Heim

Steve Davis

Steve Davis
Geburtstag 22. August 1957
Geburtsort Plumstead
Nationalität  England
Spitzname(n) The Nugget
Profi seit 1978
Höchste Ranglistenposition 1
Aktuelle Ranglistenposition 29
Preisgeld £5.512.030
Höchstes Break 147 (1x)
Bestes Ergebnis Weltmeister (1981, 1983, 1984, 1987–1989)
Siege bei Ranglistenturnieren 28

Steve Davis (* 22. August 1957 in Plumstead, London) ist ein englischer Snookerspieler und Officer of the Order of the British Empire. Er begann seine Profikarriere 1978 und wurde in den 1980er Jahren sechsmal Weltmeister (1981, 1983, 1984, 1987 bis 1989). Insgesamt konnte er 28 Weltranglistenturniere gewinnen, das letzte 1995. Sein Spitzname ist „The Nugget“.

Seine Spezialität ist sein taktisches Spiel. Er ist derzeit noch mit Erfolg bei großen Turnieren aktiv. Sein selbst gestecktes Ziel, sich an seinem 50. Geburtstag noch in den Top 16 der Weltrangliste zu befinden, hat er bei Abschluss der Saison 2006/2007 mit Platz 15 erreicht. Für die Saison 2008/2009 wird er als 29. der Weltrangliste geführt.

Trotz seiner Dominanz in den 1980er Jahren, verbunden mit einer überbordenden Medienpräsenz, war er zu der Zeit nicht immer der Liebling des Publikums. Sein während der Spiels völlig ausdrucksloses Gesicht und seine fast maschinenhafte Spielweise brachte ihm damals den sarkastischen Spitznamen Steve „interesting“ Davis ein. Heute zeigt er mehr Emotionen beim Spiel und ist auch beim Publikum beliebter; so bekam er beispielsweise beim Gewinn des Halbfinales der UK Championship in York 2005 großen Applaus vom Publikum.

Steve Davis gelang am 11. Januar 1982 während der Lada-Classics das erste im Fernsehen übertragene Maximum Break. Als Prämie erhielt er damals einen Lada, was er angesichts aktueller Prämien von bis zu 147.000 Pfund während der WM bis heute gern scherzhaft kommentiert.

Für die höchsten jemals erzielten Einschaltquoten bei einer Sportübertragung im britischen Fernsehen sorgte er 1985, als er im Weltmeisterschaftsfinale gegen Dennis Taylor in einem sowohl für die beiden Spieler als auch die Zuschauer nervenzerreibenden und bis nach Mitternacht dauernden Match ganz knapp – die Entscheidung fiel erst mit der letzten Schwarzen – mit 17:18 unterlag.

Steve Davis spielt auch erfolgreich Poolbillard. Bei der 9-Ball-WM 2000 erreichte er das Viertelfinale. Außerdem ist er seit Jahren ein festes Mitglied des europäischen Teams beim 9-Ball Poolbillard-Turnier Mosconi Cup.

Er gewann bisher drei Mal die Snooker Trickshot-WM (1994, 1995 und 1997), wo er regelmäßig humorvoll auftritt.

Im Dezember 2005 gewann er überraschend das Halbfinale der UK Championship York gegen Stephen Hendry mit 9:6 und spielte daher am 18. Dezember sein 100. Finale (in dem er 6:10 Ding Junhui unterlag). Damit erreichte er vorübergehend Platz drei der provisorischen Weltrangliste, nachdem er vor einigen Jahren aus den Top 16 verschwunden war und erst 2003 wieder dorthin zurückkehrte.

Anfang 2006 versäumte er es, sein Qualifizierungsspiel für die China Open zu bestreiten, so dass Ricky Walden kampflos gewann. Ein derartiger Fehler ist Davis in seiner Karriere noch nie passiert, weshalb dies in der Sportpresse auf eine hohe Resonanz stieß. Allerdings erhielt er für dieses Versäumnis keine Strafe von der World Snooker Association.

Steve Davis ist nicht mit den Brüdern und früheren Snooker-Weltmeistern Joe Davis und Fred Davis verwandt.

Personendaten
Davis, Steve
Englischer Snooker-Spieler
22. August 1957
Plumstead, London, England