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Tiefwasserhafen

Ein Tiefwasserhafen ist eine besondere Form eines Seehafens.

Der zuführende Seeweg zur "offenen See" muss dafür eine sehr große Tiefe aufweisen. In klassischen Häfen bestehen meist nur Wassertiefen von acht bis zehn Meter. Diese Tiefe kann mit der Tide auch nur zeitweise vorhanden sein. Dann sind oft nur die Liegeplätze auf volle Tiefe ausgebaggert. Um eine ausreichende Tiefe für alle derzeit verwendeten Seeschiffe (Containerschiffe, Flugzeugträger oder sehr große Kreuzfahrtschiffe) mit Tiefgängen von 12 bis 15 m zu haben, gibt es grundsätzlich zwei Wege:

Der Hafen wird an einer Stelle errichtet, an der die ausreichende Wassertiefe bereits von Natur aus besteht oder mit geringen Baggerarbeiten erreicht werden kann. Dies hat den Nachteil, dass diese Stellen zum einen oft sehr abgelegen und gar in Naturschutzgebieten gelegen sind. Andererseits müssen zu solchen Häfen umfangreiche landseitige Zuwegungen eigens zum Hafen errichtet werden.

Beispiele :

Der zweite Weg ist, die Fahrrinne an die Schiffe anzupassen. Dies ist z. Z. besonders in Hamburg an der Unterelbe üblich.

Auch andere Häfen werden durch Baggerarbeiten regelmäßig an neue Schiffstypen angepasst. Die Baggerarbeiten verursachen laufende Kosten und haben möglicherweise nachteilige ökologische Auswirkungen.

In manchen Gewässern können keine Tiefwasserhäfen angelegt werden, weil die Meere zu flach sind. Insbesondere die Ostsee ist mit etwa zehn Metern in weiten Bereichen zu flach für richtig große Schiffe (Seemannsspruch: die überschwemmte Wiese).