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Sitar

Beide Wörter Setar ستار und Sitar ستار sind in Farsi und Urdu sozusagen Homonyme. Vokale werden in Farsi und Urdu und/bzw. Hindi mit persischer Schrift nicht mehr geschrieben, aber verschieden betont. Sie sind also Homographien. Aber es handelt sich um zwei verschiedene Musikinstrumente.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung des Instruments Setar

Setar (Bild nebenan) "Se" سه und "Tar" تار aus dem persischen bedeutet wörtlich Instrument mit drei Saiten (hat aber zwischen 3 bis 6 Saiten) ist ein persisches Tar (Musikinstrument) aber auch ein indisches Instrument, also ein indo-iranisches Instrument.Inder (Bild nebenan) spielt Setar und nicht Sitar. Sitar spielt z.B. Ravi Shankar. vgl.(http://en.wikipedia.org/wiki/Setar)

Tar bedeutet im Persischen, in Urdu mit persischer Nastaliqschrift, bzw. Hindi (Urdu mit altindischer Schrift) „Faden“, „Saite“ aber auch „Laute“,

Beschreibung des Instruments Sitar

Die Sitar (Bilder in Weblinks oder in Wiki eng.), (zusammengesetzt aus "Si" سى Tar تار ) wörtlich „Instrument mit dreißig Saiten“, (hat aber zwischen 19 und 21 Saiten), fa. ستار ist ein indisches Zupfinstrument in der Regel zwischen 19 bis 21 Saiten.[1]

Sitar hat normalerweise zwischen 19 und 21 Saiten: Sieben Melodiesaiten und 13 mitschwingenden Saiten nämlich vier Spielsaiten, drei Bordunsaiten, die auf den Grundton und der Quinte der Tonleiter gestimmt und für rhythmische Akzente verwendet werden (so genannte Chikarisaiten), und elf bis dreizehn Resonanzsaiten. Sie gehört zur Familie der Langhalslauten. (siehe Weblinks)

Das ähnliche indisches Zupfinstrument mit bis zu vier Spielsaiten Saiten heißt in Indien Tanpura bzw. in Iran und Afghanistan Tanbur bzw. Tambur. Semitische Sprachen wie das Arabische besitzen Phoneme wie [P], [G], [Tsch], und [J] nicht. (vgl. Dombura, Saz, Domra, aber auch Tamburin vgl. auch طار ebenfalls Tar gesprochen, ist im arabischen Kulturkreis Trommel, während Târ im indo-iranischen Kulturkreis ein Saiteninstrument ist.

Zwischen Rubab und Sitar besteht eine gewisse Ähnlichkeit, was die Anzahl von Saiten anbelangt. Sowohl Sitar als auch Rubab können 19 bis 21 Saiten haben.

Das Musikinstrument besteht aus einem getrockneten Flaschenkürbis (Kalebasse) als Resonanzkörper und einem langen Hals, auf dem sich verschiebbare Messingbünde befinden, mit Hilfe derer man durch seitliches Verziehen der Saite die Tonhöhe um bis zu einer Sexte erhöhen kann. Der Steg (Jovari) hat eine besondere gekrümmte Form, so dass die Saiten nur zum Teil aufliegen und dadurch den besonders obertonreichen Klang erzeugen. Die Saiten werden mit einem Plektrum aus Draht (Mizrab) angeschlagen, das auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt wird, während die Resonanzsaiten durch einen langgewachsenen Fingernagel des rechten kleinen Fingers angestrichen werden können. Die Resonanzsaiten schwingen ansonsten beim Spiel der Melodiesaite mit, die Sitar mit elf Resonanzsaiten wird in den elf indischen Haupttönen gestimmt, bei der dreizehnsaitigen Variante sind Grundton und Quinte jeweils mit einer weiteren Saite verstärkt. Manche Modelle besitzen einen aufschraubbaren Korpus kurz vor der Kopfplatte, genannt Tumba, der vor allem die tieferen Frequenzen wiedergibt.

Der Grundton in der Stimmung der Sitar kann individuell – je nach Klangideal – gewählt werden und liegt meistens zwischen C und D.

Die Sitar ist das bedeutendste Instrument der klassischen nordindischen Musik und gilt mittlerweile weltweit als eines der am schwersten zu meisternden Musikinstrumente überhaupt. Sie wird meistens solistisch gespielt, in der Begleitung von Tabla und Tanpura.

Berühmte Sitarspieler sind die Inder Nikhil Banerjee, Imrat Khan und Ravi Shankar, der vor allem durch die Beatles und die Zusammenarbeit mit dem Geiger Yehudi Menuhin auch außerhalb Indiens Berühmtheit erlangte. In Indien erfreut sich größter Beliebtheit auch der Virtuose Vilayat Khan, der unter anderem einen eigenen an indischen Gesang (Khayal) angelehnten Stil auf der Sitar entwickelte und sein Instrument nach seinen Vorstellungen veränderte (nur zwei Spielsaiten, dafür vier Chikarisaiten, elf Resonanzsaiten). Vielen Indern gilt er als der beste Sitarji seiner Zeit. Die nächste Generation von Sitaristen wie Budhaditya Mukherjee, Shujaat Khan (Vilayat Khans Sohn) und Irshat Khan (Imrat Khans Sohn) knüpfen musikalisch nahtlos an ihre großen Vorbilder an.

Gerade in den späten 1960ern beeinflusste die Sitar und indische Musik im allgemeinen die westliche Beat- und Rockmusik. George Harrison, Gitarrist der Beatles, erlernte die Sitar und ornamentierte damit Songs wie Norwegian Wood oder spielte komplett indische Titel wie Within You, Without You auf dem Album Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band ein. Auch bei den Rolling Stones gab es Sitarspiel in der Musik, so beispielsweise bei dem Stück Paint It, Black.

In jüngerer Zeit fand die Sitar auch in der Metal-Musik Anwendung. So zum Beispiel bei der Heavy Metal-Band Rage auf den Alben Welcome To The Other Side und Soundchaser, wo sie für verschiedene Lieder von Victor Smolski eingespielt wurde. Des weiteren hört man beim Song Aerials der Metal-Band System Of A Down und bei Whereever i may Roam von Metallica eine Sitar. Die britisch-pakistanische Band Asian Dub Foundation benutzt für ihre Musik ebenfalls Sitars.

Seit den 60er Jahren wird die "Electric Sitar" gebaut, eine 6-saitige E-Gitarre mit abgeschrägtem Steg und Resonanzsaiten, die zwar einen Sitar-ähnlichen schnarrenden Ton erzeugt, aber gespielt wird wie eine Gitarre. Sie wird daher gerne von Musikern des Jazz und Rockbereichs benutzt um den fernöstlichen Klang der Sitar zu imitieren. Max Cavalera erreichte mit diesem Instrument in der Metalszene mit seinen Bands Soulfly und Sepultura hohes Ansehen.

siehe auch


Referenzen

  1. indische Saiteninstrumente, z.B. Sitar und Tanpura
 Wiktionary: Sitar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Sitar – Bilder, Videos und Audiodateien

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