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Messinghausen

Messinghausen
Stadt Brilon
Koordinaten: 51° 24′ N, 8° 40′ OKoordinaten: 51° 23′ 30″ N, 8° 40′ 20″ O
Höhe: 365–560 m ü. NN
Einwohner: 865 (30. Juni 2007)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 59929
Vorwahl: 02963

Messinghausen ist ein dörflicher Stadtteil von Brilon im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Die Ortschaft war bis Ende 1974 eine selbstständige Gemeinde und liegt an der Grenze zu Marsberg und Diemelsee. Am 30. Juni 2007 hatte Messinghausen nach Angaben der Stadtverwaltung 865  Einwohner.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Messinghausen liegt etwa 7 km östlich der Kernstadt im tief eingeschnittenen Tal der nordöstlich fließenden Hoppecke, die hier eine Höhenlage von ca. 366 m ü. NN hat. Südlich des Orts ragt der Hansenberg bis auf 560 m ü. NN auf; der Im Norden liegende Sticklenberg hat eine Höhe von 507 m. Weitere Berge in Umkreis von Messinghausen sind der Essenberg (545  m) in Südosten und der Eisenberg (561 m) im Osten.

Benachbarte Orte sind, im Uhrzeigersinn, die Briloner Ortsteile Bontkirchen in Süden, Hoppecke im Südwesten, Rösenbeck im Norden. Zu Marsberg gehören die Orte Beringhausen, Padberg und Helminghausen. Im Südosten liegen die Gemeinde Diemelsee und die namesgebende Diemeltalsperre.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Messinghausen 1101 in der Gründungsurkunde des Klosters Boke an der Lippe. Darin stattete Graf Erpho von Padberg das Kloster mit Besitz in Messinghausen aus. Nach der Verlegung des Klosters ins waldeckische Flechtdorf wurde diese Angabe 1120 durch Kurköln bestätigt.

1311 wurde das Dorf von Ambrosius von der Norderenbeke an das Kloster Bredelar verkauft. Die Klosterherrschaft dauerte bis zur Aufhebung des Klosters im Jahr 1804. Schon im Jahre 1802 war das Herzogstum Westfalen und damit Messinghausen im Zuge der Säkularisation des Kurfürstentums Köln an die Landgrafenschaft Hessen-Darmstadt gelangt. Nach den Befreiungskriegen wurde Westfalen eine preußische Provinz.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurde die Gemeinde Messinghausen zum 1. Januar 1975 zu einen Stadtteil von Brilon.

Wappen

Blasonierung

In Silber über blauem gewellten Schildfuß schwarzer Hammer und Schlägel ins Andreaskreuz gestellt.[2]

Beschreibung

Der blaue Schildfuß weist auf die Hoppecke hin, in deren Tal Messinghausen liegt. Hammer und Schlägel symbolisieren die Eisengruben und Steinbrüche, in denen die Bewohner früher ihren Broterwerb hatten. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Messinghausen wurde am 16. März 1954 genehmigt.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Kirche St. Vitus

Die in den Jahren 1967/68 gebaute Kirche hat die ehemalige Dorfkirche ersetzt, von der heute nur noch der Kirchturm erhalten ist. Der Innenraum der neuen Kirche wurde durch den Bildhauer Theodor Sprenger gestaltet.

Konstatinkreuz

Anlässlich der 1600-Jahr-Feier zur Beendigung der Christenverfolgungen durch Kaiser Konstantin wurde auf dem Sticklenberg ein 7 m hohes Kreuz errichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Schützenfest

Die örtliche Schützenbruderschaft St. Vitus 1835 gestaltet alljährlich ihr Schützenfest an dem Wochenende, das dem St. Vitus Tag (15. Juni) am nächsten liegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Einige Arbeitsplätze bieten die Kalkindustrie, kleinere Gewerbebetriebe und wenige Landwirte an. Der Tourismus, der 1980 mit 27.412 Übernachtungen einen Höhepunkt erreichte, hat heute kaum noch Bedeutung. Die Erwerbstätigen pendeln überwiegend zum Accumulatorenwerk nach Hoppecke oder nach Brilon.

Verkehr

Messinghausen liegt an der L870, die von Brilon über Hoppecke nach Bredelar führt, wo sie in die Bundesstraße 7 einmündet. Über selbige erreicht man die Bundesautobahn 44 bei Westheim.

Im öffentlichen Nahverkehr verbindet die Buslinie 391 Messinghausen mit Brilon und Marsberg. Die Linie verkehrt im Stundentakt, zu Stoßzeiten im 30-Minuten-Takt.

Messinghausen liegt zwar an der Oberen Ruhrtalbahn, doch wird der Bahnhof heute nur noch von zwei Zugpaaren montags bis freitags im Personenverkehr bedient. Der nächster Bahnhof liegt in Bredelar. Dieser wird mit Regionalexpresszügen in Stundentakt Richtung Hagen und Warburg bedient.


Einzelnachweise

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Brilon
  2. a b Eduard Belke, Alfred Bruns und Helmut Müller, Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen - Kurkölnisches Sauerland, Arnsberg 1986, Seite 167

Quellen