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Symbol

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Eine Beschreibung der Bedeutung in der digitalen Übertragungstechnik findet sich unter Symbol (Technik).

Der Terminus Symbol (aus dem Griechischen: Etwas Zusammengefügtes) wird im Allgemeinen für Bedeutungsträger (Zeichen, Wörter, Gegenstände, Vorgänge etc.) verwendet, die eine Vorstellung meinen (von etwas, das nicht gegenwärtig sein muss). Welche Vorstellung dann mit dem Wort „Symbol“ konkret assoziiert (verbunden) werden soll, wird in den verschiedenen Anwendungsgebieten im Einzelnen speziell definiert.

Inhaltsverzeichnis

Der Symbolbegriff

Sprachlicher Ursprung (Etymologie)

„Symbol“ stammt ab vom griechischen Wort σύμβολον (sýmbolon). Dieses ist zusammengesetzt aus συν- (syn-), das für „zusammen“ steht, und βολή (bolē), der „Wurf“. Insgesamt hat das Wort also die wörtliche Bedeutung „Zusammenfall“, oder „Zu-Fall“. „Sýmbolon“ und „Symbol“ wird somit die Bedeutung eines Erkennungsmerkmals oder eines Vertrages zuteil. Die Ursprungsbedeutung leitet sich von einem antiken Brauch ab: Ein Gast reichte seinem Gastgeber zum Abschied eine zerbrochene Tontafel oder einen Tonring, den Symbolon. Sie dienten als Erkennungszeichen bei einem möglichen Gegenbesuch eines Mitglieds aus dem Gastgeberhaushalt bei dem ehemaligen Gast. Durch das Zusammenfügen der beiden Bruchstücke konnte sich der ehemalige Gastgeber (oder einer aus seiner Familie) als solcher zu erkennen geben.

In einer anderen Deutungsreihe steht das Symbol für eine Allegorie, bei der ein Gegenstand, ein Vorgang oder Vorstellung durch ein Symbol beschrieben wird.[1]

Das Lateinische symbolum steht für „das (Kenn-)Zeichen“, „Emblem“, „Sinnbild“, „Bild“.

Bedeutungen

Der Ausdruck Symbol wird mehrdeutig und uneinheitlich verwendet. Im Diskurs ist zunächst zu klären, welche Bedeutung des Ausdrucks Symbol zu Grunde gelegt werden soll. Die Symbolbegriffe von Ernst Cassirer, Jean Piaget[2] oder Charles S. Peirce unterscheiden sich voneinander.

Während zum Beispiel in der Kunstdidaktik der Symbolbegriff eher von Symbolverständnis abgeleitet wird, hat sich in der Ausbildung der Kommunikations-Designer (Kommunikationsdesign, das der Semiotik näher steht) der Peirce’che Symbolbegriff etabliert. Wenn also ein Kunsterzieher und ein Kommunikationsdesigner von Symbol reden, haben sie einen erheblichen Klärungsbedarf.

Bestimmungen in Lexika

In allgemeinen Lexika wird Symbol definiert als

Symbol in der traditionellen Sicht (insbesondere als Sinnbild)

Unter einem Symbol versteht man „allgemein ein wahrnehmbares Zeichen bzw. Sinnbild (Gegenstand, Handlung, Vorgang), das stellvertretend für etwas nicht Wahrnehmbares (auch Gedachtes bzw. Geglaubtes) steht.“[6] In einem engeren Sinn „jedes Schriftzeichen oder Bildzeichen mit verabredeter oder unmittelbar einsichtiger Bedeutung, das zur verkürzten oder bildhaften Kennzeichnung und Darstellung z. B. eines Begriffs, Objekts, Verfahrens, Sachverhalts verwendet wird.“[7] Das Symbol kann mit einer besonderen Konnotation einhergehen und/oder einen tieferen Sinn andeuten/ausdrücken (Symbol als Sinnbild).

