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ZERO

Dieser Artikel beschreibt die Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO. Für weitere Bedeutungen siehe Zero.

ZERO war eine Düsseldorfer Künstlergruppe, die am 11. April 1957 von Heinz Mack und Otto Piene gegründet wurde und bis 1966 bestand. Mack und Piene empfanden die Nachkriegskunst als unerträglich und sahen sie „mit einem Übermaß an psychologischem Ballast befrachtet“. Sie suchten einen Neuanfang, eine „Stunde Null“, die von der Vergangenheit unbelastet sein sollte und als Alternative gegen die informelle Malerei der Nachkriegszeit gedacht war.

Ihre erste gemeinsame Abendausstellung fand am 11. April 1957 in ihrem Atelier auf der Gladbacher Straße statt, kurz nachdem sie ihr Studium beendet hatten. 1961 schloss sich Günther Uecker der Gruppe an, ein weiteres Mitglied wurde Hermann Goepfert. Auch Architekten wie Frei Otto gehörten zur ZERO-Gruppe.

ZERO war beeinflusst von der künstlerischen Praxis von Lucio Fontana, Yves Klein und Piero Manzoni. Bis 1961 gaben Heinz Mack und Otto Piene die Zeitschrift ZERO heraus. 1966 wurde die Gruppe aufgelöst, da sich die künstlerischen Wege der drei Akteure getrennt hatten.

1964 hatten die ZERO-Künstler eine gemeinsame Ausstellung in New York und war damit die erste deutsche Kunst seit 1945, die auch in der Weltkunst-Metropole New York erfolgreich war. Sie nahmen ebenfalls gemeinsam an der documenta 3 in Kassel im selben Jahr teil.

Zitat Otto Piene zum Namen ZERO: „Wir verstanden von Anfang an Zero als Namen für eine Zone des Schweigens und neuer Möglichkeiten, nicht als Ausdruck des Nihilismus oder einen Dada-ähnlichen Gag. Wir dachten an das [sic!] Countdown vor dem Raketenstart – Zero ist die unmessbare Zone, in der ein alter Zustand in einen unbekannten neuen übergeht.“ Otto Piene: Die Entstehung der Gruppe „Zero“. Zuerst erschienen in: „The Times Literary Supplement“, London, 3. September 1964. In: Heinz Mack u. Otto Piene (Hrsg.): ZERO 1, 2, 3 (Reprint), Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge/ Mass. 1973, S. XXIII.

Werke (Auswahl)