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Sigurd I. (Norwegen)

Sigurd (* um 1090; † 26. März 1130 in Oslo) (Sigurður Jórsalafari) (Jerusalemfahrer) wurde mit seinen Brüdern Olav und Øystein 1103 König, als sein Vater Magnus Barfot (Barfuß) in England gefallen war. Er war verheiratet mit Malmfred, der Tochter Mstislavs I. von Nowgorod und Kristina Ingesdotter aus Schweden. Im Jahre 1108 lief er mit einer Flotte (angeblich 60 Schiffe) aus, um als erster König am 2. Teil des 1. Kreuzzuges teilzunehmen. Zunächst überwinterte er in England und kam 1110 in Palästina an. Dort wurde er von König Balduin empfangen, badete im Jordan, besuchte die heiligen Stätten und nahm an der Eroberung Sidons teil. Aus Jerusalem brachte er einen Splitter des Hl. Kreuzes mit, ein Geschenk des Königs Balduin von Jerusalem. Kurz vor seinem Tod erschien Harald Gille aus Irland und behauptete, ein Sohn von Magnus Barfot und ein Bruder Sigurds zu sein. 1129 legte er in Sem erfolgreich die Eisenprobe zum Beweise ab. Sigurd erkannte Harald als Bruder an und ordnete an, dass das Volk ihm ebenfalls huldigen solle. Am 26. März 1130 starb Sigurd in Oslo und bekam in der Südmauer der neugebauten Hallvardskirche seine Grablege.

Personendaten
Sigurd
Jorsalfari
mit seinen Brüdern Olav und Øystein norwegischer König
um 1090
26. März 1130