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Humides Klima

Humides Klima ist gleichbedeutend mit feuchtem Klima. Dabei handelt es sich um ein Klima, in dem die jährlichen Niederschläge größer sind als die Verdunstungskapazität. Dies hat eine hohe Luftfeuchtigkeit zur Folge.

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Nach Walter und Lieth

Vereinfacht sind humide Monate in einem Klimadiagramm nach Walter und Lieth durch eine Niederschlagskurve, die oberhalb der Temperaturkurve liegt, gekennzeichnet. Es wird außerdem unterschieden zwischen:

Es ist das Gegenteil des ariden Klimas. Der Unterschied zwischen humiden und ariden Klimazonen kann leicht verdeutlicht werden: Stellt man einen halbvollen Eimer Wasser nach draußen, so wird der Eimer in einem ariden Klima bald leer sein, das Wasser ist verdunstet. Im humiden Klima dagegen wird der Eimer irgendwann überlaufen.

Europa etwa ist bis auf den teilariden Mittelmeerraum als vollhumid anzusehen.

Nach Köppen und Geiger (effektive Klimaklassifikation)

In der effektiven Klimaklassifikation nach Köppen/Geiger bildet der vollhumide Klimatyp eine Spezifizierung anderer Grundklimata. Sie wird mit f an zweiter Stelle gekennzeichnet. Hierbei wird nicht zwischen voll- und semiarid, sondern die nicht vollhumiden Typen nach sommertrocken (s) und wintertrocken (w) klassifiziert, sowie die Unterform des Monsunklimas (m) ausgeschieden.

Im vollhumiden Klimatyp sind alle Monate sind feucht; der trockenste Monat im A-Klima (tropisches Regenklima) hat mindestens 60 mm Niederschlagsmenge.

Auch nach diesem Schema zählt fast ganz Europa zum vollhumiden Typ (Cfb im Westen, Dfb im Osten, Dfc in Norden, Dfa im äußersten Osten), außer dem Mittelmeerraum, der als sommertrocken (Csa, Csb) gestuft ist.

Lauer und Frankenberg (ökophysiologische Klimaklassifikation)

Die Ökophysiologische Klimaklassifikation definiert neben der hygrischen Klasse humid die Klassen subhumid und perhumid.

Siehe auch