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Unternehmensgruppe Tengelmann

Tengelmann Verwaltungs und Beteiligungs GmbH
Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG
Unternehmensform GmbH
Kommanditgesellschaft
Gründung 1867
Unternehmenssitz Mülheim an der Ruhr, NRW, Deutschland
Unternehmensleitung
  • Karl-Erivan W. Haub (Gesellschafter)
  • Christian W. E. Haub (Gesellschafter)
Mitarbeiter 150.880 (2005/2006)
Umsatz 25,7 Mrd. EUR (2005/2006)[1]
Website www.tengelmann.de

Die Unternehmensgruppe Tengelmann ist eine in Mülheim an der Ruhr ansässige Holding.

Inhaltsverzeichnis

Konzernstruktur

Ihr gehören folgende Tochterunternehmen an [2]:

Geschichte der Tengelmann-Gruppe

Die erste Großrösterei für Kaffee wurde im Jahre 1882 in Betrieb genommen, die erste Tengelmann-Filiale 1893 in Düsseldorf eröffnet. Nach dem Wiederaufbau des Unternehmens nach dem 2. Weltkrieg wurde 1953 in München das erste Tengelmann-Selbstbedienungsgeschäft eröffnet. 1969 wurde Erivan Haub alleiniger geschäftsführender Gesellschafter von Schmitz-Scholl/Tengelmann, 1971 erfolgte die Übernahme des Konkurrenten Kaiser's Kaffee Geschäft AG in Viersen. Der Name Tengelmann stammt übrigens vom damaligen Prokuristen der Firma Schmitz-Scholl, Emil Tengelmann.

Als zweites Standbein gründete die Tengelmann-Gruppe 1972 den Markendiscounter Plus. In der Folgezeit beteiligte sich Tengelmann weltweit an Firmen oder übernahm sogar deren Aktienmehrheit, wie beispielsweise bei der Great Atlantic & Pacific Tea Company Inc. (New Jersey) 1979.

Ende der 80er Jahre erweiterte Tengelmann das Portfolio um den Textil- und Gebrauchsgüter Discounter Rudis Reste Rampe. 1997 entschloss man sich zu einer Konzentration auf das Lebensmittel-Geschäft und veräußerte alle 156 Rudis Reste Rampe Filialien an die Berliner Wand&Boden-Gruppe.[3]

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs expandierte die Tengelmann-Gruppe mit der Eröffnung von Plus-Filialen in Ungarn und Polen auch im ehemaligen Ostblock.

1990 erfolgte die Übernahme der Textilkette Modea. 1997 erfolgte ein Management-Buy-Out und die Umbenennung in Takko ModeMarkt GmbH & Co. KG. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Takko Holding GmbH. Die Unternehmensgruppe Tengelmann ist nicht mehr beteiligt.

Im Jahr 2000 übergab Erivan Haub das operative Geschäft an seine Söhne Karl-Erivan Haub und Christian Haub. Die 111 Warenhäuser von Grosso und Magnet wurden verkauft, 66 davon an Lidl & Schwarz.[4] Im selben Jahr wurde der erste Obi-Markt in der Volksrepublik China in Shanghai eröffnet.

Seit 2002 ist die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft eine Kommanditgesellschaft

Am 30. Juni 2003 wurde die Wilh. Schmitz-Scholl Schokoladen- und Zuckerwaren GmbH (Wissoll) von dem Dortmunder Süßwarenhersteller van Netten GmbH übernommen.

Im April 2005 wurden die chinesischen Obi-Märkte an die britische Kingfisher Baumarktkette abgegeben. Am 1. Mai 2005 verkaufte Tengelmann die 307 kd kaiser’s drugstore GmbH (Drogeriekette) an die Rossmann GmbH. Im selben Jahr wurden auch die ungarischen und slowenischen Interfruct Cash & Carry-Märkte sowie die kanadische Tochtergesellschaft der A&P Tea Company veräußert.

Im März 2007 Kaufvertrag zur Übernahme von 141 Pathmark-Märkten durch die A&P Tea Company.

Ende 2007 gab man die Mehrheit an seiner Discounttochter Plus ab. Zusammen mit dem Edekakonzern und dessen Discounttochter Netto will man die schwächelnde Kette als Minderheitsgesellschafter nach vorne bringen. Plus und Netto zusammen erreichen nun etwa Umsatzgrößen der Branchenprimen Lidl und Aldi. Die meisten Plus-Filialen werden dazu 2008 in Netto umbenannt, nur kleinere Filialen behalten den Namen.

Tengelmann heute

Der weltweite Umsatz im Geschäftsjahr 2005/2006 betrug 25,70 Milliarden €, davon entfielen auf das deutsche Inland 13,82 Milliarden €.

Tengelmann beschäftigt zur Zeit ca. 151.000 Mitarbeiter weltweit, davon in den deutschen Werken und Filialen rund 86.500.

Fußnoten

  1. www.tengelmann.de
  2. www.tengelmann.de
  3. Wand&Boden übernimmt Rudis Reste Rampe, berlinonline.de
  4. Der Konzern verkauft Grosso und Magnet - Konsortium übernimmt Großmärkte, tagesspiegel.de