Symbol als nicht rein konventionelles Zeichen (de Saussure)

In der Terminologie der Linguistik von Ferdinand de Saussure ist das Symbol ein „Typ von Bedeutungsträger“, bei dem zwischen der Form des Zeichens und dem, was es ausdrückt, noch ein gewisser Ähnlichkeitsbezug[8], ein „Rest einer natürlichen Verbindung“[9] besteht. Unter Betonung der Arbitrarität des sprachlichen Zeichens – Saussure prägte hierfür den Begriff des Signifikanten) – setzt er das Symbol vom rein konventionellen Zeichen im engeren Sinn ab.[10]

Symbol als rein konventionelles Zeichen (Peirce)

Nach der Terminologie des amerikanischen Semiotikers und Philosophen Charles Sanders Peirce ist ein Zeichen entweder ein Index, ein Ikon oder ein Symbol. Im Gegensatz zur kontinentaleuropäischen terminologischen Tradition wird der Ausdruck Symbol als rein konventionelles Zeichen definiert.

Damit bedeutet bei Peirce der Ausdruck Symbol das genaue Gegenteil wie bei de Saussure, der das Symbol vom rein konventionellen Zeichen abgrenzte.

Die Terminologie von Peirce beeinflusste stark die amerikanische Linguistik, und diese wiederum die europäische.

Symbol als formales/formelles Zeichen

In einer fachsprachlichen Bedeutung bezeichnet Symbol ein abkürzendes, konventionelles Zeichen mit eindeutiger, präziser Bedeutung (mathematisches, chemisches oder logisches Symbol). Man spricht auch von Formelzeichen[11]

In formalen Beschreibungssprachen oder Kalkülen ist ein Symbol ein definiertes Formalzeichen, das keine inhaltliche Bedeutung hat[12] oder von dessen Bedeutung abgesehen wird[13] oder werden kann.

Der Symbolbegriff bei Cassirer

In der Philosophie von Ernst Cassirer hat der Symbolbegriff eine besondere Bedeutung.[14]. Der Mensch ist für Cassirer ein „animal symbolicum“, d.h ein Symbole bildendes und verwendendes Wesen.[15] Der Mensch hat nur über Symbole einen Wirklichkeitsbezug.

„Bei Ernst Cassirer bezeichnet das Symbol … die Vereinigung des Sensorischen (Repräsentant, Zeichen) mit dem Psychischen (repräsentiertes Element) und umfaßt alle Fakten der Repräsentation; man unterscheidet hier drei Ebenen, je nach dem, ob sich die Repräsentation dank einer natürlichen oder einer künstlichen Verbindung, oder, auf einer mittleren Ebene, dank einer Kombination der Bindeglieder beider Ordnungen, der künstlichen und der natürlichen, vollzieht.“

Mahmoudian: Zeichen, in: Martinet (Hg.), Linguistik (1973), S. 258.

Der Symbolbegriff bei Goethe

Für die Dichtung soll den Symbolbegriff entscheidend Goethe geprägt haben[16]. Goethe fasste das Symbol auf als „aufschließende Kraft“, „die im Besonderen das Allgemeine (und im Allgemeinen das Besondere) darzustellen vermag“[17]. (Beispiel: Licht für Geist, Erkenntnis, das Göttliche).

Bedeutungen in der Anthropologie und Psychoanalyse

Als Schlüsselbegriff hat das Symbol vor allem in der Anthropologie und in der Psychoanalyse als Forschungsgegenstand eine Bedeutung. Symbole, wie sie in Religion, Mythos oder Kunst vorkommen, lassen sich in ihrer Bedeutung oft nicht rein rational übersetzen oder interpretieren. Sie enthalten einen Bedeutungsüberschuss: während die Bedeutung beispielsweise eines Verkehrszeichens genau definiert ist, übersteigt die Bedeutung eines religiösen, geträumten oder mythologischen Symbols die rationale Ebene und hat über den kulturellen Kontext hinaus eine für den Verwender oft intime psychische Bedeutung, die ohne fundierte Methode kaum eindeutig erkennbar ist. Deutungs-Versuche mit Hilfe z. B. der Traumdeutung ermöglichen es, diese Symbole besser zu verstehen.

Der Symbolbegriff von Lacan

Dass ein Symbol nicht im Sinne einer Bedeutungs-Verdichtung zu verstehen ist, wird deutlich bei Jacques Lacans Darstellung der Symbolisierungsfunktionen. Das Psychische wird nach Lacan durch drei Register organisiert, die zueinander in einem wechselseitigen und unauflösbaren Verhältnis stehen. Es sind dies die drei Register des Symbolischen, des Imaginären und des Realen. Lacan hat ihr Verhältnis zueinander in Form eines Knotens dargestellt. Der Borromäische Knoten ist ein zentrales Element in der Lehre Lacans und dient dem Verständnis dreier möglicher Organisationen der Psyche im Rahmen dreier psychischer Verfasstheiten: Neurose, Psychose und Perversion.

Nach Lacan weist zudem jede symbolische Ordnung einen nicht symbolisierbaren Rest auf, der zugleich den Überschuss und den Mangel des Systems verkörpert. Dieser nicht integrierbare Rest ist das „Sinthom“ das „Symptom des Begehrens“, welches das System als Ganzes bestimmt. Der Begriff Symbol als Bezeichnung für eine Entität löst sich damit auf. Lacan hat auch eine Reihe weiterer Theoreme im Zusammenhang mit der Organisation von Zeichen, Symbol und Diskurs entwickelt, die neben der Psychoanalyse vor allem für die Kulturwissenschaft und die Cultural Studies relevant sind.

Siehe auch: Signifikant (Psychoanalyse)

Symbole in verschiedenen Fachgebieten

In der Philosophie

In der Philosophie beziehungsweise der Ästhetik ein Erkennungszeichen, einfach in der Form, reich und tief im Sinn. Auf Denk- und Grabmälern nicht unüblich. Beispiel: Der „Lindenbaum“ im Lied Am Brunnen vor dem Tore von Franz Schubert/Wilhelm Müller. Nach Dietrich Ritschl sind Symbole „Produkte bewusster, reifer Erkenntnisleistung durch Repräsentanzen in Form von Worten, Handlungen oder Gesten. Symbole vermitteln, was anders nicht artikuliert werden kann.“[18] Hiergegen steht die These der Psychoanalyse, vertreten insbesondere durch Sigmund Freud, Jacques Lacan und Ernest Jones, dass sich die Symbole hauptsächlich im Unbewusten strukturieren, um das Ich bzw. das Bewusstsein auf diesem nonverbalen Wege über die Bedürfnisse des „Es“ zu informieren. Erkrankungen der Psyche (u. a. die Neurose) führen zu einer Verundeutlichung der sonst spontan verständlichen symbolischen Botschaft, ihrer Zensur oder gar gänzlichen Verdrängung, deren Umkehr aber über das Verfahren der Traumdeutung machbar sei, nach Freud der „Königsweg in das Unbewusste“.

Der Literaturtheoretiker Kenneth Burke versucht, Symbole als rhetorische Strategien zu begreifen, die dazu dienen, Konflikte der individuellen Psyche in die Gesellschaft zu entlassen.

Mit der Symbolik, der Erforschung des Wesens und der Arten der Symbole, hat sich bahnbrechend Ernst Cassirer befasst.

Walter Benjamin bestimmt das Symbol als die „Identität von Besonderem und Allgemeinem“ und setzt es im Gegensatz zur Allegorie: die Allegorie markiere hingegen die Differenz zwischen Besonderem und Allgemeinem.[19]

Besondere Bedeutung kommt Symbolen traditionell in der chinesischen Kultur zu (siehe Chinesische Symbole).

In der Religion

Alle Religionen drücken Kerngedanken in Symbolen aus, z. B. das Rad (als Symbol der ewigen Wiederkehr), das leere Grab (als Symbol der Auferstehung), der Weg (als Symbol der Lebensgeschichte oder der Lebensführung). Daneben gibt es in den christlichen Kirchen Glaubenssymbole, das sind Glaubensbekenntnisse. Dies leitet sich von einer Nebenform des griechischen Wortes sýmbolon, dem symbólaion (griechisch συμβόλαιο[ν]), ab: der Vertrag, die Übereinkunft. Diese „Symbola“ sind als verbindliche Glaubensurkunden zu verstehen (z. B. das Apostolikum und die Confessio Augustana).

Auch eine Zahlensymbolik durchzieht das theologische Denken, deren Grundlage die Drei als Zahl der Dreieinigkeit und der theologischen Tugenden, und die Vier als Zahl der Welt bilden. Es gibt vier Tages- und Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Elemente, Lebensalter, vier christliche Kardinaltugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit), vier Ströme des Paradieses (Euphrat,Tigris, Pison, Geon), als Männer mit Wasserkrügen z. B. am Taufbecken des Hildesheimer Doms abgebildet. In der Vierzahl kommen auch die großen Propheten und die Evangelisten vor. Drei und vier ergeben addiert sieben, multipliziert zwölf. In der Siebenzahl treten die Tugenden, die Todsünden und die freien Künste (artes liberales) auf, zu zwölfen die Monate, die Stämme Israels, die kleinen Propheten, die Jünger Jesu.

Religiöse Symbole sind konstitutive Elemente religiöser Identifikation, Sprache und Handlungen. Paul Tillich hat darauf hingewiesen, dass jede „religiöse Sprache“ im Wesentlichen symbolisch sei, weil die Religion sich ja meist auf die Transzendenz bezieht und damit alles Vordergründige (also die Immanenz) übersteigt.

Beispiele für religiöse Symbole:

Für einige Christen sind Taufe und Abendmahl symbolische Handlungen: Sie weisen auf das Tun des transzendenten Gottes hin. Für die Mehrheit der Christen sind sie aber Momente des wirklichen Handelns Gottes. Auf geheimnisvolle Weise (entsprechend dafür im Griechischen der Begriff „Mysterion“, ‚Geheimnis des Glaubens‘) wird in den Sakramenten das Heilshandeln Gottes vergegenwärtigt.

In der Mythologie

In der Mythologie werden, wie in der Religion, Symbole verwendet, die auf Transzendenz verweisen. Mit ihrer Erforschung befasst sich vor allem die Tiefenpsychologie in der Tradition von Carl Gustav Jung und die Vergleichende Mythologie. Auf der Arbeit Jungs beruhen z. T. auch die Forschungen von Mythologen wie Joseph Campbell, der die Symbole in Religion und Mythos als innere und geistige Wahrheiten im Gegensatz zu historischen Fakten interpretiert und zu den wichtigsten Vertretern der Vergleichenden Mythologie (Comparative Mythology) zählt. Laut Campbell enthält die Bildsprache von Mythos und Religion selbst keine absolute Wahrheit, sondern verweist auf eine Wahrheit jenseits von Bildern, Bedeutungen, Ideologien, Theologien und Konzepten. Insofern ist das mythische Symbol ein Hilfsmittel, um das Bewusstsein zu transformieren und zu erweitern im Hinblick auf Transzendenz. Es steht damit im Gegensatz zur ideologischen oder manipulativen Verwendung von Symbolen, wie sie zum Teil in Politik oder Religion zu beobachten ist.

In der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Ein Symbol ist eine Funktion von Zeichen im Rahmen kommunikativer Prozesse (andere Funktion: Signal, z. B. Ampel). Das Symbol repräsentiert etwas, es vertritt den Gegenstand auf den es verweist. Beispiel: Fahne, Symbol der Olympischen Spiele, uws.

