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Maug-Inseln

Die Maug-Inseln (engl.. Maug Islands) ist eine kleine, unbewohnte Inselgruppe im Pazifischen Ozean. Sie gehören geographisch zum Archipel der Marianen und politisch zum Commonwealth der Nördlichen Marianen.

Die Maug-Inseln liegen etwa 70 km südlich des Farallon de Pajaros und etwa 37 km nördlich der Insel Asuncion. Von Saipan, der Hauptinsel der Nördlichen Marianen, sind die Inseln gut 650 km entfernt. Die Inselgruppe besteht aus drei Inseln, welche den Kraterwall eines einstigen Vulkans darstellen und sich halbkreisförmig um die 2,5 km breite, ehemalige Caldera anordnen. Die Inseln weisen zusammen eine Fläche von 2,13 km² auf und erreichen auf North Island eine Höhe von bis zu 227 m über dem Meer. Seit der Entdeckung durch Europäer wurden keine vulkanischen Aktivitäten registriert.

Die einzelnen Inseln sind:

Insel Länge (km) Breite (km) Fläche (km²) Höhe (m)
North Island 1,5 0,5 0,466 227
East Island 2,25 0,5 0,951 215
West Island 2,0 0,75 0,711 178
Maug-Inseln 3,1 3,0 2,128 227

Die Maug-Inseln wurden 1522 vom spanischen Seefahrer Espinosa erstmals für Europa entdeckt. Eine weitere „Entdeckung“ war 1668 von Diego Luis de Sanvitores, welcher auch eine Besiedlung der östlichen Insel initiierte. Allerdings wurden bereits 1695 alle Bewohner zuerst nach Saipan, im Jahr 1698 dann nach Guam gebracht. Seit dieser Zeit sind die Maug-Inseln unbewohnt. Von 1899 bis 1918 waren die Inseln, wie alle nördlichen Marianen, ein Teil der deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea. Während des 2.Weltkriegs wurde auf der Inselgruppe eine bemannte, japanische Wetterstation betrieben.

Die Inseln sind mit Gräsern, unter anderem Savannengras bewachsen, auf East Island wachsen auch Schraubenbäume (Pandanus) sowie Kokospalmen in der Nähe der ehemaligen Ansiedlung. In den frühen 1980er Jahren wurde die Insel zum Naturschutzgebiet erklärt.

 Commons: Maug Islands – Bilder, Videos und Audiodateien

7Koordinaten: 20° 1′ 12″ N, 145° 13′ 20″ O