Heim

Horst Skoff

Horst Skoff
Nationalität: Österreich
Größe: 1,75 m
Gewicht: 72 kg
Spielhand: Rechts
1. Profisaison: 1985
Rücktritt 1995
Höchste Platzierung: 18 (1. Jänner 1990)
Einzeltitel: 4
Doppeltitel: 2
Preisgeld: $1.651.858,--

Horst Skoff (* 22. August 1968 in Klagenfurt; † 7. Juni 2008 in Hamburg[1]) war ein österreichischer Tennisspieler.

Insgesamt konnte Skoff vier Einzelturniere gewinnen. Dazu zählen die Swedish Open, die er 1993 gegen Ronald Agenor gewinnen konnte.

1989 besiegte Skoff im Davis-Cup-Viertelfinale im Ferry-Dusika-Hallenstadion Mats Wilander nach 6 Stunden und 4 Minuten mit 6:7 / 7:6 / 1:6 / 6:4 / 9:7. Dies war das längste Match in der Geschichte des Davis-Cup nach Einführung des Tie-Break. Für Aufsehen sorgt Skoff ebenfalls 1989, als er beim Turnier in Hamburg ($500.000) u.a. Goran Ivanisevic 2:6 / 6:2 / 6:3 und im Halbfinale Boris Becker 7:6 / 6:2 besiegen konnte. Erst im Finale unterliegt er Ivan Lendl 4:6 / 1:6 / 3:6.[2]

Seine beste Weltranglistenposition war Platz 18 im Jahr 1990. Er war an der Weltranglistenposition gemessen nach Thomas Muster und Gilbert Schaller und vor Alex Antonitsch der dritterfolgreichste österreichische Tennisspieler der 1990er-Jahre.

Trotz dieser Erfolge im Davis-Cup erlebte er gerade dort die bittersten Niederlagen seiner Karriere. 1990 verlor er im Halbfinale im Ernst-Happel-Stadion gegen Michael Chang trotz 2:0 Satzführung noch die am Sonntag abgebrochene (Spielstand 2:1) und am Montag zu Ende gespielte Partie mit 2:3. 1994 in Unterpremstätten verlor er erneut das entscheidende Einzelmatch, dieses Mal gegen Marc-Kevin Goellner, nachdem Thomas Muster zum 2:2 nach einem 12:10 im fünften Satz gegen Michael Stich ausgeglichen hatte. Nach dem Spiel sagte er: "Jetzt bin ich der Versager der Nation."

Öffentliche Aufmerksamkeit erregten aber nicht nur Skoffs sportliche Erfolge, sondern auch sein Privatleben. So erweckte beispielsweise eine vorübergehende Liaison mit der ehemaligen Miss World Ulla Weigerstorfer mediales Interesse.

Das österreichische Tennispublikum huldigte seinem einstigen Star (auch in dessen Abwesenheit) weiterhin alljährlich mit „Hoorsti, Hoorsti…!“-Sprechchören beim ATP-Turnier in der Wiener Stadthalle. Skoff ist der einzige Österreicher, der dieses Turnier als Sieger beenden konnte.

Gegen eine 1997 ausgesprochene lebenslängliche Sperre der ATP wegen Dopings (weil er angeblich eine Urinprobe geschwänzt hatte) hatte er erfolgreich prozessiert, dafür nach einem Vergleich mit der ATP 2008 eine Entschädigung in unbekannter Höhe erhalten.

Skoff beendete seine Karriere nach zahlreichen Challenger- und Future-Turnieren 1999, sein letztes Match auf der ATP Tour bestritt er am 10. August 1995 in San Marino (2. Runde).

Von 2007 bis zu seinem Tod war Skoff Spitzensport-Referent im Kärntner Tennis-Landesverband des ÖTV und Eigentümer der Horst-Skoff-Akademie (TC HoSka) in Klagenfurt-Welzenegg. Skoff starb am 7. Juni 2008 im Krankenhaus St. Georg in Hamburg, nachdem er am selben Tag in der Hansestadt bewusstlos aufgefunden worden war. Als Todesursache wurde ein Herzinfarkt festgestellt.[3] Knapp eine Woche vor seinem Tod nahm er noch für ein Landesligateam an der Kärntner Mannschaftsmeisterschaft teil.

Turniersiege (Einzel)

Nr. Datum Turnier (Preisgeld) Finalgegner Endergebnis
1 1988 Athen (123.400) Bruno Oresar (YUG) 6:3 2:6 6:2
2 1988 Wien (170.000) Thomas Muster (AUT) 4:6 6:3 6:4 6:2
3 1990 Genf (225.000) Sergi Bruguera (ESP) 7:6 7:6
4 1993 Båstad (260.000) Ronald Agenor (HAI) 7:5 1:6 6:0

Turniersiege (Doppel)

Nr. Datum Turnier Partner Finalgegner Endergebnis
1 10.11.1986 Buenos Aires Loic Courteau Gustavo Luza/Gustavo Tiberti 3:6, 6:4, 6:3
2 07.08.1989 Prag Jordi Arrese Petr Korda/Tomas Smid 6:4, 6:4

Einzelnachweise

  1. Skoff: Tod in Hamburg. ORF (8. Juni 2008). Gefunden am 8. Juni 2008.
  2. http://www.atptennis.com/5/en/vault/draws.asp?tournamentID=414&tournamentyear=1989
  3. Fremdverschulden auszuschließen. ORF (10. Juni 2008). Gefunden am 10. Juni 2008.
Personendaten
Skoff, Horst
österreichischer Tennisspieler
22. August 1968
Klagenfurt am Wörthersee
7. Juni 2008
Hamburg