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Rudy Wiebe

Rudy Wiebe (* 1934 bei Fairholme, Kanada) ist ein kanadischer Schriftsteller und Sohn deutschstämmiger Mennoniten, die aus der Sowjetunion ausgewandert waren.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Wiebe studierte an der Universität von Alberta in Edmonton zunächst Medizin und dann englische Literatur und Creative Writing. Seine Masters These erschien 1962 während er Herausgeber einer mennonitischen Wochenzeitschrift war und beschreibt kritisch das Leben einer fiktiven Mennonitengemeinde.

1963 bis 1967 lehrte er am Goshen College in Indiana, später wurde er Professor für englische Literatur an der Universität von Edmonton.

Wiebe wohnt in Kanada und schreibt Romane, Erzählungen und Gedichte.

Seine Erzählungen und Romane handeln hauptsächlich von mennonitischer und von kanadischer Geschichte.

In seinem Roman „Land jenseits der Stimmen“ (2001) erzählt Wiebe die Geschichte der Franklin-Expedition (1819, Suche nach der Nordwestpassage in der Polarregion). Bereits kurz nach seinem Erscheinen 1994 wurde der Roman mit dem Governor General's Award for Fiction ausgezeichnet, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.

Rudy Wiebes Muttersprache ist Plautdietsch, ein westpreußisches Niederdeutsch, auch Mennonite Low German genannt. Übertragungen ins Plautdietsche von einzelnen Kapiteln aus dem Roman „The Blue Mountains of China“ sind in der Zeitschrift Plautdietsch FRIND veröffentlicht worden.

Im März 2008 sind Rudy Wiebes Kindheitserinnerungen "Von dieser Erde" in der deutschen Übersetzung von Joachim Utz im Tweeback Verlag erschienen (siehe Link unten). Für dieses Buch erhielt Rudy Wiebe den Charles Taylor Prize, den angesehensten kanadischen Preis für nicht-fiktionale Literatur. Auch von diesem Buch ist ein Kapitel in plautdietscher Übersetzung in der Zeitschrift Plautdietsch FRIND (Ausgabe 2008) veröffentlicht worden.

Bibliographie

Werke im englischen Original

Werke in deutscher Sprache

Personendaten
Wiebe, Rudy
Kanadischer Schriftsteller
1934
Fairholme, Kanada