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Pfaueninsel

Die Pfaueninsel ist ein Landschaftspark im Berliner Bereich der Havel. Sie gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPGS) und steht seit 1990 zusammen mit den Schlössern und Parks von Potsdam-Sanssouci und Berlin-Glienicke als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO. Die SPGS gibt ihre Größe mit 67 Hektar an (andere Quellen nennen andere Zahlen). Die Pfaueninsel ist eng verbunden mit wichtigen Ereignissen und Personen der brandenburgisch-preußischen Geschichte.

Die Insel ist Teil des wald- und wasserreichen Ortsteils Zehlendorf im Südwesten Berlins. Die Entfernung zur Stadtmitte Berlins beträgt ca. 22 Kilometer (Luftlinie), die Entfernung zur Stadtmitte Potsdams rund fünf Kilometer. Seit 1924 ist die Pfaueninsel als Naturschutzgebiet ausgewiesen, obwohl es sich nicht um ein natürliches Schutzgebiet im üblichen Wortsinn handelt, sondern um eine komplexe, historisch vielschichtige Kulturlandschaft. Daher müssen die zum Teil unterschiedlichen Belange von Naturschutz und Denkmalpflege sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Inhaltsverzeichnis

Bis 1689

Im Mai 1843 kamen bei Erdarbeiten auf der Pfaueninsel Fundstücke aus Bronze (Armringe und Haarspiralen) zutage, die der Eisenzeit zugerechnet werden. Im Nordosten der Insel fanden sich Spuren einer wendischen Siedlung.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ließ der Große Kurfürst auf der Insel, wie auch anderswo in Brandenburg, einen „Canienengarten“, also eine Kaninchenzucht anlegen, und dafür etwa an der Stelle des heutigen Schlosses ein Hegerhaus bauen. 800 Kaninchen erbrachten 200 Taler pro Jahr für die kurfürstliche Kasse. Aus dieser Zeit stammt der Name „Kaninchenwerder“, eine eher inoffizielle Bezeichnung neben den Begriffen „Pauwerder“, “Pfau-Werder“ oder „Zu den Pfauen“, die in alten Dokumenten verwendet wurden, obwohl von Pfauen auf der Insel damals nichts bekannt war – die kamen erst sehr viel später. Seit 1795 wird durchgehend der Name „Pfaueninsel“ verwendet.

1685 wurde die Insel dem Alchimisten und Glasmacher Johannes Kunckel „erb- und eigentümlich“ als Geschenk übereignet. Kunckel hatte zuvor schon im Auftrag des Kurfürsten die wenig leistungsfähige Glasherstellung in Brandenburg konkurrenzfähig gemacht. Nun sollte diese Arbeit auf der Pfaueninsel intensiv fortgesetzt werden. Vor allem ging es darum, die nach dem Dreißigjährigen Krieg noch immer schwer geschädigte Wirtschaft des Landes voranzubringen. Es ging aber auch um die wissenschaftlich-technischen Interessen des Landesherrn, um sein barockes Vergnügen an Experimenten mit Feuer und Glas und den verschiedensten Elixieren. Während gewöhnlichen Außenstehenden das Betreten der Insel bei Strafe verboten war, ließ sich der Kurfürst häufig aus der nahe gelegenen Residenz Potsdam herüberrudern, um die Fortschritte seines Glasmachers zu begutachten und um selbst stundenlang zu experimentieren. Dunkle Rauchschwaden und stechende Gerüche zogen von der Insel hinüber zum Festland und veranlassten die Einwohner dort zu allerlei Vermutungen über Goldmacherei und schwarze Magie.

1689 brannten die Glashütte und das Laboratorium im Nordosten der Insel bis auf die Grundmauern nieder, Kunckel war wirtschaftlich ruiniert. Ohnehin hatte ihm der Sohn und Nachfolger des Großen Kurfürsten, Friedrich III. (der spätere König Friedrich I.), seit 1688 jede Unterstützung entzogen, ihn sogar zur Rückzahlung von 8000 Talern verurteilen lassen, weil er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt habe. Als er befragt wurde, welchen Nutzen denn seine kostspieligen Versuche gehabt hätten, gab Kunckel zur Antwort: “Der hochselige Herr Kurfürst war ein Liebhaber von seltenen und kuriosen Dingen und freute sich, wenn etwas zustande gebracht wurde, was schön und zierlich war. Was dieses genützt hat, diese Frage kann ich nicht beantworten.“ 1692 folgte Kunckel einer Einladung nach Schweden und fand dort für seine Kenntnisse und Fertigkeiten hohe Anerkennung.

1689 bis 1840

Friedrich Wilhelm II.

Das Projekt

Die Insel lag danach für etwa 100 Jahre ungenutzt. Ihr eigentlicher Aufstieg begann unter König Friedrich Wilhelm II., dem Neffen und Nachfolger Friedrichs des Großen. Schon als Kronprinz hatte er sich zusammen mit der 13-jährigen Wilhelmine Encke, der Tochter eines Hoftrompeters und Gastwirtes, zu romantisch-erotischen Aufenthalten auf die verwilderte Insel übersetzen lassen. Im Alter von 15 Jahren wurde Wilhelmine Mutter, die beiden hatten danach noch vier gemeinsame Kinder. Das Verhältnis überdauerte mehrere andere Liebschaften des Kronprinzen und späteren Königs (volkstümlicher Beiname: Der dicke Lüderjahn), auch zwei Ehen, die er aus Gründen der Staatsräson schloss, und hielt an bis zu seinem Tod 1797. Für die Entwicklung der Pfaueninsel hatte die langjährige Mätresse – seit 1796 Wilhelmine Gräfin von Lichtenau – erhebliche Bedeutung.

1793 dachte der König darüber nach, die Parklandschaft des Neuen Gartens, die er am Ufer des Heiligen Sees in Potsdam hatte anlegen lassen, zu erweitern. Daraus entwickelte sich die Idee, dies nicht auf direkt angrenzendem Gelände zu tun, sondern auf der Pfaueninsel, die er von Potsdam aus immer vor Augen und seit über 30 Jahren in bester Erinnerung hatte. Durch eine Kabinettsorder vom 12. November 1793 übermittelte der König seinen Wunsch: „… Zu dem Amte Bornstedt gehört eine in der Havel liegende Insel, genannt der Caninchenwerder, welche ich der Lage halber zu einigen Anlagen selbst übernehmen will“. Mit dem damaligen Besitzer, dem Militärwaisenhaus in Potsdam war schnell eine finanzielle Regelung getroffen, schon am 24. November 1793 wurde die Insel übergeben, im Frühjahr 1794 begannen die notwendigen Arbeiten.

Landschaft und Gebäude


Unter Friedrich Wilhelm II. wurden besonders zwei Bereiche gestaltet: am Ufer der Westspitze das Schloss und seine Umgebung, im feuchten Wiesenland im Osten der Insel die Meierei und deren Umland. Das kleine weiße Schloss wurde so platziert, dass man es schon aus der Ferne, vom Potsdamer Ufer her, als architektonischen Akzent in schöner Landschaft wahrnehmen konnte. Es sollte dabei privaten Charakter haben, Ruhe- und Rückzugsraum sein für den König und seine geliebte Wilhelmine. Sie war an der Planung wesentlich beteiligt und sorgte vor allem für die Inneneinrichtung. Einem bestimmten Stil fühlte sie sich nicht verpflichtet. Von griechischen Bronzen bis zur Einrichtung eines Turmzimmers als „Oteihitisches Kabinett“, also als Bambushütte im Südseestil reichte die Skala ihrer Einfälle. Der Gesamteindruck zeugt dennoch von ausgezeichnetem Geschmack, die Qualität der einzelnen Stücke ist hervorragend. Die ursprüngliche Ausstattung ist fast vollständig im Original erhalten, weil das Schloss nach 1840 nicht mehr bewohnt wurde und von Bränden oder Kriegsschäden verschont blieb – ein seltener Glücksfall.

Inseln hatten in der Blütezeit der Landschaftsparks einen gewissen sentimentalen und symbolischen Wert – man ließ sich über ein trennendes Wasser zu einem Ort der Abgeschiedenheit übersetzen. In anderen Parkanlagen musste eine solche Situation durch künstliche Wasserläufe mühsam hergestellt werden. Hier war sie seit jeher vorhanden, versehen mit einem breiten Schilfgürtel und einem Bestand von etwa 300 Eichen, die mehrere Jahrhunderte alt waren. Größere Neupflanzungen waren also nicht erforderlich, vielmehr galt es, das Vorhandene durch landschaftsgärtnerische Eingriffe und geeignete Architektur zu interpretieren und zu steigern. Entgegen einer oft geäußerten Ansicht wurden Schloss und Meierei nicht erbaut, um als Ruinen den Blick des Betrachters ernsthaft zu täuschen. Es waren vielmehr sichtlich funktionstüchtige Gebäude, die gewissermaßen maskiert als Darsteller in einer Inszenierung mitwirkten. Darin sollte das Schloss ein „verfallenes römisches Landhaus“ vorstellen. Die Meierei stellte sich als Ruine eines gotischen Klosters dar, war aber tatsächlich das Hauptgebäude eines ländlichen Anwesens mit Milchviehhaltung, mit Pferden und Schafen. Sie enthält im Obergeschoss einen prächtig dekorierten, gut erhaltenen Festsaal im gotischen Stil.