In der Kunst

Die bildende Kunst verwendet seit den frühesten Beispielen von Höhlenmalerei bis in die Gegenwart hinein Symbole. In sakraler Kunst folgt die Symbolik dabei den Vorgaben von Religion und Theologie. Es gibt häufig eine verbindliche Ikonographie, dargestellt in Haltung, Farbgebung, oder Attributen. In der christlichen Kunst etwa gibt es einen verbindlichen Kanon der Heiligenattribute, in der buddhistischen Kunst der Farben und Formen der Einheiten des Weltbilds (etwa im Mandala).

Mit dem Klassizismus weckten ab dem späten 18. Jh. vorwiegend Allegorien und Mythen der Antike erneut das Interesse der Künstler. Symbolhafte Verschlüsselungen in Anlehnung an diese Traditionen gaben in der zweiten Hälfte des 19. Jh. dem Symbolismus seinen Namen. In der Moderne und dem Surrealismus tritt dagegen der individuelle und freie Umgang mit Symbolen an die Stelle traditioneller Bildprogramme in den Vordergrund.

In der Sozialwissenschaft

Nach der von Jürgen Link im Anschluss an Emile Durkheim entwickelten Theorie der Kollektivsymbolik besitzen alle Mitglieder einer Gesellschaft einen Vorrat an Kollektivsymbolen. Damit steht ihnen ein Archiv von Bildern zur Verfügung, mit der sich jeder ein Gesamtbild von der gesellschaftlichen Wirklichkeit oder von der politischen Landschaft machen kann. In der kritischen Diskurstheorie spielt die Analyse der Kollektivsymboliken ein wesentliche Rolle.[20]

Eine wichtige Rolle spielen Symbole unter anderem im Symbolischen Interaktionismus innerhalb der Soziologie.

In der Naturwissenschaft

Auch die Wissenschaft verwendet Symbole, indem Wirklichkeit in Form von symbolischer Repräsentanz abgebildet wird. Ernst Cassirer deutet den gesamten Bereich menschlicher Kultur in Form von symbolischen Formen: Auch in den Wissenschaften wird mit sinnlichen Zeichen gearbeitet, die zum Träger von geistigen Bedeutungen und damit von Sinn werden.

In der Politik

Hauptartikel: Politisches Symbol

In der Politik finden Symbole häufige Verwendung. In manchen Staaten (z. B. in Frankreich), ist das Tragen von politischen oder religiösen Symbolen in öffentlichen Gebäuden verboten.

Beispiele für politische Symbole:

Siehe auch: Nationale Symbole, Meinungsfreiheit, Kopftuchstreit

Symbole als Orientierungshilfen

Auf allen Verkehrswegen und in öffentlichen Gebäuden findet man Symbole als sprachunabhängige Idiogramme zur Orientierung. So z. B. einen durchstrichenen Anker im Hafengelände, der das Anlegen von Schiffen verbietet; oder einen symbolischen Lattenzaun, der auf einen beschrankten Bahnübergang hinweist. In fast allen öffentlichen Gebäuden, Kaufhäusern, Flughäfen, Bahnhöfen usw. findet auch der sprachunkundige Besucher durch weibliche oder männliche Symbolfiguren den richtigen Toilettenraum. Für Analphabeten bieten solche Symbole oft die einzige Orientierung.[21]

In der Wirtschaft

In der Wirtschaft sind Symbole zumal am Erfolg von Marken beteiligt. Beispiele sind das McDonald’s „M“, der Erdal-Frosch und der Mercedes-Stern. Logografien sind wichtige Symbole der Corporate Identity, dem Erscheinungsbild eines Unternehmens. Doch auch allgemeine Symbole existieren, wie das Standbild zum Zeichen des Marktfriedens – der „Roland“ – in deutschen Städten (heute noch unter anderem in Bremen und Wedel, einige im Ausland).

