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Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns

Das heutige Land Mecklenburg-Vorpommern entstand erst 1945 innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone, bestehend aus dem ehemaligen Land Mecklenburg und dem westlich der neuen deutsch-polnischen Grenze liegenden Teil Vorpommerns, sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus. Ab 1947 galt nur noch die Bezeichnung Land Mecklenburg, das eine Fläche von 22893 km² aufwies. 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und in die drei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) und Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt. Der südöstlichste Zipfel Vorpommerns kam zum Bezirk Frankfurt (Oder) (heutiges Amt Gartz (Oder)). Die beiden Exklaven Rossow und Schönberg waren schon 1937 von Mecklenburg an Preußen übergegangen, sie blieben nach dem Zweiten Weltkrieg bei Brandenburg und kamen 1952 zum Bezirk Potsdam.

1946 wurde durch die Besatzungsbehörde eine Beratende Versammlung als Vorparlament in Leben gerufen. Im Rahmen der Landtagswahlen in der SBZ 1946 wurde am 20. Oktober 1946 der erste Landtag Mecklenburg-Vorpommerns gewählt. Während diese Wahl Wahlmöglichkeiten bot, wurde der zweite Landtag bei den Landtagswahlen in der DDR 1950 nach Einheitslisten bestimmt.

1990 erfolgte die Neugründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch Zusammenlegung der DDR-Bezirke Neubrandenburg (ohne die Kreise Templin und Prenzlau), Rostock und Schwerin (ohne den Kreis Perleberg). Da die Bezirksgrenzen von 1952 bis auf die genannten Kreise übernommen wurden, kam beispielsweise Fürstenberg/Havel (bis 1950 Stadt in Mecklenburg, dann zu Brandenburg) und die Gegend um Gartz (Oder) zum Land Brandenburg. Andere Gemeinden wie Dambeck und Brunow sowie die Ortsteile Pampin und Platschow der Gemeinde Berge wurden aber nach einem Bürgerentscheid 1992 wieder vom Land Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert. 1993 wurde das Amt Neuhaus an der Elbe an den niedersächsischen Landkreis Lüneburg angegliedert, zu dem es bis 1945 gehört hatte. Die Stadt Strasburg (Uckermark) entschied sich in einer Volksabstimmung für die Zugehörigkeit zu Mecklenburg-Vorpommern. Die Partnerländer während des Aufbaus der neuen Strukturen waren Hamburg und Schleswig-Holstein.

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