Ein Architekt wurde nicht beschäftigt, auch waren, sehr ungewöhnlich, weder das Hofbauamt in Potsdam noch das Oberhofbauamt in Berlin beteiligt. Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel aus Potsdam leitete den Bau des Schlösschens nach den Vorstellungen seines Dienstherrn. In zeitgenössischen Berichten bleibt unerwähnt, woher der König seine Ideen nahm. Allerdings: In einem Magazin jener Zeit wurden „Englische Tableaus“ als Wandschmuck mit Uhr angeboten, auf denen ein verblüffend ähnliches Gebäude zu sehen ist; und in der königlichen Bibliothek fand sich eine Ansicht der Insel Capri mit vergleichbarem Motiv.

Für die Besucher der Insel wurden zwei Landestellen angelegt; eine war der königlichen Familie vorbehalten, die andere diente sonstigen Besuchern und dem Lastverkehr. Annähernd gleichzeitig mit Schloss und Meierei entstanden ein Küchenhaus, eine „Eiskute“ für Eis und verderbliche Lebensmittel in Form einer kleinen Pyramide, das Haus des Schlosskastellans, mehrere Brunnen, eine Kegelbahn und eine als Heuschober verkleidete Unterkunft für die Pfauen, die in Gut Sacrow angekauft und nun endlich auf der Insel angesiedelt wurden. Aus Beelitz wurde der sogenannte „Jagdschirm“ herbeigeschafft, wegen des mit Baumrinde bedeckten Äußeren auch „Borkenhäuschen“ genannt – noch immer war der größte Teil der Insel wild bewachsenes Jagdrevier. 1797 war alles fertig, da starb der seit langem kränkliche König. Die Gräfin wurde wegen unrechtmäßiger Bereicherung angeklagt, zwar freigesprochen, aber dennoch für lange Zeit verbannt.

Friedrich Wilhelm III.

Allgemeine Entwicklung

Mit seiner Frau, der schon bei Zeitgenossen beliebten und später anhaltend verehrten Königin Luise, nutzte der neue König die Pfaueninsel zuweilen als Sommeraufenthalt. Allerdings mochte Luise die Insel nicht besonders. Sie sprach von „der engen Pfauen-Behausung, wo kein Schloss und kein Riegel vor Einbruch bewahrt, wo bekanntlich die Mauern von Papier sind …“ und zog das nahe Schloss Paretz vor. 1810 starb sie an den Folgen einer Typhuserkrankung. Friedrich Wilhelm III., nach Kriegswirren und Vertreibung während der Napoleonischen Kriege letztlich siegreich zurückgekehrt, wandte sich nun bald verstärkt der Pfaueninsel zu, die er als Inbegriff der friedlichen Vorkriegszeit schätzte.

Seit 1804 war Ferdinand Fintelmann dort Hofgärtner. Nach der Besetzung Preußens durch die Truppen Napoleons 1806 wurden ringsum die Nahrungsmittel knapp, auch kannte Fintelmann die Vorliebe des Königs für Gutswirtschaft – so legte er auf einigen bisher bewaldeten Partien der Insel nach landschaftsgärtnerischen Gesichtspunkten verschiedene Ackerflächen an, schonte jedoch die alten Eichen und ließ sie auch auf den Äckern stehen. Es entstand ein Musterbeispiel der sogenannten „ferme ornée“ (einer geschmückten, also gärtnerisch gestalteten Landwirtschaft). In Berlin bremste der nüchterne, sprachlich wenig ausdrucksfähige König mit knappen Worten die Phantasie seiner Architekten – etwa die von Karl Friedrich Schinkel geplante Neue Wache in Form eines romanischen Burgtores und einen gotischen Dom am Wasser – („Sehr, sehr schön. Mir aber lieber griechischer Stil“) und beförderte so die klassizistische Prägung der alten Stadtmitte. Auf der Pfaueninsel dagegen ließ er eine bunte Ansammlung unterschiedlichster Bauten und Attraktionen entstehen.

In den Jahren 1824/1825 erweiterte Schinkel das seit 1804 vorhandene „Kavaliershaus“. Der König hatte in Danzig ein spätgotisches, vom Abriss bedrohtes Patrizierhaus kaufen lassen, in nummerierten Einzelteilen wurde es über Ostsee und Oder zur Pfaueninsel transportiert. Das Gebäude hatte angeblich seit 1360 in Nürnberg gestanden und war 1480 in Danzig neu aufgestellt worden. Nun verband Schinkel es mit dem alten Kavaliershaus, das die gelegentlichen Gäste nicht mehr aufnehmen konnte. 1829/1830 entstand ebenfalls nach Entwürfen Schinkels das „Schweizerhaus“ und seit 1829 steht in Sichtweite der Meierei zur Erinnerung an Königin Luise ein Portikus aus Sandstein, auch er sehr wahrscheinlich von Schinkel entworfen. Es handelt sich dabei um die ursprüngliche Säulenfront ihres Mausoleums von 1810 aus dem Charlottenburger Schlosspark, die dort nachträglich aus dem härteren Material Granit neu ausgeführt worden war.

