Heim

Altertheim

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 49° 43′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungsge-
meinschaft:
Kist
Höhe: 252-361 m ü. NN
Fläche: 24,08 km²
Einwohner: 2203 (18. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97237
Vorwahl: 09307
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 165
Adresse der Gemeindeverwaltung: Oberes Tor 2
97237 Altertheim
Bürgermeister: Adolf Hemrich-Manderbach (Zukunft Altertheim)

Altertheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kist.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Altertheim liegt rund 16 km südwestlich von Würzburg und grenzt an den baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis. Durch die Gemeinde führt die Staatsstraße 2297. In ca. 5 km Entfernung besteht eine Anbindung an die Bundesautobahnen A3 und A81.

Das Gebiet gehört zur naturräumlichen Einheit "Marktheidenfelder Platte", die ein Teil der "Mainfränkischen Platte" ist. Die Orte selbst liegen im Altbachtal.

Es existieren folgende Ortsteile (auch Gemarkungen): Oberaltertheim, Steinbach und Unteraltertheim, sowie die Aussiedlerhöfe Niederhofen, Karlebach und Quelläcker.

Geschichte

Unteraltertheim wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 775 erwähnt. Das heutige Gemeindegebiet war ehemals ein Teil der Grafschaft Castell, 1806 wurden Unter- und Oberaltertheim zugunsten Bayerns mediatisiert. Von diesem wurden die Orte 1810 (Grenzpurifikation) dem Großherzogtum Würzburg des Erzherzog Ferdinand von Toskana überlassen, mit welchem sie 1814 endgültig an Bayern fielen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden. Ober- und Unteraltertheim und Steinbach wurden im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1978 eine politische Gemeinde. 1997 kam es zu kleineren Grenzänderungen gegenüber der baden-württembergischen Gemeinde Werbach.


Am 28. Juni 1825 brach ein Feuer aus bei dem ein Großteil von Oberaltertheim ein Opfer der Flammen wurde.

Religionen

Die Gemeinde ist überwiegend Evangelisch-Lutherisch geprägt. Daneben gibt es noch Mitglieder der römisch-katholischen Kirche.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1695, 1987 dann 1775 und im Jahr 2000 2094 Einwohner gezählt. Im Jahr 2007 waren es 2.203 Einwohner; davon 1.224 aus Oberaltertheim, 854 aus Unteraltertheim und 125 aus Steinbach.

Politik

Der aktuelle Bürgermeister Adolf Hemrich-Manderbach (Zukunft Altertheim) löste den 24 Jahre im Dienst der Gemeinde stehenden Alfred Hemrich (Unabhängige Bürgervereinigung/UB) als Bürgermeister am 1. Mai 2008 ab. Seine Vertreter im Amt sind der 2. Bürgermeister Elmar Kuhn(UB) aus Steinbach und der 3. Bürgermeister Reinhold Drack(UB) aus Unteraltertheim. Der gesamte Gemeinderat gehört der Liste "Unabhängige Bürgervereinigung" an.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2006 ca. 650.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 35.000 €. Der Schuldenstand je Einwohner belief sich auf 529 und damit 181 € weniger als der Landesdurchschnitt in Bayern.

Wappen

Beschreibung des Wappens: Geviert von Rot und Silber; in 1 und 4 je eine silberne heraldische Rose mit goldenem Butzen. Rot und Silber – Zugehörigkeit zu Castell / Silberne Rose – Zugehörigkeit zu Wertheim

Geschichtliche Begründung für das Wappen: Die in der neuen Gemeinde Altertheim zusammengeschlossenen Gemeinden Oberaltertheim, Steinbach bei Würzburg und Unteraltertheim gehörten einst zum Herrschaftsbereich der Grafen von Wertheim; nach deren Aussterben (1556) ging dieses Gebiet an das gräfliche Haus Castell über. Das Castellsche Wappen zeigt die sog. Vierung von Rot und Silber; als Abzeichen der Grafen von Wertheim gilt die silberne heraldische Rose. In der vorliegenden Form diente die Vereinigung dieser beiden Sinnbilder bereits seit 1967 als Wappen der Gemeinde Oberaltertheim. Die neugebildete Gemeinde Altertheim hat dieses Wappen nunmehr in unveränderter Form übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den regelmäßigen Festen der Gemeinde zählt:

Vereine und Organisationen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

In der Landwirtschaft ging die Zahl der Betriebe, der allgemeinen Entwicklung folgend, deutlich zurück. Insgesamt beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche der Gemeinde 1.609 ha. Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft gibt es keine, im produzierenden Gewerbe 59 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 42 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 738. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.591 ha. Davon waren 1.468 ha Ackerfläche und 89 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen: