Wan Waithayakon
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Wan Waithayakon

Prinz Wan Waithayakon von Thailand (Thai: พระเจ้าวรวงศ์เธอ พระองค์เจ้า วรรณไวทยากร กรมหมื่นนราธิปพงศ์ประพันธ์ ; * 25. August 1891 in Bangkok; † 5. September 1976) war der gewählte Präsident der 11. UN-Generalversammlung und ständiger Vertreter seines Landes bei den Vereinten Nationen.

Er graduierte in Oxford und an der École Libre des Sciences Politiques in Paris. Er hat einige akademische Grade und Auszeichnungen erhalten. Er gilt als Gründungsvater der philologischen Kritik in Thailand.

Er begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 1917 als dritter Botschaftssekretär. 1920 kehrte er nach Bangkok ins Außenministerium zurück, 1922 wurde er zum Berater von König Rama VI. berufen. 1924 wurde er in den Rang eines Unter-Sekretärs des Außenministeriums erhoben und war für einige wichtige Verhandlungen in Fragen von politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit westlichen Staaten verantwortlich.

1926 wurde er wieder als Minister nach Europa gesandt und für Großbritannien, die Niederlande und Belgien akkreditiert. Während dieser Zeit wurde er an die Spitze der thailändischen Delegation zum Völkerbund berufen und war dort als Präsident, Vize-Präsident und Mitglied in einigen wichtigen Ausschüssen tätig. 1930 kehrte er nach Thailand zurück und wurde Inhaber eines Lehrstuhls an der Chulalongkorn-Universität.

In den folgenden Jahrzehnten vertrat er sein Land erneut in einer Anzahl diplomatischer Missionen: 1943 war er bei einigen wichtigen Meilensteinen bei den Verhandlungen mit Japan dabei, er war Teil des so genannten SEATO-Konzils und der Konferenz von Bandung, wo er zum Berichterstatter gewählt wurde. Darüber hinaus führte er die Verhandlungen für die Aufnahme Thailands in die UN. 1947 wurde Prinz Wan Waithayakon Botschafter seines Landes in den USA und gleichzeitig auch bei den Vereinten Nationen.

Inhaltsverzeichnis

Abstammung, Ränge und Titel

Enkel König Mongkuts; Vater: Phrachaoboromawongthoe Krommamuen Narathippraphanphong; Mutter: Mom Luang Duansi Worawan, geborene Montrikun

(siehe auch: Thailändische Adelstitel)

Familie

Ausbildung

In Thailand

Im Ausland

Ehrendoktortitel

Beruflicher Werdegang

Europa

Thailand

Europa

Thailand

USA

Thailand

-1948-49 Vorsitz der "6. UN-Kommission" (Recht)
-1950 Vorsitz der "4. Kommission" (ภาวะทรัสตี, "trusteeship", UN-Treuhandrat)
-1951 Vorsitz der "5. Kommission" (Wirtschaft und Finanzen)
-1952 Vorsitz der "6. Kommission" (Recht)
-1956-57 (einstimmig gewählter) Vorsitzender der 11. UN-Generalversammlung
-1958 und 1960 Vorsitz der 1. und 2. Sitzung mehrerer Länder zum Seegesetz(?,กฎหมายทะเล) in Genf
-stellvertretender Vorsitz in der Zivilbeamtenkommission (ก.พ.)
-stellvertretender Vorsitz in der Versammlung zur nationalen Wirtschaftsentwicklung
-stellvertretender Vorsitz in der Versammlung zum nationalen Bildungswesen
-stellvertretender Vorsitz in der Versammlung zur nationalen Forschung
-Mitglied der Versammlung (สภา) der Chulalongkorn-Universität

Gesellschaftliches Engagement

Präsident des Lehrbuchprojekts der Soziologischen Gesellschaft, Präsident des Vereins der Ratchawitthayalai-Schule, Vorsitzender der Stiftung für Zeitungswesen (มูลนิธิวิชาการหนังสือพิมพ์)

Prinz Wan als Philologe und seine Wortprägearbeit

Prinz Wan prägte zahlreiche Wörter und legte dazu eine Methode schriftlich nieder. Diese Methode und seine Prinzipien zur Wortprägearbeit sind heute noch die Grundlage für die offizielle Wortprägearbeit des Königlichen Instituts Thailands. Prinz Wan war lange Zeit Präsident des 1933 gegründeten Königlichen Instituts (1934-1947, verantwortl. Präsident 1969-1973, Präsident 1973-1975) und Vorsitzender des 1942 gegründeten Wortprägekomitees des Königlichen Instituts.

Prinz Wans Prinzipien seiner Wortprägearbeit lauten sinngemäß:

  1. Zunächst sollte versucht werden, ein Wort aus dem Thai-Wortschatz zu finden (de facto aus dem Erbwortschatz oder dem längst integrierten Lehnwortschatz).
  2. Findet sich kein passendes Wort, oder hört sich die Übersetzung nach (1.) wie eine Umschreibung an, dann soll aus dem reich vorhandenen Wortmaterial von Pali und Sanskrit im Thai ein neues Wort konstruiert werden. Dies soll möglichst in Analogie zur Verwendung von Latein und Griechisch in europäischen Lehnworten oder Internationalismen geschehen, wobei die gemeinsame Zugehörigkeit von Latein/Griechisch und Pali/Sanskrit zur indoeuropäischen Sprachfamilie ausgenützt wird. Eine möglichst große Ähnlichkeit mit der englischen Vorlage ist dabei erwünscht (z. B. sathiti für engl. statistics).
  3. Nur, wenn durch (2.) keine befriedigende Lösung gefunden wird (oder sich das englische Wort bereits allernorts eingeprägt hat), soll das englische Wort übernommen werden. Es wird nach bestimmten Regeln ins Thai transkribiert.

Quellen



Personendaten
Waithayakon, Wan
Präsident der 11. UN-Generalversammlung
25. August 1891
Bangkok
5. September 1976