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Infanterist der Zukunft

Der Infanterist der Zukunft (IdZ) ist ein Projekt für Persönliche Schutzausrüstung und zur Verbesserung von Infanteristen der Bundeswehr. Die Gesamtsystemverantwortung herstellerseitig liegt bei der EADS. Aktueller Systemstand (2006) ist das IdZ-Basissystem, das derzeit an die Bundeswehr ausgeliefert wird.

Inhaltsverzeichnis

Gründe und Planungsziele

Da sich seit dem Kalten Krieg das Aufgabenspektrum der Bundeswehr vom reinen Gefechtskrieg zu vielen Spezialeinsätzen, auch im Ausland und in Kooperation mit anderen Armeen, verlagert hat, soll die Ausrüstung mit anderen NATO-Staaten abgestimmt werden. Dabei soll die Nutzung in anderen Truppengattungen ebenfalls möglich sein. Zusätzlich soll die Integration handelsüblicher Komponenten und bereits eingeführter Ausstattung langfristig zu weiterer Kosteneinsparung beitragen.

Aufgaben

Komponenten

Das Programm „Infanterist der Zukunft“ soll moderne Techniken und Materialien für die persönliche Ausrüstung des Soldaten nutzbar machen. Die Bestandteile sind modular aufgebaut, um sie der Einsatzsituation anpassen zu können und schneller auf technologische Fortschritte und geänderte Bedürfnisse reagieren zu können.

Tragesystem

Schutz

Führungshilfsmittel

Waffensystem

Aufklärung

Mit Kleinstfluggeräten, so genannten Mini- oder Micro UAVs (Unmanned Aerial Vehicles) oder mit kleinen geländegängigen Landfahrzeugen können ferngesteuerte Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben in Häuserschluchten, Gebäuden und Kanalisation wahrgenommen werden, wenn der Einsatz von Menschen zu riskant wäre. Die Aufklärungsdaten dieser technischen Hilfsmittel können in das System des Infanteristen der Zukunft übertragen werden.

Geschichte

Der Feldtest des Vorläufers wurde 2002 im Kosovo durchgeführt. Im Rahmen des Einsatzbataillons 1 der Task Force Prizren erprobte ein Jägerzug der Infanterieschule Hammelburg das System auf Einsatztauglichkeit. Die Basisversion kam 2003 in Afghanistan zum Einsatz.

Siehe auch