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Wassili Wassiljewitsch Smyslow

Wassili Smyslow
Smyslow im Jahr 2002
Name Wassili Wassiljewitsch Smyslow
Schreibweisen Василий Васильевич Смыслов (russisch)
Land  Russland
Geboren 24. März 1921
Moskau, UdSSR (heute Russland)
Titel Großmeister (1950)
Schachweltmeister 1957–1958
Beste Elo-Zahl 2800 (September 1956) (historische)

Wassili Wassiljewitsch Smyslow (russisch Василий Васильевич Смыслов, wiss. Transliteration Vasilij Vasil'evič Smyslov; * 24. März 1921 in Moskau) ist ein russisch-sowjetischer Schach-Großmeister und der 7. Schachweltmeister.

Inhaltsverzeichnis

Turnierschach

Wassili Smyslow 1947

Von 1948 bis 1958 lag Wassili Smyslow mit Michail Botwinnik im Wettstreit um den Titel des Schachweltmeisters. Beim Weltmeisterschaftsturnier 1948 wurde er Zweiter hinter Botwinnik. 1954 endete ihr Wettkampf mit einem Unentschieden (12-12). 1957 konnte Smyslow den WM-Titel erobern (6 Siege, 3 Niederlagen, 13 Unentschieden), verlor ihn aber 1958 wieder (5 Siege, 7 Niederlagen, 11 Unentschieden).

Noch mehr als 25 Jahre später zählte er zu den besten Spielern der Welt. 1984 war er wieder an den Kandidatenwettkämpfen beteiligt und kämpfte sich bis ins Finale durch. Erst dort verlor er gegen den aufstrebenden Garri Kasparow. 1991 gewann Smyslow in Bad Wörishofen die erstmalig ausgetragene Senioren-Weltmeisterschaft. Neunmal (1952, 1954, 1956, 1958, 1960, 1964, 1968, 1970 und 1972) spielte er mit der sowjetischen Mannschaft bei Schacholympiaden (neun Goldmedaillen) und hatte mit stets guten Ergebnissen einen großen Anteil am Erfolg.

Er war besonders im Endspiel sehr stark und verfasste auch einige Endspielstudien.

Seine aktuelle Elo-Zahl ist 2494 (Stand: Januar 2008), Smyslow nimmt jedoch seit einigen Jahren nicht mehr aktiv an Turnieren teil. Stattdessen schreibt er nach wie vor Bücher, vornehmlich über Endspiele. Seine beste historische Elo-Zahl betrug 2800, welche er im September 1956 erreichte.

Schachkomposition

Seit 1938 hat Smyslow vereinzelt Studien publiziert. Auch einen Dreizüger von ihm aus den dreißiger Jahren gibt es. Im letzten Lebensjahrzehnt komponierte er verstärkt Endspielstudien, wegen seiner geringen Sehkraft faktisch blind. 48 seiner Studien wurden in einem Büchlein herausgegeben. Darin bemerkt er:

Abgesehen vom ästhetischen Genuss hilft die Studienkomposition zweifellos bei der Entwicklung und Vervollkommnung im Endspiel[1]
Wassili Smyslow
Quelle unbekannt, zwischen 1935 und 1938
a b c d e f g h
8 8
7 7
6 6
5 5
4 4
3 3
2 2
1 1
a b c d e f g h
Matt in 3 Zügen










Lösung:
1. Da8-h1 (droht 2.Dh8+ Kg6 3.Dg7 matt)
1. ... Kf6-e5 2. Kf8-e7 Sf1-g3/f7-f5/Sf1-d2 3.Dh1-a1/Dh1-h8/Dh1-h2 oder Dh1-a1 matt
1. ... Sf1-h2 2. Dh1-a1+ e6-e5/Kf6-g6 3.Da1-a6/Da1-g7 matt


Privat

Smyslow ist mit Nadeschda Andrejewna Smyslowa verheiratet.

Werke

Einzelnachweise

  1. Smyslow, Wassili Wassiljewitsch: Meine Studien, Isdatelstwo 64, Moskau, 2000, S. 417, ISBN 5-94046-001-1 (russisch)
Personendaten
Smyslow, Wassili Wassiljewitsch
sowjetischer Schach-Großmeister
24. März 1921
Moskau