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Basilan

Basilan (auch Taguima) ist eine Insel im Süden der Philippinen und ein Teil des Sulu Archipels, vier Fünftel von ihr bilden die gleichnamige Provinz des Inselstaates.

Die Insel wird durch die Straße von Basilan von Zamboanga City auf Mindanao getrennt. Basilan ist die nördlichste der Hauptinseln des Sulu Archipels.

Die Provinz gehört politisch der Autonomen Region Muslimisches Mindanao (ARMM) an. Die Hauptstadt der Provinz ist Isabela City, ihr Gouverneur ist seit 2007 Frau Jum Jainuddin-Akbar.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Basilan ist eine von 7.107 Inseln, die zusammen den philippinischen Archipel bilden. Regional gesehen gehört Basilan als Teil des Sulu Archipels zu den etwa 400 philippinischen Inseln zwischen Mindanao und Borneo.

Die Insel ist Teil einer von zwei Inselketten, die eine partielle Landbrücke nach Borneo bilden und wichtige Einflugsrouten für Zugvögel sind. Die Straße von Basilan, mit einer Breite von 17 km an ihrer schmalsten Stelle, trennt die Insel Basilan von dem Hauptteil Mindanaos und dem Hafen von Zamboanga City.

Isabela City im Norden der Insel ist die Hauptstadt von Basilan.

Politisch ist die Stadt jedoch von der Provinz Basilan unabhängig und gehört dem Bezirk Zamboanga Peninsula an. Ursprünglich gehörte die ganze Insel zum Bezirk Western Mindanao (so der ehemalige Name des Bezirks Zamboanga Peninsula), eine Volksbefragung ergab jedoch, dass mehrheitlich eine Zugehörigkeit zum Bezirk ARMM befürwortet wurde - außer in Isabela City.

Die Insel ist 66 km lang und 44 km breit und hat eine Gesamtfläche von 1.234,2 km², auf der 259.796 Einwohner leben. Von West nach Ost wird die Insel von einer Gebirgskette durchzogen, aus der sich im Nordwesten und Süden bis zu 1.020 m hohe Gipfel erheben.

Verwaltungsgliederung

Basilan ist politisch in elf eigenständig verwaltete Gemeinden und zwei Städte untergliedert. Die Gemeinden sind wiederum in 255 Baranggays (Ortsteile) unterteilt und einem Kongress Distrikt zugeordnet.

Städte

Verwaltungsgemeinden

Geschichte

Auf Basilan leben vier indigene Bevölkerungsstämme, die Sama Dilaut (Sama des Meeres, teilweise sind es noch Seenomaden), die Sama Bangingi, die Yakan und die Tausugs.

Die Ureinwohner von Basilan waren die Dampuans, sie werden als die Vorfahren der Yakan betrachtet, welche auch - auf die Spanier zurückgehend - Sameacas genannt werden. Tausugs und die Samal sprechenden Stämme siedelten entlang der Küste und brachten den Islam auf die Insel; die eingeborenen Yakan wurden in das Innere zurückgedrängt. Im Jahre 1637 eroberten die Spanier das Gebiet Lamitans, wurden aber 1663 wieder vertrieben. 1747 versuchten die Holländer die Insel einzunehmen und 1844 folgten die Franzosen, beide hatten jedoch keinen Erfolg. Schließlich errichteten die Spanier eine fragile Herrschaft, die sie sich mit Piraten teilen mussten.

1901 wurde Basilan Teil der großen Provinz Zamboanga. In der Folgezeit ließ sich eine steigende Anzahl von Sprechern einer der Chabacano- und Visayan-Sprachen in Isabela nieder, um auf den Kautschukplantagen zu arbeiten. 1973 wurde Basilan zu einer eigenständigen Provinz mit der Hauptstadt Isabela.

Basilan wurde weltweit als wichtiger Stützpunkt der 1991 gegründeten terroristischen Islamistengruppe Abu Sayyaf bekannt, als im Jahr 2000 eine Touristengruppe von Sipadan nach Basilan verschleppte wurde.[1] Andere Entführungen versucht Doktor Nilo Barandino aufzuklären, der 1992 selbst entführt worden war.[2]

Wirtschaft

Etwa 70 Prozent der Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Geerntet werden vorwiegend Kokosnüsse, Kautschuk und Kaffeebohnen, daneben sind Mais, Kakao, Pfeffer und Palmöl agrarwirtschaftlich nennenswerte Produkte dieser Insel.

Siehe auch

 Commons: Category:Mindanao – Bilder, Videos und Audiodateien

Weblinks

Quellen

  1. ZAMBOANGA - Den 26 Geiseln auf der philippinischen Insel Basilan..
  2. TAZ: Der Doktor und der schnelle Tod

Koordinaten: 6° 34′ 50" n. Br., 122° 2′ 16" ö. L.