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Thalfang

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Thalfang am Erbeskopf
Höhe: 460 m ü. NN
Fläche: 19,44 km²
Einwohner: 1765 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54424
Vorwahl: 06504
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 123
Adresse der Verbandsverwaltung: Saarstraße 7
54424 Thalfang
Webpräsenz:
www.vg-thalfang.de
Ortsbürgermeister: Franz-Josef Gasper

Der Luftkurort Thalfang am Erbeskopf im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde und Sitz der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Thalfang liegt im westlichen Hunsrück, direkt am Erbeskopf. Die Hunsrückhöhenstrasse tangiert den Ort.

Gemeindegliederung

Zu Thalfang gehört der Ortsteil Bäsch.

Geschichte

Thalfang wurde erstmals im Jahr 632 urkundlich erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert gehörte Thalfang zur Mark Dhronecken. Erst unter der französischen Herrschaft wurde 1800 die Mark Dhronecken aufgelöst, die Mairien Talling und Thalfang entstanden. Zur Mairie Thalfang gehörten auch die Orte Bäsch, Burtscheid, Deuselbach, Dhronecken, Etgert, Hilscheid, Immert, Malborn, Rorodt und das um 1900 aufgegebene Röderbach. Jedoch wurden bereits 19 Jahre später von preußischer Seite die Mairien Talling und Thalfang als „Amt Thalfang“ vereinigt. Seit 1947 gehört Thalfang zum Land Rheinland-Pfalz. 1970 wurde die Ortsgemeinde Bäsch nach Thalfang eingegliedert. In den Jahren 1969 bis 1972 kamen durch die Gebietsreform noch die Ortsgemeinden Gräfendhron, Horath, Merschbach, Büdlich, Breit und Heidenburg zur „Verbandsgemeinde Thalfang“ hinzu.

An sonstigen geschichtlichen Ereignissen ist zu bemerken, dass Erich Honecker in den 1920er Jahren als Dachdecker beim Bau des damaligen Rathauses mitgearbeitet hat.

Politik

Gemeinderat

Bei den Gemeinderatswahlen am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Wahlergebnis:

  1. CDU 39,3% (-4,0) - 6 Sitze (-1)
  2. SPD 31,1% (-2,9) - 5 Sitze (=)
  3. WGR 16,9% (+4,8) - 3 Sitze (+1)
  4. FDP 12,7% (+2,0) - 2 Sitze (=)

Wappen

Wappenerklärung: Das rote Balkenkreuz auf silbernem Grund verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Trier. Die beiden von den Kreuzen umgebenen Salme entstammen dem Grafen von Salm. Sie erinnern an den Grafen Ernst, den Einzigen aus dem Wild- und Rheingräflichen Geschlecht, der auf dem Friedhof in Thalfang beigesetzt ist und auf dessen Grabsteinplatte ebenfalls diese Salme abgebildet sind. Das 'Rost', der Eingang zum Kirchplatz, steht als Symbol für die ältesten Gebäude in Thalfang.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Wichtigste kulturelle Ereignisse sind die Sitzungen und der Rosenmontags-Umzug des Thalfanger Karnevals-Vereins, die jährliche "Märker Kirmes" sowie das in der Partnergemeinde Villeneuve la Guyard stattfindende "Zwiebelfest".

Wirtschaft und Infrastruktur

Thalfang ist Sitz der Hochwald Nahrungsmittel-Werke, dem größten Wirtschaftsunternehmen in der Region Trier und einer der größten Molkereibetriebe Deutschlands.

Verkehr

Thalfang liegt an der Hunsrückhöhenstraße zwischen Hermeskeil und Morbach.

Tourismus

Die idyllische Lage und die Nähe zu Touristenzielen wie der Mosel, Trier oder dem Erbeskopf, sowie die relative Nähe zu Luxemburg und Frankreich machen Thalfang zu einem beliebten Urlaubsort.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Bedeutendster Sohn Thalfangs ist der Rabbiner und Philosoph Samuel Hirsch (1815-1889).

 Commons: Thalfang – Bilder, Videos und Audiodateien