Die Menagerie

Schon zur Zeit der Sommeraufenthalte mit Königin Luise waren einige fremdartige Tiere auf die Insel gebracht worden. Allmählich entwickelte Friedrich Wilhelm III. geradezu eine Leidenschaft für möglichst exotische Tiere. In Paris hatte er 1815 den „Jardin des Plantes“ kennen gelernt – trotz des Namens mehr zoologischer als botanischer Garten – und wünschte sich eine ähnliche Menagerie. 1821 begann eine grundlegende Umgestaltung der Pfaueninsel durch den Gartenbaumeister und späteren preußischen General-Gartendirektor Peter Joseph Lenné. Sein Konzept sah im Westen eine Partie mit Schloss, Rosengarten und Palmenhaus vor, mit Schwerpunkt also auf Gartenanlagen und Pflanzen, und im Osten einen vorwiegend ländlichen Bereich mit der Meierei, wobei die Ausdehnung der Ackerflächen zugunsten von Wiesen deutlich reduziert wurde. Weil die neue Gartenlandschaft eine geregelte Wasserversorgung brauchte, pumpte seit 1822 eine Dampfmaschine im Maschinenhaus am Südufer das Havelwasser auf den höchsten Punkt der Insel, von wo es durch Leitungen aus Tonrohren über die Insel verteilt wurde.

Die Menageriegebäude konzentrierte Lenné im mittleren Teil der Insel. Seit die Vorliebe des Königs bekannt geworden war, trafen immer neue lebende Geschenke ein, darunter 1836 als Präsent des Königs von Schweden eine Gruppe von Rentieren, die unter der Obhut zweier Lappländer nach Brandenburg gereist waren. In einer Bestandsaufnahme der Menagerie von 1842 werden die Tiere schon nicht mehr erwähnt. Die Fasanerie des Neuen Gartens wurde hinüber auf die Pfaueninsel verlegt, Käfige und Gebäude für Lamas, Affen, Löwen und Kängurus entstanden, ebenso Volieren für viele verschiedene Vogelarten, eine Büffel- und eine Biberbucht, ein Hirschgehege und – nachdem die auf der Insel gehaltenen Braunbären sich mehrmals losgerissen hatten – eine Bärengrube. 1832 wurde eine eigene Menagerieverwaltung eingerichtet, zu diesem Zeitpunkt zählte man bereits 847 Tiere.

Thronfolger Friedrich Wilhelm IV. teilte das besondere Interesse seines Vaters nicht. Der größere Teil des Tierbestandes und mehrere der Gebäude und Einrichtungen wurden 1842 der neu gegründeten Zoologischen Gesellschaft Berlin übereignet und diente als Grundstock für den Zoologischen Garten Berlin, der 1844 als erster Zoo Deutschlands seine Tore öffnete. Heute findet man im Zentrum der Pfaueninsel noch eine Voliere und einen Wasservogelteich.

Die russische Verwandtschaft

Der Kriegsverlauf während der Auseinandersetzungen mit Napoleon ließ aus Sicht Preußens eine enge Verbindung mit Russland ratsam erscheinen. Das Ziel war 1817 erreicht, als die Tochter Friedrich Wilhelms III. den Großfürsten Nikolaus heiratete. 1826 wurde der Schwiegersohn als Nikolaus I. sogar Zar von Russland. Ihm zu Ehren wurden auf der Anhöhe gegenüber der Pfaueninsel 1819 das Blockhaus Nikolskoe und 1834–1837 die russische Kirche (heute die evangelische Kirche St. Peter und Paul) errichtet. Ganz so russisch, wie vom König ausdrücklich gewünscht, fiel das Kirchengebäude nicht aus. Die Architekten Friedrich August Stüler und Albert Dietrich Schadow orientierten sich vielmehr an den preußischen Backsteinkirchen, die Schinkel 1832 entworfen hatte. Die Zwiebelkuppel, der eigentliche russische Akzent, kam auf Anregung Schinkels hinzu. Bei Besuchen der Zarenfamilie in Preußen unternahmen die verschwägerten Familien gemeinsame Segelpartien auf der kleinen königlichen Fregatte, die auf der Pfaueninsel stationiert war. Kindlichen Vergnügungen auf der Pfaueninsel diente eine große Rutschbahn, nach dem Vorbild einer Anlage in Sankt Petersburg.

