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Do it yourself

Der Begriff Do it yourself [ˌduːɪtjəˈsɛlf] (auch: D.I.Y., DIY) kommt aus der englischen Sprache und bedeutet so viel wie Mach es selbst.

Die Bewegung entstand in den 1950er Jahren in England, eroberte schnell den Kontinent, und kann allgemein als Kultur des Amateurs (im Gegensatz zum professionellen Experten oder Spezialisten) bezeichnet werden. Der Begriff wurde zunächst im Bezug auf Heimwerker und in den 70ern dann auch in der Punk- und Hardcore-Subkultur verwendet. Heute umfasst er allgemein viele Tätigkeiten im Bereich Hobby und Kultur.

DIY heißt für seine Anhänger oft, den Glauben an sich selbst und die eigene Kraft als Triebfeder für Veränderungen zu sehen. Die Do-it-yourself-Bewegung der 60er und 70er ist geprägt von einem Glauben an Selbstermächtigung, Selbstorganisation, Improvisation, Eigeninitiative und oft einem Misstrauen gegenüber etablierter Autorität, gegenüber passivem Konsum, Produkten der Industrie und Vorgaben der Medien. Bereits ab 1958 gab es die erste deutsche Do it yourself-Illustrierte „Selbst ist der Mann“ aus dem Verlag Brink & Herting in Hamburg. Heute gehört die Zeitschrift zur Bauer Verlagsgruppe und hatte 2007 eine Monatsauflage von 103.600 Exemplaren.

Oftmals sind aber auch einfach Spaß, Kreativität oder wirtschaftliche Gründe der Anlass, Dinge selber zu machen. Viele Dinge kann man zudem nicht in gewünschter Form vorgefertigt erwerben.

Soziale Aktivitäten organisieren sich in Vereinen oder Selbsthilfegruppen (Zivilgesellschaft), politische in Bürgerinitiativen und Bürgerbewegungen. Der Autodidakt organisiert seine Bildung selbst.

Inhaltsverzeichnis

DIY in der Subkultur

Kulturelle DIY-Unternehmungen finden sich in Kleinstverlagen, Underground-Plattenlabels der Subkulturen, der Kunst, der Popkultur, etwa Fankultur, aber auch in der Religion.

Das „Do it yourself“-Schlagwort wurde auch von der Punkszene aufgegriffen. Es ist hier gedacht als entgegengesetzte Haltung zum Konsumenten, Verbraucher oder Zuschauer. Zum Punk-DIY gehören: Konzerte und andere Veranstaltungen organisieren oder vermitteln, Schlafmöglichkeiten für tourende Gruppen anbieten, Flyer oder Plakate verteilen, Fanzines herausgeben und bei Medienprojekten mitwirken, das Kochen bei Volxküchen uvm. Alle diese Aktivitäten sollen im Rahmen einer Gegenkultur stattfinden. Aber auch CDs werden selbst produziert, die Kleidung wird selbst bearbeitet, erstellt, und in selteneren Fällen das Bier selbst gebraut.

Genres

Die Thematik DIY taucht (nicht notwendigerweise unter diesem Begriff!) in verschiedenen Zusammenhängen auf:

Kritik

Von außerhalb wird DIY oft als heuchlerisch kritisiert. So behauptet Jim Goad, DIY habe niemals irgendetwas eigenes neues produziert und erlaube schlechter Qualität, als klasse dargestellt zu werden[1].

Manche kritisieren DIY auch als eine Form, die nur denen möglich ist, die auch das Geld dafür haben, da es Menschen mit wenig Geld gar nicht möglich sei ein eigenes Label hochzuziehen, oder die Zeit dafür zu finden, sich seine eigene Kleidung zu machen.

Siehe auch

Freizeit, Hobby, Eigenverantwortung, Selbstorganisation, Arbeitsethik, Autodidaktik

Quellen

  1. http://www.unpopart.org/texts/farts.html Farts from Underground

Literatur