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Natural Born Killers

Filmdaten
Deutscher Titel: Natural Born Killers
Originaltitel: Natural Born Killers
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1994
Länge (PAL-DVD): Kinofassung: 114 Minuten
Director's Cut: 117 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 18 (Kinofassung)
SPIO/JK (Director's Cut)
Stab
Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Quentin Tarantino
David Velzoz
Richard Rutowski
Oliver Stone
Produktion: Rand Vossler
Musik: Trent Reznor
Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Brian Berdan
Hank Corwin
Besetzung

Natural Born Killers ist ein Spielfilm von Oliver Stone aus dem Jahr 1994.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Mallory lebt zusammen mit ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrem Bruder in einem Einfamilienhaus in den USA. Mallorys Vater vergreift sich immer wieder an ihr, was Mallory seelisch zerstört. Eines Tages erhält ihr Vater eine Lieferung Fleisch. Der Fleischergeselle Mickey erweckt das Interesse von Mallory und sie beginnt eine Affäre mit ihm. Während Mickey zunächst im Gefängnis sitzt, wird Mallory immer wieder von ihrem Vater missbraucht. Mickey gelingt jedoch die Flucht. Als er bei Mallory ankommt töten sie erst ihren Vater, dann ihre Mutter und beginnen anschließend zusammen ein neues Leben.

Die beiden sind sehr verliebt und geben sich in einer selbst zelebrierten Trauung das Ja-Wort. Sie sind viel unterwegs und hinterlassen auf ihrer Reise durch die USA eine enorme Blutsspur. In drei Wochen töten die beiden 52 Menschen. Zum Ritual der beiden Killer gehört, dass sie bei ihren Massakern stets ein Opfer überleben lassen, damit ihre Geschichte weitererzählt wird. Die Geschichte entwickelt sich zur Topstory der Presse, die die beiden zu regelrechten Medienstars erhebt.

Nachdem die beiden in der Wüste stranden, weil ihr Wagen kein Benzin mehr hat, kommen sie bei einem alten Indianer unter, den Mickey in einem, vermutlich durch Peyote ausgelösten Rausch, erschießt. Die beiden geraten in eine Sinnkrise und dabei auch in ein Feld voller Schlangen. Mickey und Mallory werden mehrmals gebissen, sodass sie schnellstmöglich an ein Gegengift kommen müssen. Sie überfallen einen Drugstore, wobei Mickey den polynesischen Angestellten erschießt, dort kommt es zur Festnahme der beiden.

Mallory und Mickey sitzen von da an ein Jahr lang im Gefängnis, bis der Medienstar Wayne Gale auftaucht und Mickey für ein Interview vor die Kamera holen will. Während des Interviews gibt es im Gefängnis eine Revolte, bei der Mickey und Mallory entkommen können. Nachdem Gale während des Ausbruches live im Fernsehen übertragen hatte, erschießt das Gangsterpaar den Moderator und geht unbescholten seines Weges.

Entstehung

Quentin Tarantino schrieb 1992 das Drehbuch. Inspiriert wurde er durch den Film Badlands – Zerschossene Träume. Dieser Film ist wiederum durch Charles Starkweather inspiriert. Auf diesem Drehbuch basiert auch True Romance. Vorerst schrieb Tarantino das Script The Open Road, dieses wurde aber wegen seiner deutlichen Überlänge von mehreren Filmstudios abgelehnt und Taratino teilte das Drehbuch in Natural Born Killers und True Romance.[1] Aufgrund der Vielzahl der Änderungen, die Oliver Stone und Tarantinos ehemaliger Freund David Veloz vorgenommen hatten, ließ Tarantino seinen Namen aus dem Projekt streichen. Bis heute ist Tarantino unzufrieden über die Art und Weise, wie seine Idee realisiert wurde, und zerstritten mit Oliver Stone.

Von dem Film existieren zwei Varianten: Die Kinofassung und die um etwa 2,5 Minuten längere ungeschnittene Fassung. Beide waren in Großbritannien lange Zeit verboten. Die Kinofassung wurde von der Freiwilligen Selbstkontrolle mit einem FSK 18 geprüft. Der Unrated-Version wurde die Freigabe verwehrt. Sie erhielt nach erfolgreicher Prüfung das Logo „SPIO/JK-Gutachten: strafrechtlich unbedenklich“, das heißt der Film darf nur an Volljährige verkauft werden und wird wie ein FSK-18-Titel behandelt.

Reaktionen

Nach dem Erscheinen des Films kam es weltweit zu einer Reihe von Kriminalfällen, die unmittelbar durch den Film inspiriert schienen und deren Täter die Hauptfiguren des Films selbst als direkte Vorbilder angaben. [2][3] Die Macher von Natural Born Killers, allen voran Oliver Stone und die Time-Warner-Gesellschaft sahen sich mit Gerichtsprozessen konfrontiert, wurden aber mit dem Hinweis auf mangelnde Rechtsgrundlagen und Redefreiheit freigesprochen.

Für diese Auswirkung des Films werden neben der extremen Gewaltdarstellung eine Kombination aus unterschiedlichen Gründen verantwortlich gemacht [4]:

Eine wissenschaftlich stichhaltige Erklärung für die zahlreichen Nachahmungstaten gibt es aber bislang nicht. In einigen Ländern ist der Film indiziert.

Filmmusik

Die Filmmusik wurde von Trent Reznor zusammengestellt und beinhaltet folgende Lieder:

  1. Waiting For The Miracle – Leonard Cohen
  2. Shitlist – L7
  3. Moon Over Greene County – Dan Zanes
  4. Rock N Roll Nigger – Patti Smith
  5. Sweet Jane – Cowboy Junkies
  6. You Belong To Me – Bob Dylan
  7. The Trembler – Duane Eddy
  8. Burn – Nine Inch Nails
  9. Route 666 – Film Dialogue
  10. Apple Pie – Dale Cooper
  11. Totally Hot – Orchestre Super Matimila& Remmy Ongala
  12. Back In Baby's Arms – Patsy Cline
  13. Taboo – Peter Gabriel & Nusrat Fateh Ali Khan
  14. Sex Is Violent – Jane's Addiction& Diamanda Galas
  15. History Repeats Itself – AOS
  16. Something I Can Never Have – Nine Inch Nails
  17. I Will Take You Home – Russel Means
  18. Drums A Go-Go – The Hollywood Persuaders
  19. Hungry Ants – Barry Adamson
  20. The Day The Niggaz Took Over – Dr. Dre
  21. Born Bad – Film Dialogue
  22. Fall Of The Rebel Angels – Sergio Cervetti
  23. Forkboy – Lard
  24. Batonga In Batongaville – Budapest Philharmonic Orchestra
  25. A Warm Place – Nine Inch Nails
  26. Allah, Mohammed, Char, Yaar – Nusrat Fateh Ali Khan & Party & Diamanda Galas
  27. The Future – Leonard Cohen
  28. What Would U Do? – Tha Dogg Pound
  29. Bombtrack – Rage Against the Machine
  30. Take the Power Back – Rage Against the Machine
  31. Size Queen – Betty Blowtorch

Zusätzlich tauchen im Film die Titel Anthem von Leonard Cohen, Ghost Town von den Specials und Musik von Klaus Buhlert auf, welche auf dem Soundtrack nicht vorhanden sind.

Einzelnachweise

  1. http://www.ws-avantgarde.de/
  2. www.salon.com, abgerufen am 20.Dezember 2007
  3. www.crimelibrary.com, abgerufen am 17. Dezember 2007
  4. www.mediaknowall.com, abgerufen am 20.Dezember 2007