Das Palmenhaus

Eine botanische Entsprechung zur exotischen Vielfalt der Menagerie war das Palmenhaus, das zwischen 1829 und 1831 gebaut wurde. Damals stand in Paris eine europaweit berühmte Privatsammlung von Palmen zum Verkauf, der Direktor des Berliner Botanischen Gartens machte den König darauf aufmerksam – sicher im eigenen Interesse. der ließ die Kollektion ankaufen, bestimmte zum Standort aber die Pfaueninsel. Schinkel entwarf dafür einen streng geformten, beheizbaren Glaspalast aus 126 einheitlichen Fenstereinheiten mit schmalen Holzstreben, ein Bauwerk, das Elemente der späteren Moderne vorwegnahm. Die Frontlänge betrug 34,5 Meter, Breite und Höhe je 14 Meter.

In deutlichem Kontrast zur zurückhaltenden Fassade stand die Innenausstattung. Zunächst wurde eine kleine Marmorpagode integriert, ein englisches Beutestück aus Bengalen, angereichert mit Springbrunnen und Goldfischbassin. Entsprechend orientierte sich die gesamte Innenarchitektur an indischen Bauformen und Ornamenten. Zu den ausgestellten Pflanzen gehörten Dattelpalmen und japanische Fächerpalmen, Lianen, Sagopalmen, Elefantenfuß, Ananas- und Bananenstauden, Drachenblutbäume, Litchibäume, Gewürz- und Kaffeepflanzen und viele andere. Im Zentrum des Hauses stand eine ausladende Fächerpalme, die schnell wuchs und bald das Glasdach erreichte. Um Platz für den Baum zu schaffen, erhielt das Gebäude zunächst einen Dachaufsatz mit Kuppel im indischen Stil, später musste man zusätzlich den Boden unter dem Pflanzenkübel tiefer legen. In der unmittelbaren Umgebung des Palmenhauses wurden weitere ungewohnte Gewächse angepflanzt. Gustav Adolph Fintelmann beschrieb die Situation: „… in der viele der schönsten Pflanzen auffallenden Wuchses der entferntesten Welttheile vereint sind. Noch gesondert davon gedeiht, wenn vom Wetter begünstigt, Reis, Zuckerrohr und die alte Papyrusstaude …“

Das Palmenhaus war ein beliebter Anziehungspunkt, besonders nach Auflösung der Menagerie. Schon seit 1821 gab es die Möglichkeit, an drei Tagen der Woche – Dienstag, Mittwoch und Donnerstag – die Insel zu besuchen, allerdings nur dann, wenn der König sich nicht dort aufhielt. In einer öffentlichen Erklärung vom 4. Mai 1821 wurde mitgeteilt, dass es nicht erlaubt sei, mitgebrachte Speisen und Getränke zu verzehren und dass es dergleichen dort auch nicht zu kaufen gäbe. Der Aufruf wendete sich an bessergestelltes Publikum – öffentliche Verkehrsmittel gab es noch nicht, so war es einfachen Leuten aus Berlin kaum möglich, die Insel zu erreichen.

In der Nacht vom 18. zum 19. Mai 1880 geriet das Palmenhaus aus ungeklärter Ursache in Brand. Obwohl Feuerwehren relativ rasch zur Stelle waren, brannte die fragile Holzkonstruktion bis auf die Grundmauern ab. Auch alle Pflanzen waren verloren. Eine Wiederherstellung wurde diskutiert, anfangs auch Geld dafür bereitgestellt, das schließlich jedoch andere Verwendung fand. 1882 wurden die Reste des Gebäudes vollständig eingeebnet. Heute erinnern steinerne Markierungen und Beete mit historischen Blattpflanzen an das Gebäude.

Zier- und Nutzgarten

Schon 1821, mit Beginn der grundlegenden Umgestaltung der Pfaueninsel durch Lenné, war eine umfangreiche private Rosensammlung für 5000 Taler angekauft worden. Zwischen Schloss und Kastellanhaus wurde ein Rosengarten angelegt, die erste Einrichtung dieser Art in Preußen. Nach einigen Jahren intensiver Pflege enthielt er 2000 Stöcke und 140 verschiedene Sorten. Die seither weitgehend zerstörte Anlage wurde 1989 wiederhergestellt.

Ferdinand Fintelmann und danach sein Neffe Gustav Adolph unternahmen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Insel verschiedene Versuche mit Nutz- und Zierpflanzen. In Veröffentlichungen des „Vereins zur Beförderung des Gartenbaus in den königlich preußischen Staaten“ berichteten sie mehrfach von ihren Erfahrungen, auf den Versammlungen des Vereins zeigten sie ihre botanischen Spezialitäten. Ferdinand kultivierte zwei damals noch seltene Pflanzen: Hortensien, die mit Hilfe der Schilf-Erde einen blauen Farbton annahmen und Dahlien, die seinerzeit noch Georginen hießen. Der Neffe schrieb 1838 rückblickend: „Der Garten wurde immer reicher, ja berühmt durch die Kultur der Georginen oder Dahlien, die von hier selbst bis Amerika, von wo sie eingeführt, versendet wurden, und waren ihrer Zeit die schönsten, welche man kannte.“ Der Züchter selbst empfahl die Pflanze auch als Futtermittel und vermutete: „Vielleicht wird diese Pflanze von Landwirthen künftig als nutzbares Futterkraut aufgenommen, wenn auch die Wurzelknollen nicht so vortheilhaft als Kartoffeln … seyn sollten.“

Gustav Adolph Fintelmann wiederum widmete sich speziell dem Rhabarber. In einem Aufsatz stellte er fünf verschiedene Arten davon als mehr oder weniger gebräuchliche Zierpflanzen vor, veröffentlichte aber auch einen Text über „Die Kultur des Rhabarbers und seine Anwendung statt frischen Obstes in der Wirtschaft“, damals offenbar ein neuer Gedanke; denn er versichert darin gleich zu Anfang „… daß niemand irgend etwas von dem Rhabarber als Zuspeise oder Kuchenfüllung zu fürchten habe …“

Die ROYAL LOUISE und der Fregattenschuppen

Der Nachbau der Fregatte ROYAL LOUISE vor der Pfaueninsel beim Ansegeln am 27. April 2008

1833 errichtete Albert Dietrich Schadow am Ostufer der Pfaueninsel den sogenannten „Fregattenschuppen“, ein Bootshaus für das Segelschiff ROYAL LOUISE. Diese auf 14 Meter Deckslänge verkleinerte Kopie einer hochseetüchtigen Fregatte hatte seinen Namen in Gedenken an die bereits 1810 verstorbene Königin Luise erhalten. Die Lustyacht war 1831 nach dem gemeinsamen Sieg über Napoleon als Geschenk des englischen Königs William IV. an den preußischen König Friedrich Wilhelm III. in den Royal Dockyards in Woolwich gebaut und 1832 zur Pfaueninsel überführt worden. 1841 wurde das Schiff zur Matrosenstation Kongsnæs am Jungfernsee bei Potsdam nahe der Glienicker Brücke verlegt, behielt aber im Fregattenschuppen sein Winterquartier und war auch während des Ersten Weltkriegs dort eingelagert. Der abdankende deutsche Kaiser Wilhelm II. überließ das geerbte Schiff dem Verein Seglerhaus am Wannsee zur Nutzung durch die Jugendabteilung. 1926 übernimmt die Fischerei-Lehranstalt Sacrow den mittlerweile ausgeschlachteten Schiffsrumpf. 1935 restauriert die Reichsmarine das Schiff und stellte es als Denkmal in Kiel auf. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden es auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats auf Grund seines schlechten Zustandes vernichtet. Zwischen 1997 und 1999 entstand in Berlin-Köpenick im Rahmen einer „beschäftigungswirksamen Maßnahme“ ein Nachbau, der seit 2004 unter Verantwortung eines neu gegründeten Vereins wieder auf den Gewässern der Unterhavel von der Scharfen Lanke in Spandau bis zum Lehnitzsee bei Fahrland kreuzt. Seitdem wird der Fregattenschuppen wieder seinem ursprünglichen Verwendungszweck als Winterlager der (neuen) ROYAL LOUISE gerecht.[1]

Nach 1840

Friedrich Wilhelm IV.

Die kontinuierliche Nutzung der Pfaueninsel durch preußische Herrscher war beendet, als Friedrich Wilhelm III. 1840 starb. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm IV., ließ sich gelegentlich für einige Stunden im Sommer auf die Insel rudern, bewohnte das Schloss aber nicht. Allerdings verbanden ihn und seine Familie einige besondere Momente mit der Pfaueninsel. 1848 suchte sein Bruder Wilhelm, der „Prinz von Preußen“, für zwei Tage dort Zuflucht. In Berlin gab es revolutionäre Unruhen, dem Prinzen, der sich für eine militärische Lösung des Konfliktes eingesetzt hatte, wurde irrtümlich auch ein direkter Feuerbefehl gegen die Aufständischen zugeschrieben („Kartätschenprinz“), er flüchtete über Spandau in Zivilkleidung zur Pfaueninsel. Dort kam er um zwei Uhr in der Nacht zum 21. März 1848 an, nahm Unterkunft aber nicht im Schlösschen, sondern versteckte sich für zwei Tage und zwei Nächte im Haus des Hofgärtners Fintelmann. Inzwischen verlangten die aufgebrachten Bürger in Berlin seine dauerhafte Entfernung vom Hofe. Der König gab scheinbar nach, Prinz Wilhelm reiste heimlich von der Insel ab und unter dem Pseudonym „Lehmann“ weiter nach London. Anfang Juni desselben Jahres war er wieder zurück in Berlin. 1861 wurde er als Wilhelm I. König von Preußen, 1872 Kaiser des Deutschen Reiches. Kein Bericht erwähnt auch nur einen einzigen Besuch von ihm auf der Pfaueninsel nach dem unfreiwilligen Aufenthalt von 1848.

Ein weiteres bemerkenswertes Datum war der 13. Juli 1852. Der russische Verwandte, Zar Nikolaus I. war zu Besuch, und der König wollte ihm zu Ehren eine Sondervorstellung der berühmten Schauspielerin Rachel auf der Pfaueninsel arrangieren. Die Diva, gerade zu Gastspielen in Berlin, empfand einen Auftritt im Freien, ohne jede Bühne als unzumutbar („Bin ich eine Seiltänzerin? Ich werde nicht spielen!“), ließ sich aber schließlich mit Mühe überreden. Das Hauptargument: sie könne womöglich den erzkonservativen Zaren so für sich einnehmen, dass ihr in Zukunft auch Russland wieder offen stünde – dort war sie unerwünscht, seit sie 1848 auf offener Bühne die Marseillaise gesungen hatte, die Hymne der Französischen Revolution. Der Auftritt mit Texten des französischen Dramatikers Jean Racine war ein überwältigender Erfolg, König und Hofgesellschaft beglückwünschten sie, der Zar lud sie, wie erhofft, nach St. Petersburg ein. Eine Marmorstatuette der Tragödin, von einem Schüler des Bildhauers Christian Daniel Rauch geschaffen, erinnert am Schauplatz des Geschehens an das Ereignis.

Bis 1945

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Mittel für die Instandhaltung mehrfach gekürzt, besonders die pflegeintensiven Bereiche litten unter den Einsparungen. Der Rosengarten konnte 1870 noch einmal erneuert werden, aber bald richteten undisziplinierte Ausflügler hier und in den übrigen Anlagen erneut schwere Schäden an. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Insel für einige Jahre das Zielgebiet rein kommerzieller Interessen. Die Verwertungspläne reichten von der Anlage einer Villenkolonie über den Betrieb einer Privatschule mit Internat bis zum Luxussanatorium für Senioren. Erst 1924 wurden derartige Pläne gegenstandslos und der Niedergang der Insel beendet. Auf der Grundlage einer 1922 verfassten Studie über die schützenswerte Flora und Fauna der Pfaueninsel erhielt die Insel am 28. Februar 1924 den Status eines Naturschutzgebietes.

Aus Anlass der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin bestimmten die Nationalsozialisten die Pfaueninsel zum Schauplatz für ein aufwändiges festliches Spektakel. Am 15. August wurde mit einer „Italienischen Nacht“ der Abschluss der Spiele gefeiert. Pioniere hatten eine Schiffsbrücke zur Insel gelegt, junge Mädchen in Renaissancekostümen dienten als Pagen, das Opernballett tanzte bei Fackelschein, überall in den Bäumen Girlanden von Lampions, zum Abschluss ein Feuerwerk – nach dem Willen des Gastgebers Goebbels das größte, das die Welt je gesehen hatte. Auf der Gästeliste standen ein König und ein Herzog, mehrere Kronprinzen, Lords und Ladys, das Internationale Olympische Komitee und die deutsche Reichsregierung, eine Reihe von Botschaftern, die Söhne Mussolinis – insgesamt 1000 Prominente. Manche Gäste waren peinlich berührt wegen des zur Schau gestellten Aufwands. Das ausufernde, lärmende Feuerwerk weckte ungute Assoziationen. Der französische Botschafter André François-Poncet notierte: “Die prasselnden Raketen machten den Eindruck eines gewaltigen Artilleriefeuers“, der amerikanische Botschafter Dodd merkte an, dass sich „viele Leute über diese Form von Kriegspropaganda beschwerten“. Die faschistischen Veranstalter aber waren zufrieden mit dem Fest und mit den Spielen insgesamt, sie verdankten ihnen einen beachtlichen Propagandaerfolg.

