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John Raphael Rogers

John Raphael Rogers (* 11. Dezember 1856 in Roseville, Illinois; † 18. Februar 1934 in Brooklyn, New York City) ist der Erfinder der Zeilensetz- und -gießmaschine Typograph.

Rogers arbeitet nach seinem Studium in Kentucky und Ohio als Ingenieur beim Eisenbahnbau in Iowa und Wisconsin. Danach ist er 4 Jahre lang als Oberaufseher im Staatsunterricht in Lorrain (Ohio) tätig.

Vom Einsatz von Matrizen in der Linotype inspiriert, entwickelt er eine eigene Setzmaschine. Bei dieser werden die Stabmatrizen an Drähten entlang geführt und nach dem Guss der Zeile wieder in ihre Ausgangsposition bewegt. Der Erfinder gründet 1888 die Gesellschaft Rogers Typograph Co. Im selben Jahr wird die erste Maschine von Fred E. Bright in Cleveland (Ohio) gebaut, dieser tritt später selbst in Rogers´ Gesellschaft ein. 1890 kommt das erste Exemplar auf den Markt. Schon 1886 wird Rogers von der Linotype AG verklagt. Streitpunkt ist das System zum Ausschließen der gesetzten Zeilen durch Keile. Rogers hat das Keilsystem von J. W. Schuckers gekauft, der darauf noch vor Mergenthaler ein Patent erhält. Als Inhaber des älteren Patents gewinnt Rogers im Jahr 1893 den Prozess. Das nächste Jahr bedeutet jedoch das Ende von Rogers´ Unternehmen: Die Linotype AG kauft für eine Summe zwischen 416.000 und 460.000 US-Dollar sämtliche in Amerika erteilten Patente ein und der Typograph verschwindet vom Markt. John Rogers selbst wird ebenfalls Angestellter in der Mergenthaler Printing Co.

Rogers´ Erfindung gelangt davon unabhängig über Kanada nach Deutschland, wo das Modell verschiedene Verbesserungen erfährt und neben der Linotype als sehr erfolgreiche Zeilengießmaschine besteht. Im Zweiten Weltkrieg wird die Fabrik in Deutschland durch Bomben zerstört.

Literatur

Personendaten
Rogers, John Raphael
US-amerikanischer Erfinder
11. Dezember 1856
Roseville
18. Februar 1934
Brooklyn, New York City