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Kauern

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 43′ N, 12° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Verwaltungsge-
meinschaft:
Ländereck
Höhe: 285 m ü. NN
Fläche: 8,32 km²
Einwohner: 443 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07554
Vorwahl: 036602
Kfz-Kennzeichen: GRZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 034
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Ronneburger Str. 68a
07580 Seelingstädt
Webpräsenz:
www.kauern.de
Bürgermeisterin: Ingrid Amm
Lage der Gemeinde Kauern im Landkreis Greiz

Kauern ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz. Der Ort gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ländereck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Hilbersdorf und Ronneburg im Landkreis Greiz sowie die kreisfreie Stadt Gera.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde untergliedert sich in Kauern, Lichtenberg und Loitzsch.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1465, als die Herren von Rudenitz mit dem Rittergut zu Kauern belehnt wurden. Das Dorf Kauern gehörte zum Herzogtum Sachsen-Altenburg und besaß dadurch eine historisch gewachsene, enge Bindung zur nahegelegenen Stadt Ronneburg.

Um den 25. März 1945 wurden mehr als 300 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches in den Ort getrieben und mussten eine Woche in der Scheune des Rittergutes zubringen. Vor dem Abmarsch in Richtung Gera-Zwötzen begruben Mitgefangene mehrere Tote auf dem Friedhof.[2]

1958 begann die SDAG Wismut bei Lichtenberg mit der Errichtung des Tagebaues Lichtenberg. Bis 1976 entstand so ein bis zu 240 Meter tiefes Loch. Danach musste die Uranerzförderung in diesem Tagebau eingestellt werden, da eine Erweiterung aufgrund der Nähe zu Ronneburg und zum Bergwerk Schmirchau unmöglich wurde. Bis 1990 wurde der Tagebau teilweise mit Material aus den umliegenden Schächten verfüllt. Bis zur Bundesgartenschau 2007 wurde er wieder vollständig aufgefüllt und in die Neue Landschaft Ronneburg integriert.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1933 - 283
  • 1939 - 266
  • 1994 - 470
  • 1995 - 483
  • 1996 - 482
  • 1997 - 473
  • 1998 - 478
  • 1999 - 461
  • 2000 - 475
  • 2001 - 479
  • 2002 - 470
  • 2003 - 460
  • 2004 - 447
  • 2005 - 443
  • 2006 - 449
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik


Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 115, ISBN 3-88864-343-0
 Commons: Kauern – Bilder, Videos und Audiodateien