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Immendingen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 47° 56′ N, 8° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 662 m ü. NN
Fläche: 74,03 km²
Einwohner: 5879 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78194
Vorwahl: 07462
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 025
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schlossplatz 2
78194 Immendingen
Webpräsenz:
www.immendingen.de
Bürgermeister: Helmut Mahler

Immendingen ist eine kreisangehörige Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Immendingen liegt an der Oberen Donau. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich Versinkungsstellen der Donauversinkung (im ehemaligen Badischen hat sich der Name „Donauversinkung“, der auch auf den Hinweisschildern steht, durchgesetzt; im Württembergischen wird von der „Donauversickerung“ gesprochen).

Mit dem Höwenegg beginnt in Immendingen die Reihe der Hegauvulkane. Dort wurden unter anderem Säbelzahntiger, Antilopen sowie eines der wenigen gut erhaltenen Urpferde ausgegraben. Im Heimatmuseum in Immendingen findet man Exponate der verschiedenen Ausgrabungen. Den Funden wurde im Naturkundemuseum in Karlsruhe ein eigener Saal, der Höweneggsaal, gewidmet.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Talheim, im Osten an die Kreisstadt Tuttlingen, im Südosten an Emmingen-Liptingen, im Süden an Engen im Landkreis Konstanz und im Westen an die Stadt Geisingen sowie die Stadt Bad Dürrheim im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Gemeindegliederung und Wappen

Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort Immendingen die Ortsteile Hattingen, Hintschingen, Ippingen, Mauenheim und Zimmern.


Hattingen

Hintschingen

Ippingen

Mauenheim

Zimmern

Geschichte

Auf dem Gemeindegebiet befanden sich die Burg Darrendobel und die Burg Immendingen.

Politik

Immendingen bildet mit der Nachbarstadt Geisingen den Gemeindeverwaltungsverband „Immendingen-Geisingen“ mit Sitz in Geisingen.

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 19 Mitglieder an.

CDU 14 Sitze
SPD 5 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur

Immendingen ist eine Garnisonsgemeinde und einer der drei Standorte der deutsch-französischen Brigade.

Für die örtliche Wirtschaft spielt der Fremdenverkehr eine wichtige Rolle.

Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne

Seit Dezember 1958 besteht auf dem Talmannsberg die damals neu erbaute Kaserne, die seit dem 27. Mai 1967 zum Gedenken an den ehemaligen Ritterkreuzträger den Namen Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne trägt. Aus den über viele Jahre stationierten und mehrfach umgegliederten Panzergrenadier- und Feldartillerieeinheiten mit überörtlichen Dienststellen wie das VKK 532 und Reservelazarettgruppen, hat sich Immendingen seit Oktober 1996 mit dem Feldartilleriebataillon 295, der Panzerpionierkompanie 550 und dem 3. französischen Husarenregiment zu einem Standort der deutsch-französischen Brigade entwickelt. Zusätzlich übernimmt das im Zentrum von Immendingen angesiedelte Bundeswehr-Dienstleistungszentrum wichtige Aufgaben der Wehrverwaltung. Der derzeitige Zuständigkeitsbereich des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Immendingen erstreckt sich auf ganz Südbaden und den südlichen Teil Südwürttembergs mit den Standorten Immendingen, Donaueschingen, Müllheim, Efringen-Kirchen, Freiburg, Todtnau-Fahl, Appenweier, Pfullendorf, Ravensburg und Leutkirch- Urlau. Insgesamt sind über 7000 Soldaten und zivile Angehörige der Bundeswehr zu betreuen. Davon leisten in der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne derzeit beim Artilleriebataillon 295, der Panzerpionierkompanie 550 und dem französischen 3. Husarenregiment insgesamt 1600 Soldaten ihren Dienst.

Bioenergiedorf Mauenheim

Mauenheim, ein Ortsteil von Immendingen mit rund 400 Einwohnern und 148 Gebäuden, ist das erste Bioenergiedorf Baden-Württembergs (am Netz seit dem 1. November 2006) und nach Jühnde in Niedersachsen deutschlandweit das zweite. Die Biogasanlage und Hackschnitzelheizung wird durch eine Photovoltaikanlage ergänzt. Für die Finanzierung und den Betrieb des Projekts wurde eine Gesellschaft gegründet. Nach Berechnungen der Betreiber sollen durch das Projekt etwa 1900 t CO2 pro Jahr eingespart werden.

Verkehr

Immendingen ist ein für seine Größe äußerst bedeutender Eisenbahnknoten, an dem sich insgesamt drei Bahnlinien treffen. In Immendingen trifft die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz auf die Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. Außerdem ist Immendingen Ausgangspunkt der Wutachtalbahn über Blumberg nach Waldshut. Diese Strecke wird seit 2004 als Teil des Ringzug-Konzepts wieder regelmäßig bis nach Blumberg bedient. Neben dem Bahnhof Immendingen verfügt Immendingen außerdem über die Haltepunkte Immendingen Mitte und Immendingen Zimmern. Bis 1934 war Immendingen zudem Endpunkt der Bahnlinie von Stuttgart. Der Betriebsbahnhof Hattingen (Baden), an dem die heutige Gäubahn auf die Schwarzwaldbahn trifft, liegt ebenfalls auf der Gemarkung der Gemeinde Immendingen, so dass sich auf Immendinger Gemeindegebiet ganze vier aktive Eisenbahnlinien befinden: Schwarzwaldbahn, Donautalbahn, Wutachtalbahn, Gäubahn. Immendingen besitzt so für seine Größe eine recht gute Bahnanbindung. Für den Betriebs des Ringzugs hat deren Betreiber, die Hohenzollerische Landesbahn in Immendingen ein Bahnbetriebswerk mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen errichtet, in dem inzwischen auch die Seehäsle-Züge gewartet werden.

Die Auffahrt der Bodenseeautobahn Bundesautobahn 81 befindet sich rund drei Kilometer von der Gemeinde entfernt. Immendingen liegt an der Bundesstraße 311 und hat somit direkten Anschluss nach Ulm oder Freiburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

 Commons: Immendingen – Bilder, Videos und Audiodateien