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Gisikon

Gisikon
Basisdaten
Kanton: Luzern
Amt: Luzern
BFS-Nr.: 1055Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 6038
Koordinaten: (672800 / 219686)Koordinaten: 47° 7′ 27″ N, 8° 23′ 53″ O; CH1903: (672800 / 219686)
Höhe: 418 m ü. M.
Fläche: 1.08 km²
Einwohner: 890

(31. Dezember 2006)

Website: www.gisikon.ch
Karte

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Pixel

Gisikon ist eine politische Gemeinde im Amt Luzern des Kantons Luzern in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Gisikon liegt im luzernischen Teil des Reusstals zu Füssen des Rooterberges. Mit einer Fläche von bloss 107,66 ha ist der Ort die flächenmässig kleinste Gemeinde im Kanton Luzern. Von der Fläche wird knapp die Hälfte (49,5 %) landwirtschaftlich genutzt, 25,2 % sind Siedlungsfläche und weitere 19,8 % Wald und Gehölz.

Nachbargemeinden

Gisikon grenzt an Honau, Inwil und Root.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 111
1850 153
1870 156
1888 133
1920 202
1950 185
1960 201
1970 234
1980 370
1990 625
2000 845
2004 879

Die Bevölkerungszahl wuchs von 1798 bis 1850 stark (1798-1850:+37,8%). Nach einem Rückgang zwischen 1870 und 1888 um 14,7% folgte eine Wachstumsschub, der bis 1920 anhielt (1888-1920:+51,9%). Anschliessend stagnierte die Zahl der Bewohner jahrzehntelang. Mit dem Bau der Autobahn Luzern-Zug Ende der Siebziger-Jahre begann dann ein sprunghafter Bevölkerungsanstieg auf heute beinahe 900 Einwohner. Seit 1990 zählt Gisikon zur Agglomeration Luzern.

Sprachen

Fast die gesamte Bevölkerung, genau 92,33 %, spricht als Umgangssprache Deutsch. Ferner sprechen im Alltag 1,53 % Albanisch und weitere 1,18 % Französisch, Italienisch (Stand 2000).

Religionen - Konfessionen

Traditionell ist die Bevölkerung Römisch-Katholisch. Heute (Stand 2000) ist der katholische Bevölkerungsanteil allerdings auf 69,07% gesunken. Religiöse Minderheiten bilden die 17,24 % evangelisch-reformierten Christen, die 7,67 % Konfessionslosen, die 2,48 % Muslime und die orthodoxen Christen mit 1,30 % Anteil an der Gesamtbevölkerung.

Herkunft und Nationalität

Die grosse Mehrheit der Einwohner sind Schweizer Staatsbürger. Im Jahr 2000 waren 91,15 % der Einwohner SchweizerInnen, davon besassen 85,48 % nur den Schweizer Pass. Ausländische Zuwanderergruppen bilden 2,13 %(inklusive Doppelbürger 2,72 %) Personen aus Serbien-Montenegro, 0,83 %(2,01 %) Italiener, 1,18 %(1,53 %) Türken, Deutsche, Portugiesen, Polen und Niederländer. Ende 2004 waren von den 879 Bewohnern 801Schweizer und 78(=8,9%) Ausländer.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus fünf Personen (im Nebenamt). Die Ressortleiter sind:

Wahlen

Bei den Kantonsratswahlen im Jahre 2003 wurde erstmals die SVP mit 33,35 % wählerstärkste Partei vor der CVP mit 26,05 % und der ebenfalls bürglichen FDP mit 17,51% der Stimmen. Die Linksparteien haben einen für Landgemeinden untypisch hohen Wähleranteil mit 14,52 % für die SP und 4,52 % für das Grüne Bündnis. Von den Kleinstparteien erhielten die Aktiven Senioren mit 2,18 % der Stimmen ein erstaunlich gutes Resultat.

Wirtschaft

Bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs betätigte sich eine grosse Mehrheit der Erwerbstätigen als Bauern, Müller und Steinmetze. Das letztere Gewerbe existiert heute nicht mehr, da die natürlichen Ressourcen erschöpft sind. Mittlerweile gibt es auch nur noch 7 Landwirtschaftsbetriebe. Dies bedeutet, dass nur noch (Stand 2000) 7,5 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig sind. 34,8 % leben von Arbeit in Industrie- und Handwerk, 57,7 % der Beschäftigen arbeiten in Berufen im Dienstleistungsbereich. Von 493 Erwerbstätigen in Gisikon sind 272 Zupendler (v.a. aus der Region). Gleichzeitig gibt es 399 Wegpendler (ein Drittel in den Kanton Zug, daneben v.a. in die Stadt Luzern und nach Root).

Verkehrsanbindung

Gisikon verfügt über hervorragende Verkehrsverbindungen. Dazu gehört ein eigener Autobahnanschluss (Gisikon-Root). Die Gemeinde ist ausserdem auf der Schiene (Strecke Luzern-Zug-Zürich) und per Bus (Linie 23 Luzern-Ebikon-Gisikon-Root) an den Öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Geschichte

Die älteste noch erhaltene Erwähnung Gisikons datiert auf das Jahr 1270. Bald darauf geriet der Ort unter die Herrschaft der Habsburger. Bis zum Verkauf durch die Familie von Moos an die Stadt Luzern im Jahr 1422 war es Lehen wechselnder Herren. Im Jahr 1653 erhielt der Ort Steuerprivilegien, weil er im Gegensatz zu den meisten Landgemeinden im grossen Bauernkrieg zu den Herren in der Stadt hielt. Im Zweiten Villmergerkrieg war Gisikon Schauplatz einer Schlacht und am 23. November 1847 verloren hier die Truppen des Sonderbunds die entscheidende Schlacht gegen das eidgenössische Heer unter General Dufour.

Schulen

In Gisikon besteht in einem Schulpavillon im Zentrum Mühlehof die Integrative Schule Gisikon, welche von 156 Schülerinnen und Schülern (Schuljahr 2004/2005) besucht wird. Ab der 7. Schulklasse findet der Schulbesuch in Root statt.

Sehenswürdigkeiten

Die grössten Sehenswürdigkeiten von Gisikon sind die Kapelle St. Niklausen, das Wirtshaus zum Tell, welches früher eine (Brücken-)Zollstation war und der Gedenkstein für die im Sonderbundskrieg gefallenen Männer..