Heim

Marc Lieb

Marc Lieb (* 4. Juli 1980 in Ludwigsburg, Deutschland) ist ein deutscher Autorennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Anfänge im Motorsport

Bereits mit fünf Jahren nahm Marc Lieb an ersten Kartrennen teil und konnte 1994 Vizemeister in der deutschen ADAC-Popkart-Junioren-Meisterschaft werden. Zwei Jahre später wechselte er zur Formel Renault 1800 und später über die Renault 2000 zum Formel Renault Cup. In drei Jahren konnte er zwei Rennen gewinnen, sich viermal für die Pole-Position qualifizieren und 1997 den Formel-Renault-1800-Vizemeistertitel einfahren.

Porsche Markenpokal und GT-Meisterschaften

Im Jahr 2000 wechselte er vom Formelsport zu GT-Fahrzeugen und nahm am Porsche Carrera Cup und Porsche Pirelli Cup teil, bei dem er in seinem ersten Jahr dreimal unter die ersten drei fuhr. Die darauffolgenden zwei Jahre verblieb er in den beiden Markenpokalserien und gewann insgesamt vier Rennen. Aufgrund der Erfolge im Markenpokal wurde er 2003 zum Porsche-Werksfahrer und wechselte zu Freisinger Motorsport in die FIA GT. Zusammen mit Stéphane Ortelli konnte er in seiner ersten Saison den N-GT-Meisterschaftstitel gewinnen. Dabei erzielte er drei Klassensiege, unter anderem mit einem Porsche 996 GT3-RS beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Außerdem fuhr er erstmalig in Le Mans und beendete das Rennen auf dem zweiten Rang der GT2-Wertung.

2004 wechselte er in die American Le Mans Series und konnte mit seinem Teamkollegen Romain Dumas zwei Klassensiege erzielen. Als Fahrer von Alex Job Racing gewann Lieb zusammen mit dem zweiten Porsche 996 GT3-RSR des Teams und seinen Kollegen die GT2-Team-Meisterschaft. Daneben startete er, außerhalb des ALMS-Rennkalender, bei den 24-Stunden-Rennen von Daytona, Le Mans und Spa-Francorchamps. Während er in Daytona einen SGS-Klassensieg einfuhr, fiel er in Le Mans nach einem Getriebeschaden aus. 2005 wechselte er erneut in die FIA GT und konnte sowohl die 24 Stunden von Spa als auch die GT2-Meisterschaft gewinnen. Außerdem nahm er erfolgreich an der Le Mans Endurance Series teil und gewann, zusammen mit Xavier Pompidou, die GT2-Team- und -Fahrerwertung. Trotz der Teilnahme an zwei Meisterschaftsserien konnte er zum dritten Mal beim Langstreckenrennen in Le Mans antreten und erzielte seinen ersten GT2-Klassensieg an der Sathre.

Marc Lieb im Porsche von Felbermayr-Proton 2008

Da sich 2006 Sebah Motorsport aus der Le Mans Series zurückzog, wechselte Marc Lieb zum italienischen Rennteam Autorlando Sport und gewann erneut die GT2-Meisterschaft. Daneben unterstützte er beim 12-Stunden-Rennen von Sebring das Porsche-Team von Flying Lizard Motorsport und fuhr für Manthey Racing, zusammen mit Timo Bernhard und Pedro Lamy, das erste Rennen des neuen Porsche 997 GT3-RSR. Im darauffolgenden Jahr versuchte er den GT2-Hattrick zu vervollständigen, beendete drei von sechs Läufen als Klassensieger, verlor die Meisterschaft dennoch an Robert Bell. Neben einer erneuten Podiumsplatzierung beim 12-Stunden-Rennen von Sebring nahm Marc Lieb auch am 24-Stunden-Rennen von Nürburgring teil und gewann das Rennen mit seinen Beifahrern Timo Bernhard, Romain Dumas und Marcel Tiemann. Diesen Sieg konnte er 2008 mit der gleichen Fahrerbesetzung wiederholen. Wie bereits seit zwei Jahren trat er erneut beim 12-Stunden-Rennen in Sebring an und wurde GT2-Klassensieger. Bei den Vortests zum Daytona-Langstreckenrennen der Rolex Sports Car Series, das er 2003 als Sieger seiner Fahrzeugkategorie beendete, erreichte er einen Platz unter den ersten zehn GT-Fahrzeugen, konnte jedoch am Rennen aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. In der Le Mans Series bestreitet er eine weitere Saison bei Felbermayr-Proton.

Personendaten
Lieb, Marc
deutscher Rennfahrer
4. Juli 1980
Ludwigsburg, Deutschland