Northern Pacific Railway
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Northern Pacific Railway

Die Northern Pacific Railway (NP) war eine US-amerikanische Eisenbahngesellschaft. Sitz des Unternehmens war St. Paul im Bundesstaat Minnesota. Die Gesellschaft wurde auf Initiative der Regierung in Washington gegründet, um eine transkontinentale Eisenbahnverbindung im Norden der Vereinigten Staaten zu bauen. 1970 ging die Northern Pacific in der Burlington Northern Railroad auf.

Streckennetz

Das 10.900 km umfassende Streckennetz der Northern Pacific bestand im groben aus der Hauptstrecke von Duluth am Oberen See nach Seattle. Die Strecke führte über Fargo, Bismarck, Glendive, Billings, Missoula, Spokane und Tacoma. Nebenstrecken führten nach Portland (Oregon), Winnipeg und Minneapolis/St. Paul.

Geschichte

Die Bahngesellschaft entstand am 2. Juli 1864 als Northern Pacific Railroad. Als Strecke war eine Verbindung zwischen vom Oberen See zum Puget Sound vorgesehen. Zur Unterstützung des Bahnbaus erhielt die Gesellschaft Staatsland entlang der Strecke und es wurden Schuldverschreibungen in Höhe von 30 Millionen Dollar ausgegeben. Mit den Bauarbeiten wurde 1870 begonnen. Man begann in Carlton (Minnesota) wo eine Verbindung zur Lake Superior and Mississippi Railroad bestand, die zwei Jahre später angemietet wurde und damit die Verbindung nach Duluth sicherte. 1873 war die Strecke bis Bismarck in North Dakota fertiggestellt, sowie am westlichen Ende die Strecke Kalama – Tacoma. Während der Wirtschaftskrise von 1873 geriet die Northern Pacific in Schwierigkeiten und musste 1875 Konkurs anmelden. Mit der Reorganisation des Unternehmens wurden die Schuldverschreibungen in Aktien umgewandelt. 1881 übernahm Henry Villard die Kontrolle des Unternehmens. Unter seiner Führung erfolgte am 8. September 1883 bei Garrison (Montana) der Lückenschluss des Streckennetzes. Zwischen Wallula Junction und Portland mussten aber noch die Gleise der Oregon Railway and Navigation Co. entlang des Columbia River genutzt werden, die jedoch auch im Besitz von Villard war. Deshalb begann man mit dem Bau einer Strecke über den Stampede Pass. Der Passtunnel wurde 1888 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Nach einem erneuten Konkurs wurde 1896 die Bahngesellschaft unter dem Namen Northern Pacific Railway weitergeführt. Sie begann mit der Verbindung von Carton Junction in Minnesota nach Wallula Junction im an Kanada grenzenden Pazifikstaat Washington. 1900 wurde die St. Paul and Duluth Railroad erworben und ein Jahr später die Seattle and International Railway. 1901 übernahm die Northern Pacific gemeinsam mit der Great Northern Railway 98% der Aktien der Chicago, Burlington and Quincy Railroad. Im selben Jahr wurde durch James J. Hill und J. P. Morgan die Northern Securities Co. gegründet. Und deren Dach wurden die beiden im Besitz von Hill befindlichen Gesellschaften Northern Pacific und Great Northern vereint. Der Oberste Gerichtshof löste diese Verbindung 1904 per Beschluss auf. Trotzdem wurde durch die beiden Unternehmen 1905 die Spokane, Portland and Seattle Railway zum Bau einer Strecke von Spokane nach Portland gegründet. Ein erneuter Versuch der Fusion beider Unternehmen wurde 1927 unternommen, der jedoch von der Interstate Commerce Commission nur unter starken Auflagen genehmigt worden wäre. Ab 1956 wurde erneut mit Studien über eine Fusion der Northern Pacific und der Great Northern begonnen. Dies führte am 2. März 1970 zur Bildung der Burlington Northern Railroad (BN).

1995 fusionierte die BN mit der Atchison, Topeka and Santa Fe Railway zur Burlington Northern Santa Fe Railway.