kolchis vor einem Sturm zu retten und ihnen Schutz zu geben.

Zunächst siedelten sich Phönizier an, später Dorier, die auch das Dorf auf Anafi gründeten.

Im 5. Jahrhundert v. Chr. gehörte Anafi zu Athen, im Mittelalter zu Naxos und mehreren venezianischen Familien.

1537 wurde die Insel von den Türken erobert, bis sie 1830 Teil des neu gegründeten Staates Griechenland wurde.

Sehenswürdigkeiten

Heute gibt es auf Anafi einen Hafen (Agios Nikolaos), darüber ein Dorf und entlang der Südküste sieben Sandstrände (darunter Klisidi, Katsouni, Mikros und Megalos Roukounas sowie Prassies), die im Osten von dem hohen Marmormonolithen Kalamos, an dessen Fuß sich das Kloster Panagia Kalamiotissa befindet, begrenzt werden. Kalamos ist neben Gibraltar die zweithöchste Klippe des Mittelmeers.

Ungefähr die Hälfte der Insel ist im Besitz der Orthodoxen Kirche. Ein Bus fährt im Sommer mehrmals am Tag zu den Stränden. In der Nähe des Dorfes befindet sich eine venezianische Burg und die Kirche von Agios Athanasios.

Weiter östlich findet man griechische und römische Ruinen, die teilweise unter Wasser liegen und im Winter bei Stürmen manchmal freigeschwemmt werden.

Anafi wird mehrmals in der Woche (meist nachts) von Santorini aus mit Fähren angesteuert, die Überfahrt dauert etwa eineinhalb Stunden.

Bis vor einigen Jahren gab es eine einzige Straße, die den Hafen mit dem Dorf verbindet, und auf der ein Bus verkehrte. Mittlerweile wurde eine weitere Straße bis zum Kloster am Fuße des Kalamos im Südwesten der Insel gebaut, wodurch vor allem die zahlreichen Strände an der Südküste wesentlich einfacher erreichbar wurden.

Auf Anafi gibt es eine Post, einen Arzt und einen Heliport.

Einzelnachweise

  1. Informationen des griechischen Innenministeriums