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Landkreis Arnstadt

Dieser Artikel behandelt den Landkreis Arnstadt zwischen 1922 und 1952. Für den gleichnamigen Kreis, der zwischen 1952 und 1994 existierte, siehe: Kreis Arnstadt

Der Landkreis Arnstadt ist ein ehemaliger Landkreis in Thüringen, der zwischen 1922 und 1952 bestand.

Er entstand mit dem Thüringer Kreiseinteilungsgesetz vom 1. Oktober 1922, nachdem 1920 das Land Thüringen gebildet wurde. Gleichzeitig wurde Arnstadt Sitz des Landrates und kreisfreie Stadt. Der Landkreis Arnstadt wurde gebildet aus:

Städte im Kreis waren Arnstadt, Ilmenau, Stadtilm, Gehren, Langewiesen, Großbreitenbach und Plaue. Die Gebiete des Landkreises erstreckten sich etwa von Erfurt im Norden bis zum Rennsteig im Süden.

Die Fläche des Kreises betrug etwa 800 km², die Einwohnerzahl lag bei etwa 110.000. Angrenzende Kreise waren (beginnend im Norden): Landkreis Weißensee (Erfurt-Land), Landkreis Weimar, Landkreis Rudolstadt, Landkreis Hildburghausen, Landkreis Schleusingen, Stadtkreis Zella-Mehlis, Landkreis Gotha sowie die vollständig vom Landkreis Arnstadt umgebene kreisfreie Stadt Arnstadt.

Mit der Verwaltungsreform von 1952 endete die Existenz des Landkreises Arnstadt. Er wurde in den Kreis Arnstadt im Norden und den Kreis Ilmenau im Süden aufgeteilt. Die kreisfreie Stadt Arnstadt wurde in den neuen Kreis Arnstadt eingegliedert, der Kreis Arnstadt kam zum neu gebildeten Bezirk Erfurt, der Kreis Ilmenau zum Bezirk Suhl.

Der Landkreis Arnstadt ähnelte dem Gebietszuschnitt des heutigen Ilm-Kreises sehr stark. Der Ilm-Kreis wurde 1994 gebildet, als man die Kreise Arnstadt und Ilmenau wieder zusammenlegte. Kreisstadt ist nach wie vor Arnstadt, allerdings ist diese Stadt heute nicht mehr kreisfrei, wie vor 1952.