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Primarabtei

Primarabteien (englisch: great daughter houses) heißen innerhalb des Zisterzienserordens diejenigen Klöster, die von dem Ursprungskloster der Zisterzienser, dem Kloster Cîteaux, als erste Tochterklöster gegründet wurden.

Lage und Geschichte

Die vier Primarabteien waren La Ferté (1113), Pontigny (1114), Clairvaux (1115) und Morimond (1115) (Gründungsjahre in Klammern).

Zusammen mit Cîteaux waren die Primarabteien Ausgangspunkt weitreichender Filiationen von Zisterzienserabteien in ganz Europa, d.h. es entstanden im Verlauf gerade des 12. und 13. Jahrhunderts Tochter- und Enkelklöster, die sich auf Cîteaux und die Primarabteien als Mutterklöster bezogen. Bis 1153, dem Todesjahr Bernhards von Clairvaux gab es insgesamt 333, bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts 647, bis 1675 742 Zisterzienserabteien. Nach Filiationen geordnet gehörten zu Cîteaux 109, zu La Ferté 16, zu Pontigny 43, zu Clairvaux 356 und zu Morimond 214 Tochterklöster.

Literatur