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Sender Heidelstein

Der Sender Heidelstein befindet sich auf dem 926 m hohen Heidelstein im fränkischen Teil der Rhön. Er besteht aus einem 1969 erbauten 218 Meter hoher abgespannter Stahlrohrmast der Deutschen Telekom AG, der Antennen für Richtfunk und zur Verbreitung von TV- und UKW-Hörfunkprogrammen trägt. 2006 wurde die Ausstrahlung analoger Fernsehprogramme zugunsten von DVB-T eingestellt.

Sämtliche heute vom Sender Heidelstein abgestrahlten Frequenzen waren ursprünglich für andere Sendeanlagen in der Rhön vorgesehen. Die „bayerischen“ Frequenzen 101,9 MHz und 103,3 MHz sollten vom BR-Sender Kreuzberg gesendet werden. Die vier hessischen Frequenzen waren in den 80er Jahren für einen Sender auf der Wasserkuppe vorgesehen. Dort durfte allerdings der nötige Sendemast nicht errichtet werden, sodass ein Umzug auf den bayerischen Heidelstein notwendig wurde. International koordiniert sind alle Heidelstein-Frequenzen heute noch für die ursprünglichen Standorte.

Seit dem 29. Mai 2006 läuft der DVB-T-Betrieb vom Heidelstein.

Inhaltsverzeichnis

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Im Falle gerichteter Strahlung sind bei dem Antennendiagramm die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Mit dem RDS PI Code ist es möglich, Sender weltweit zu identifizieren. Er wird aber ebenso zur Suche von Alternativfrequenzen, bei verlassen des Sendegebiets zum Beispiel beim Empfang im Auto verwendet.

Frequenz 
[MHz]
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
[kW]
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
104,8 hr1 __hr1___*1) D361 - 50 D (310°) H
106,2 hr3 __hr3___/h__r__3_*1) D363 - 50 D (315° 085°) H
107,3 hr4 hr4_Nord,
__hr4___*1)
D664 (regional), 
D364
Nordost-Hessen 50 D (310°) H
103,3 Deutschlandfunk __DLF___ D210 - 100 ND H
100,9 Hitradio FFH _FFH-FD_ 
HITRADIO/___FFH__*2)
D668 (regional), 
D368
Osthessen 50 D (310°) H
101,9 Antenne Bayern ANTENNE_ D318 - 100 D (180°) H

*1): Manchmal dynamisch mit Sendungsinformationen, Musiktitelinformationen oder Webadressen.
*2): Dynamisch, teilweise mit Nachrichten.

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die DVB-T-Ausstrahlungen auf dem Mast von T-Systems laufen seit 29. Mai 2006 und sind teilweise im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.

Kanal Frequenz 
[MHz]
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
[kW]
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
[MBit/s]
SFN
E49 698 ARD national (hr) 50 ND H 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Heidelstein (Rhön)
E39 618 ARD regional 
(hr) 
Osthessen
50 ND H 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Heidelstein, Rimberg (Knüll)
E25 506 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Heidelstein

Programmergänzend kann der Kreuzberg, der für das bayerische nördliche Unterfranken gedacht ist, im gesamten Sendegebiet des Heidelsteins empfangen werden. Meist ist der Empfang von DVB-T aus dem hessischen Rhein-Main-Gebiet auch gut möglich. Von dort kommen die Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1, sowie ein gemischtes Privatbouquet, dass auch Tele 5 enthält. Eine vertikal auf den Standort Großer Feldberg im Taunus ausgerichtete Dachantenne ist diesbezüglich die beste Lösung. Zimmer- bzw. Außenantennenempfang ist in günstigen Lagen eventuell aber auch möglich. Zu beachten ist bei Nutzung von Dachantennen, dass sowohl im Band III VHF, wie auch im Band IV/V UHF gesendet wird. Somit besteht entweder die Möglichkeit, eine Kombiantenne Band III VHF/Band IV/V UHF oder zwei verschiedene, für die jeweiligen Bereiche geeignete Antennen in vertikaler Polarisation am Antennenmast zu montieren. Nach der Verlagerung des momentan in Band III VHF sendenden DVB-T-Bouquets nach Band IV/V UHF Ende 2008 ist über Band III VHF mit der gesetzten Antenne dann auch DAB-Radio-Empfang möglich.

Koordinaten: 50° 27′ 31″ N, 10° 0′ 24″ O