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Alme (Fluss)

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Alme

Almeaue bei Alfen, Gemeinde Borchen

Daten
Lage Nordrhein-Westfalen
Länge 59,1 km [1]dep1
Quelle Bei Brilon-Alme
51° 26′ 56″ N, 8° 37′ 22″ O
Quellhöhe ca. 340 m ü. NN
Mündung Bei Paderborn-Schloß Neuhaus in die LippeKoordinaten: 51° 45′ 0″ N, 8° 42′ 20″ O
51° 45′ 0″ N, 8° 42′ 20″ O
Mündungshöhe 95 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 245 mdep1
Flusssystem Rhein
Einzugsgebiet 762,969 km²[1]dep1
Großstädte Paderborn
Mittelstädte Brilon, Büren (Westfalen)
Rechte Nebenflüsse Nette, Afte, Altenau
Linke Nebenflüsse Gosse
Schiffbar nicht schiffbar

Die Alme ist ein 59,1 km langer, linker bzw. südlicher Zufluss der Lippe in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Verlauf

Die Alme entspringt im Hochsauerlandkreis im Norden der Briloner Höhen. Von ihrer Karstquelle oberhalb von Brilon-Alme fließt sie in nördlichen Richtungen über Büren – die A 44 unterquerend – an der Wewelsburg vorbei nach Borchen. Wenige Kilometer weiter nördlich mündet sie bei Paderborn-Schloß Neuhaus in die Lippe.

Die Alme ist bis zu ihrer Mündung deutlich länger als die Lippe bis zu dieser Stelle, führt dort in der Regel aber deutlich weniger Wasser.

Wasserführung

Die mittlere Abflussmenge der Alme liegt bei 4,5 m³/s. In den Sommermonaten fällt jedoch aufgrund des karstigen Untergrundes der Almeabschnitt zwischen Büren-Ahden und Borchen (Altenau-Einmündung) zeitweilig trocken. Das dort versickernde Wasser tritt etwa 8 Kilometer nördlich in Salzkotten-Upsprunge an der Hederquelle wieder zutage. Der durchschnittliche Niedrigwasserabfluss in Trockenzeiten liegt aufgrund dieser geologischen Besonderheit bei nur 0,3 m³/s.

Zuflüsse

Die Nette bildet einen Teil des Grenzverlaufs zwischen den Regierungsbezirken Arnsberg und Detmold

Orte

Geschichte

Almehochwasser 1965

Im Juli 1965 ereignete sich eine außergewöhnliche Flutkatastrophe im Almetal, welche als lokales Jahrhunderthochwasser unter der Bezeichnung "Heinrichsflut" in die Geschichte einging und dessen Pegel bis zum Jahr 2007 nicht übertroffen wurde. Nach Wolkenbruchartigen Regenfällen am 15., 16. und 17. Juli wurden Keller überflutet. In Wewelsburg stürzte eine Brücke ein, Pioniere der Bundeswehr mussten eingesetzt werden. Straßen verwandelten sich in Flüsse, Bürgersteige wurden überflutet, der Zug- und Busverkehr musste eingestellt werden. Als Folge des Hochwassers, dass sich auch auf die Zuflüsse der Alme und auf die Lippe erstreckte, wurde der Wasserverband Obere Lippe gegründet, mit dem Ziel, künftige Katastrophen durch die Schaffung von Hochwasserrückhaltebecken zu verhindern.

Almehochwasser 2007

Am 22. August 2007 trat die Alme im Gebiet des Altkreises Büren über die Ufer, nachdem stellenweise bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Nacht gefallen waren. Hierbei wurde der alte Rekordpegel von 1965 in der Ortschaft Weine um 23 cm übertroffen. Der Fluss erreichte mit teilweise 30 m etwa das Zehnfache der üblichen Breite. In anderen Ortschaften blieb der Pegel unter dem von 1965. Obwohl das Hochwasser durch die seit 1965 getroffenen Maßnahmen weitaus weniger dramatisch verlief, mussten in Büren einige Schulen früher schließen, zeitweise war die Bahnhofsstraße nur noch mit LKW passierbar. 220 Feuerwehrleute der Wehren des gesamten Stadtgebiets wurden eingesetzt, ebenfalls zehn Kräfte des THW, weitere Kräfte des DLRG, des DRK und des Malteser Hilfsdienstes waren im Einsatz, um Keller auszupumpen und tiefer gelegene Häuser mit Sandsäcken gegen das Wasser zu schützen.

Einzelnachweise

  1. a b Landesvermessungsamt NRW
 Commons: Alme – Bilder, Videos und Audiodateien