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Schwabenspiegel

Der Schwabenspiegel ist ein um 1275 entstandenes Rechtsbuch für das außersächsische Deutschland von einem unbekannten Augsburger Franziskaner.

Er befasst sich in der mittelalterlichen Form eines Spiegels vornehmlich mit dem Land- und Lehnsrecht (auch Kaiserrecht). Der Schwabenspiegel geht auf Quellen aus der Bibel, römischen und kanonischen Rechts, sowie Reichsgesetzen zurück und lehnt sich an Sachsenspiegel und Deutschenspiegel an. Im Schwabenspiegel findet sich in einem längeren Kapitel auch das für Juden geltende Sonderrecht. Der uralte Judeneid findet sich dort, die Schirmherrschaft des Königs über die Juden, das Verbot der Gewaltanwendung gegen Juden, das sogenannte Hehlerprivileg. Aus dem Kanonischen Recht stammen das Verbot von Mischehen, die Begünstigung der Bekehrung und besondere Bekleidungsvorschriften.