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Minturno

Minturno
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Latina (LT)
Geographische Koordinaten: 41° 16′ N, 13° 45′ OKoordinaten: 41° 15′ 44″ N, 13° 44′ 47″ O
Höhe: 141 m s.l.m.
Fläche: 42 km²
Einwohner: 18.730 (31. Oktober 2007)
Bevölkerungsdichte: 446 Einw./km²
Postleitzahl: 04026
Vorwahl: 0771
ISTAT-Nummer: 059014
Demonym: Minturnesi
Schutzpatron: Madonna delle Grazie
Website: Minturno

Minturno ist eine Stadt in der Provinz Latina in der italienischen Region Latium. Sie befindet sich 153 km südöstlich von Rom, 89 km südöstlich von Latina und 72 km nordwestlich von Neapel.

Kathedrale

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Altstadt von Minturno liegt auf einem Hügel, dem südwestlichsten Ausläufer der Monti Aurunci, über der Küstenebene am Tyrrhenischen Meer westlich der Mündung des Garigliano. Im Gemeindegebiet liegen auch die Seebäder Scauri und Marina di Minturno. Dagegen sind die Ortsteile Pulcherini, Santa Maria Infante, Tremensuoli und Tufo alte Dörfer im Hügelland hinter der Küste.

Verkehr

Minturno wird seit der Antike von der Via Appia, heute Strada Statale 7, erschlossen, deren Fernverkehrsfunktion heute von der mehrspurigen SS 7 quater übernommen wird. Von dieser zweigt die Via Ausonia, SS 630, ab, die Minturno mit Cassino und der Autostrada del Sole A1 verbindet. Mit dem Bahnhof Minturno-Scauri ist die Stadt an die Bahnstrecke Rom-Formia-Neapel angebunden.

Geschichte

Minturnae

Das antike Minturnae gehörte zum Fünfstädtebund der Aurunker, der Pentapolis Aurunca. 314 v. Chr. wurden Ausona, Vescia und Miturnae von den Römern zerstört. Mit dem Bau der Via Appia ab 312 v.Chr begann der Wiederaufstieg der Stadt. 296 v.Chr. wurde Minturno zur römischen Kolonie. Die Stadt umgab sich mit einer Mauer und es wurde ein Kastrum errichtet. Minturno verfügte über ein großes Forum, viele Tempel, Thermen, ein Theater und ein Amphitheater. 88 v. Chr. gelang es Gaius Marius auf der Flucht vor Sulla mit der Hilfe von Bürgern aus Minturnae sich nach Afrika einzuschiffen.

Traetto

Minturnae wurde vermutlich zwischen 580 und 590 n. Chr. von den Langobarden zerstört. Die überlebenden Bewohner gründeten auf einem nahen, leichter zu verteidigenden Hügel den befestigten Ort Traiectum. Doch auch dieser wurde 883 von den Sarazenen zerstört, die an einem noch nicht genau lokalisierten Platz an der Mündung des Garigliano einen Stützpunkt gründeten. Erst mit der Schlacht am Garigliano 915 konnten sie wieder aus Mittelitalien vertrieben werden.

Traetto, wie der Ort nun hieß, kam unter die Herrschaft von Monte Cassino. Nach der Eroberung durch die Normannen wurde es Teil der Grafschaft Gaeta. 1503 besiegten die Franzosen die Spanier bei der zweiten Schlacht am Garigliano. Prospero Colonna, der auf Seiten der Franzosen gekämpft hatte, bekam das Herzogtum Traetto. 1690 bis 1806 waren die Carafa die Herren von Traetto. Danach war es direkter Teil des Königreich Neapel.

Minturno

1861 wurde Traetto Teil der Provinz Terra del Lavoro des Königreich Italien, bis es 1934 zur neugegründeten Provinz Latina kam. 1879 wurde Traetto wieder in Minturno umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 7.134 7.985 10.230 11.431 13.650 14.790 16.166 17.298 17.814

Quelle: ISTAT

Politik

Giuseppe Sardelli (Forza Italia) wurde im April 2005 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Rechts-Bündnis stellt auch mit 16 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

Plan
Latrine

Literatur