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Honorius IV.

Honorius IV. (bürgerlich Giacomo Savelli, * um 1210 in Rom; † 3. April 1287 ebenda) war vom 2. April 1285 bis zu seinem Tode Papst.

Leben

Giacomo Savelli war ein Sohn des römischen Senators Luca Savelli und der Giovanna Aldobrandeschi. Die angesehene römische Familie Savelli hatte mit Honorius III., einem Großonkel Giacomos, bereits einen Papst hervor gebracht.

Er studierte in Paris und wurde 1261 unter Papst Urban IV. zum Kardinaldiakon von Santa Maria in Cosmedin erhoben. In dieser Funktion bekleidete er zuletzt das Amt des Kardinalpriesters von Santa Maria in Cosmedin. Zugleich war er römischer Senator auf Lebenszeit.

Nach dem Tod Martins IV. wählten ihn die Kardinäle im Konklave in Perugia nach nur viertägigen Beratungen zum neuen Papst. Honorius IV. war infolge seiner Gichterkrankung damals schon an Händen und Füßen nahezu gelähmt. Wenn er am Hochaltar zelebrierte, vermochte er die Hostie nur durch eine mechanische Vorrichtung zu erheben. Dank der Unterstützung etlicher kompetenter Mitglieder seiner Familie - vor allem seines Bruders Pandulf - war er dennoch in der Lage eine ausgleichende Politik zu führen.

Dabei hatte er sich in seiner kurzen Regierungszeit vor allem um die Sicherheit des Kirchenstaates und die Lage in Sizilien zu kümmern. Sein Vorgänger Martin IV. war mit seiner Politik völlig gescheitert. Karl II. von Anjou, der Sohn Karl von Anjous, wurde auf Sizilien von Jakob von Aragon gefangen gehalten. Für die Freilassung wurde der endgültige Verzicht auf Sizilien verlangt. Honorius unterstützte die englischen Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und Aragon, verbot Karl II. aber zugleich den Verzicht auf Sizilien.

Zu Rudolf von Habsburg hielt Honorius eine freundliche Verbindung, vermochte es jedoch nicht, diesem die Kaiserkrönung zu verschaffen. Diese war für den 2. Februar 1287 angesagt, der Plan scheiterte aber durch das Ungeschick des päpstlichen Legaten und die Widerstände der Kurfürsten.

Während seines Pontifikats baute Honorius IV. den von seinem Großonkel Honorius III. auf dem Aventin errichteten Palast zu seiner Residenz aus. Er versuchte auch den damals verödeten Aventin neu zu besiedeln. Letztlich scheiterte dies jedoch an der mangelhaften Wasserversorgung.

Am 3. April 1287 erlag Honorius IV. nach einem nur zweijährigem Pontifikat den Folgen seines Gichtleidens. Er wurde zunächst in St. Peter beigesetzt, später dann aber in die Familiengruft der Savelli in Santa Maria in Aracoeli umgebettet.

Kardinalskreierungen

Am 22. Dezember 1285 kreierte Papst Honorius IV. mit Giovanni Boccamazza den einzigen Kardinal seines Pontifikates.

Siehe auch: Liste der Kardinalskreierungen

Personendaten
Honorius IV.
Giacomo Savelli
Papst
um 1210
Rom
3. April 1287
Rom