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Bombieren

Als Bombieren bezeichnet man allgemein eine wölbende Verformung. Bombiert wird überwiegend maschinell, aber auch in handwerklicher Freihandarbeit.

Fachsprache der metallverarbeitenden Berufe:

Ein weiteres Verfahren der Blechstabilisierung ist die Waffelprägung.

In der Bandsägetechnik spricht man ebenfalls von einer Bombierung, wenn die Rollen eines Bandsägeblattes im Querschnitt eine Wölbung nach oben aufweisen. Dies ist deshalb wichtig, damit das Bandsägeblatt während des Betriebes nicht nach vorne oder hinten von den Rollen rutschen kann. Durch die Fliehkraft der Drehbewegung wird das Sägeband stets am höchsten Punkt der Rolle gehalten. Der höchste Punkt der Rolle liegt bei einseitig bezahnten Bandsägeblättern dabei jedoch nicht in der Mitte des Rollenquerschnittes, sondern etwa im vorderen Drittel (asymmetrische Bombierung).

Auch bei der Schmuckherstellung, bei verschiedenem Werkzeug und bei optischen Linsen spricht man vom Bombieren.

Bei Konservendosen nennt man die Aufblähung von Dosen Bombage. Sie tritt auf, wenn der Inhalt durch Gärung oder Fäulnis Gase entwickelt, die zu einer Druckerhöhung im Inneren führen (siehe auch Botulinumtoxin). Dies kann ein Zeichen für einen verdorbenen Inhalt sein, ist manchmal jedoch auch durch die bewusste Nachgärung bedingt (z.B. beim Surströmming). Andererseits wird bei kohlensäurehaltigen Getränkedosen der Boden nach innen bombiert, um die Druckstabilität zu erhöhen. Ansonsten würde bei Schütteln sich der Boden sofort nach außen wölben. Die Bombierung nach innen erlaubt somit auch das sichere, ebene Abstellen der Dosen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet für diesen Begriff findet man in der Lederwarenindustrie bei der Herstellung von Gürteln. Bombierte Gürtel bestehen aus einer Ober- und einer Unterschicht (Leder oder Kunstleder), zwischen die eine dritte Schicht aus anderem Material so eingearbeitet wird, dass die Oberschicht aufgewölbt bzw. erhaben wirkt.