In der Technik

In der Technik sind eher Allegorien als Symbole von großer Bedeutung, vereinfachte Darstellungen und Icons als Repräsentanten real existierender Teile oder Systeme. Aus ihnen geht hervor, um welches prinzipielle Teil es sich handelt, unabhängig davon, ob die reale Ausführung modernisiert ist. Ein Beispiel ist der Papierkorb auf dem PC-Desktop. Einige Allegorien aus der Technik haben jedoch auch symbolische Kraft gewonnen, z. B. die Silhouette einer Dampflokomotive und der Zirkel in der Fahne der DDR.

Berufssymbolik

Viele Berufsgruppen benutzen Symbole aus Tradition oder um einen Wiedererkennungseffekt zu erzeugen. Der Äskulapstab etwa aus dem dritten Jahrhundert vor Christus und weist auf ärztliche und pharmazeutische Berufe hin. Die Waage der Iustitia steht für die Rechtswissenschaft. Schlägel und Eisen symbolisieren den Bergbau. Das geflügelte Rad wird vielerorts als das Zeichen der Eisenbahn benutzt. In einigen Ländern ist der Polizeistern bekannt.

Im Sport

Im Wettkampf haben sich etliche Symbole durchgesetzt, z. B. die Goldmedaille bei Sieg, Silber für den zweiten, Bronze für den dritten, dem vierten bleibt nur die „blecherne“ Medaille.

Siehe auch

Quellen

  1. Gerhard Kurz: Metapher, Allegorie, Symbol. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 5. Aufl. 2004. ISBN 3-525-34032-X, S. 73 (Online-Link).
  2. Literatur zu Piagets Symbol-Begriff: Hans G. Furth: Intelligenz und Erkennen. Die Grundlagen der genetischen Erkenntnistheorie Piagets. ISBN 3-518-07760-0.
  3. Wahrig, Deutsches Wörterbuch/Symbol
  4. Duden, Deutsches Universalwörterbuch/Symbol
  5. dtv-Lexikon/Symbol
  6. Schülerduden, Philosophie, 2. Aufl. (2002), Symbol
  7. Schülerduden, Philosophie, 2. Aufl. (2002), Symbol
  8. Pelz: Linguistik (1996), S. 41.
  9. Mahmoudian, Zeichen, in: Martinet (Hg.): Linguistik (1973), S. 258 f.
  10. Pelz: Linguistik (1996), S. 41
  11. Duden, a. a. O.
  12. Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Aufl. (2002). ISBN 3-520-45203-0. Symbol: „Formalzeichen …, formale Vorschriften (z.B. das einfache → Pfeil(symbol)) und Klammerkonventionen“.
  13. Vgl. Carls: Zeichen, in: Ricken (Hg.): Lexikon der Erkenntnistheorie und Metaphysik (1984), S. 241.
  14. Schülerduden, Philosophie, 2. Aufl. (2002), Symbol.
  15. Schülerduden, Philosophie, 2. Aufl. (2002), Symbol
  16. Homberger, Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft (2000)/Symbol
  17. Nach Homberger: Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft (2000), Symbol.
  18. Dietrich Ritschl, Zur Logik der Theologie, München 1984, S. 22.
  19. Walter Benjamin: Gesammelte Schriften. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1987, Bd. 1, S. 352, ISBN 3-518-09832-2
  20. Vgl. auch Martin Voss: Symbolische Formen. Grundlagen und Elemente einer Soziologie der Katastrophe, Bielefeld: Transcript 2006.
  21. Peter Croy: Die Zeichen und ihre Sprache. Zeichen, Symbole, Signets. Frankfurt/Zürich 1972, S. 189 ff.

Literatur

 Commons: Symbole – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Symbol – Zitate
 Wiktionary: Symbol – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik