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Freyung

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der bayerischen Stadt Freyung, für den bekannten Platz in der Wiener Altstadt, siehe Freyung (Wien).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 48° 48′ N, 13° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 655 m ü. NN
Fläche: 48,64 km²
Einwohner: 7069 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94078
Vorwahlen: 08551, 08558
Kfz-Kennzeichen: FRG
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 118
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
94078 Freyung
Webpräsenz:
www.freyung.de
Bürgermeister: Olaf Heinrich (CSU)

Freyung ist die Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau im Regierungsbezirk Niederbayern. Die Stadt liegt im Bayerischen Wald, nahe der deutsch-tschechischen Grenze.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Kreisstadt Freyung liegt im Südosten des Bayerischen Waldes am Ufer des Saußbaches, der später die Wolfsteiner Ohe bildet. Nördlich von Freyung befindet sich der Nationalpark Bayerischer Wald. Freyung liegt 33 km nördlich von Passau, 17 km von der Grenze zu Tschechien, 18 km von Grafenau und 27 km von der Grenze zu Österreich entfernt.

Stadtgliederung

Neben dem Ortszentrum gibt es die Ortsteile

Geschichte

Erste Siedlungen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Freyung sind bereits im 13. Jahrhundert bekannt: Die Einwohner ließen sich in der Nähe der alten Burg Wolfstein, welche der Bischof Wolfger von Erla um 1200 errichtet hatte, in einem Rodungsdorf nieder. Zuvor war das Land 1193 von Kaiser Heinrich VI. an einige Passauer Bischöfe abgetreten worden. Die Freyung war damals noch kein Ortsname, sondern bezeichnete ein Gebiet, in dem den Siedlern eine Freiung, das heißt eine Befreiung von den Steuern, gewährt wurde. 1301 wird dieser Ort als Purchstol zu Wolferstein und ein Wald dazu erstmals urkundlich erwähnt.

Bereits 1354 erhält der Nachbarort Kreuzberg, der Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet worden war, das Marktrecht, welches 1523 auf Freyung übertragen wird. Als im Jahre 1380 in Freyung eine Pfarrkirche errichtet wird, ist Kreuzberg schon länger ein bekannter Wallfahrtsort. Die heutige Kreuzberger Pfarrkirche und die erste Schule des Ortes werden um 1500 erstmals erwähnt. Im Mittelalter werden die beiden Ortschaften zweimal von der Pest heimgesucht, was jedoch der Popularität des Wallfahrtsortes nicht schadet.

Als 1803 das Fürstbistum Passau aufgelöst wird, wird Freyung Österreich angegliedert, doch nur drei Jahre später wieder an das Königreich Bayern zurückgegeben. 1811 werden 535 Einwohner gezählt. Bei einem verheerenden Stadtbrand 1872 werden 39 der etwa 70 Häuser zerstört.

1953 wird Freyung zur Stadt erhoben. Bis 1972 war Freyung Kreisstadt des Landkreises Wolfstein, heute ist es die Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau.

Religionen

Bei der Volkszählung am 25. Mai 1987 hatte Freyung 7.124 Einwohner, von denen 6.582 Einwohner (92,4%) römisch-katholischen Glaubens, 393 (5,5%) evangelischen Glaubens und 149 Einwohner (2,1%) andersgläubig waren.

Eingemeindungen

Politik

Stadtrat

Wahlergebnis 2008:

Sitzverteilung:

CSU SPD BGStuL ödp ÜWFK FDP JWU Gesamt
2008 10 4 1 2 1 1 1 20

Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Sehenswürdigkeiten:

Wirtschaft und Infrastruktur

In dem Carbidwerk Freyung werden künstliche Edelsteine hergestellt.

Verkehr

Die Stadt liegt an der Kreuzung der beiden Bundesstraßen B533 und B12. Diese stellen den Anschluss an die Bundesautobahn 3 her; die B12 führt bis zum Grenzübergang bei Philippsreut, wo sie in die tschechische Schnellstraße 4 mündet, welche über Strakonitz bis ins 180 km entfernte Prag führt.

Der öffentliche Nahverkehr konzentriert sich auf Busse der RBO. Im Ortsverkehr wird ein Stadtbus, welcher von einem lokalen Busunternehmer betrieben wird, angeboten.

Freyung hat einen Bahnhof, jedoch ist dies der Endbahnhof der stillgelegten Ilztalbahn, welche von Passau hierher führte.

Öffentliche Einrichtungen

Freizeiteinrichtungen

Bildung

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt