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Hanerau-Hademarschen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 54° 8′ N, 9° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Hanerau-Hademarschen
Höhe: 38 m ü. NN
Fläche: 14,63 km²
Einwohner: 3107 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 212 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25557
Vorwahl: 04872
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 072
Adresse der Amtsverwaltung: Kaiserstraße 11
25557 Hanerau-Hademarschen
Webpräsenz:
www.amthanerau-
hademarschen.de
Bürgermeister: Volker Timm (CDU)
Lage der Gemeinde Hanerau-Hademarschen im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Hanerau-Hademarschen ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Sie liegt am südöstlich des Nord-Ostsee-Kanals in der Geest.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hanerau-Hademarschen war schon zur Jungsteinzeit besiedelt. Auch heute noch befinden sich Hünengräber im Gemeindegebiet. Die dörfliche Siedlung Hademarschen entstand um Christi Geburt, der Ortsteil Hanerau erst um 1800, als der Gutsherr hier Industriebetriebe angesiedelt hat.

Besonders um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert florierte Hanerau-Hademarschen wirtschaftlich, was zu einem rasanten Bevölkerungszuwachs führte.

Seit 1888 waren die Ortsteile Hanerau und Hademarschen unabhängig und wurden 1938 zusammengeschlossen. Der Gutsbezirk wurde 1928 aufgehoben.

2004 wurden unter der abgebrannten romanischen Feldsteinkirche St. Severin die Reste einer über 1000 Jahre alten Holzkirche gefunden.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Silber, aus blauem, durch Wellenschnitt abgeteiltem Schildfuß wachsend, der heilige Severin in rotem Messgewand, mit goldener Bischofsmütze, goldenem Bischofsstab in der Linken und goldenem, turmlosen Kirchenmodell in der Rechten, oben rechts begleitet von einem roten Tatzenkreuz; im Schildfuß von links nach rechts ein silbern gerüsteter Arm, der ein goldenes, bewurzeltes Eichbäumchen hält.“[1]

Wirtschaft

Hanerau-Hademarschen als zentraler Ort seiner Region bietet eine Vielzahl von Dienstleistungsunternehmen und gilt mit seinen zahlreichen Geschäften als zentraler Einkaufsort.

Verkehr

Hanerau-Hademarschen liegt in der Mitte zwischen den drei Kreisstädten Heide, Rendsburg und Itzehoe. Es gibt einen Anschluss an die A23 Hamburg-Heide. An der Strecke Büsum–Heide (Holstein)–Neumünster, die von der AKN bedient wird, gibt es im Amtsbezirk drei Haltestellen: Gokels, Hademarschen und Beldorf.

Bildung

Im Ort gibt es folgende Bildungseinrichtungen:

Sehenswürdigkeiten

Ein Denkmal und die als Museum ausgebaute Villa des Dichters erinnern daran, dass Theodor Storm von 1880 bis 1888 im Ort gelebt hat. Hier hat er auch den Schimmelreiter, seine wohl bekannteste Novelle, geschrieben.

Das Gutshaus, das auf einer Insel steht, entstand Ende des 12. Jahrhunderts als Burg Hanerau, die das Land vor Dithmarschen schützen sollte. Im 16. Jahrhundert wurde sie in ein adliges Gut umgewandelt.

Bis zum 27. Dezember 2003 zählte zu den Sehenswürdigkeiten auch die mittelalterliche St. Severin-Kirche, die allerdings in dieser Nacht durch ein Großfeuer komplett zerstört wurde. Sie befindet sich derzeit im Wiederaufbau. Vor dem Wiederaufbau wurden, bei Ausgrabungsarbeiten, unter der Ruine eine viel ältere hölzerne Kirche aus dem 11. Jahrhundert gefunden.

Heimatmuseum

Das 1984 eröffnete Heimatmuseum ist jeden 1. Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet und enthält verschiedene Ausstellungen:

Freizeit

Es gibt im Ort ein beheiztes Schwimmbad mit großer Rasenfläche und einer Wassertemperatur von 23°C. Außer Rad- und Wanderwegen im Gemeindegebiet gibt es auf den „Hademarscher Bergen“ einen zwei Kilometer langen Waldlehrpfad, ein geöffnetes Hünengrab und einen Aussichtsturm.

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein