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Stephen Wolfram

Stephen Wolfram (* 29. August 1959, London) ist ein britischer Physiker und Mathematiker, der sich durch seine Forschung über zelluläre Automaten und die Konzeption der Software Mathematica einen Namen gemacht hat.

Inhaltsverzeichnis

Leben

1976 begann Wolfram sein Physikstudium am St John's College der Universität Oxford und setzte dies 1978 am California Institute of Technology (Caltech) fort. Er beschäftigte sich zunächst mit Zusammenhängen zwischen Kosmologie und Elementarteilchenphysik, später arbeitete er im Bereich der Theorie der starken Wechselwirkung. 1979 promovierte er am Caltech.

Von 1979 bis 1981 leitete er die Entwicklung des Computer-Algebra-Systems SMP (Symbolic Manipulation Program, eine Vorgängerversion von Mathematica) im Physik-Department des Caltech. Wegen eines Streits über geistiges Eigentum im Zusammenhang mit SMP verließ er die Universität[1].

1983 nahm er eine Stelle an der School of Natural Sciences des Institute for Advanced Study an. Dort arbeitete er über zelluläre Automaten, die er auf zahlreiche weitere Gebiete anwandte (Kryptographie und Hydrodynamik). 1986 wechselte er an die University of Illinois at Urbana-Champaign und begann die Entwicklung der Mathematik-Software Mathematica, die im Juni 1988 erschien. 1987 gründete er die Firma Wolfram Research mit Sitz in Champaign, IL, die die Software seitdem vermarktet und weiterentwickelt. Wolfram ist Geschäftsführer und Hauptaktionär des Unternehmens.

2002 erschien sein erfolgreiches und vieldiskutiertes Buch "A New Kind of Science" (Eine neuartige Wissenschaft), das mit zahlreichen visuellen Beispielen die Mächtigkeit von zellulären Automaten gegenüber traditionelleren mathematischen Modellen bei der Beschreibung der Natur zu zeigen versucht.

Einzelnachweise

  1. Kolata, Gina. "Caltech Torn by Dispute Over Software," Science, 27 May 1983 (Vol. 220, No. 4600) issue, pgs. 932-934.

Siehe auch

Literatur

Personendaten
Wolfram, Stephen
britischer Mathematiker
29. August 1959
London