Mit einer kurzen Episode war die Pfaueninsel dann auch in den Untergang des nationalsozialistischen Regimes verwickelt. Berlin war schon weitgehend von der russischen Roten Armee erobert, die endgültige Kapitulation stand dicht bevor. In dieser absolut aussichtslosen Lage wurden am 29. April 1945 aus dem so genannten Führerbunker nacheinander zwei kleine Soldatentrupps in Marsch gesetzt. Sie sollten sich zur Pfaueninsel durchschlagen, um Botschaften des „Führers“ an zwei Flugzeuge zu übergeben, die dorthin beordert worden waren, um die Dokumente aus der Stadt zu schaffen. Bei den Papieren handelte es sich um das Testament Adolf Hitlers, der einen Tag später Selbstmord beging, sowie um einen dringenden Hilferuf an General Wenck, den Kommandeur einer Armee, die zu diesem Zeitpunkt aber schon auf dem Weg nach Westen war, um sich den Amerikanern zu ergeben. Die Boten aus dem Bunker erreichten zwar die Pfaueninsel, dennoch scheiterte das Unternehmen in der Konfusion der letzten Kriegstage. Bei Nacht und unter russischem Beschuss musste die erste Maschine überhastet wieder starten, eine andere kam zu spät - die Überbringer der Nachrichten hatten die Insel schon wieder verlassen. Den Ausgang des Krieges und das Ende des Dritten Reiches hätte die Aktion ohnehin nicht beeinflussen können.

Nach 1945

Am Erscheinungsbild der Pfaueninsel insgesamt hat sich seit Jahrzehnten nichts tiefgreifend geändert. Es sind jedoch ständige gärtnerische und bauliche Anstrengungen nötig, um die historischen Strukturen zu erhalten oder, in Einzelfällen, wieder herzustellen. Dabei orientiert man sich an der Zeit um 1835, der Blütezeit der Insel. Gegenwärtig kann man auch den traditionell freilaufenden Pfauen wieder begegnen. Ihre Zahl wird in verschiedenen Quellen mit 35 bis 100 angegeben.

Wie schon seit 1821 ist die Insel auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel. Sie ist über einen schmalen Wasserarm hinweg nur mit der Fähre zu erreichen, die im Normalfall im Abstand von 15 Minuten verkehrt, bei größerem Andrang auch öfter. Autos und Fahrräder dürfen nur von den wenigen ständigen Bewohnern der Insel mitgeführt werden, für die Fahrzeuge der Besucher gibt es an der Anlegestelle auf dem Festland einen Parkplatz. Aktuelle Daten über Verkehrsanbindung, Betriebszeiten der Fähre, Fahr- und Eintrittspreise finden sich hier.

Zum Schutz der Insel und ihrer Anlagen gilt heute eine strenge Parkordnung. In einer längeren Aufzählung wird unter anderem verboten: Hunde oder Skateboards mitzubringen, die Wege zu verlassen (Ausnahme: eine gekennzeichnete Liegewiese), zu rauchen, zu angeln oder zu baden, Ski zu fahren, zu musizieren, Feuer zu machen, Handel zu treiben oder Demonstrationen durchzuführen. Bei Zuwiderhandlungen droht Inselverweis.

Literarische Erinnerungen

„Eine Fahrt nach der Pfaueninsel galt den Berlinern als das schönste Familienfest des Jahres, und die Jugend fühlte sich überaus glücklich, die munteren Sprünge der Affen, die drollige Plumpheit der Bären, das seltsame Hüpfen der Kängurus hier zu sehen. Die tropischen Gewächse wurden mit manchem Ach des Entzückens bewundert. Man träumte in Indien zu sein und sah mit einer Mischung aus Lust und Grauen die südliche Tierwelt, Alligatoren und Schlangen, ja das wunderbare Chamäleon, das opalisierend oft alle Farben der blühenden Umgebung widerzuspiegeln schien“

August Kopisch in seiner „Geschichte der königlichen Schlösser und Gärten zu Potsdam“ (erschienen 1854)

„Pfaueninsel! Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: ein Schloß, Palmen und Kängurus; Papageien kreischen; Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Volieren, Springbrunnen, überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hinführen und nirgends; ein rätselvolles Eiland, eine Oase, ein Blumenteppich inmitten der Mark.“

Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg(entstanden zwischen 1859 und 1888)

Sonstiges

Auf der Pfaueninsel entstanden Außenaufnahmen für die Edgar-Wallace-Filme Die Tür mit den sieben Schlössern (1961), Neues vom Hexer (1965), Der Mönch mit der Peitsche (1967), Der Hund von Blackwood Castle (1967/1968), Im Banne des Unheimlichen (1968) und Der Gorilla von Soho (1968).

Galerie

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. http://www.royal-louise.de

Koordinaten: 52° 26′ 9" N, 13° 7′ 40" O