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Diskussion:Die Wahlverwandtschaften

"Bettina Brentanos (die Goethe schwärmerisch verehrte)" würde ich wegen der Eindeutigkeit (wer verehrt wen?) umwandeln in (von der Goethe schwärmerisch verehrt wurde) Gegenstimmen? Viele Grüße, mb

Ein Werk der Weimarer Klassik?

Es handelt sich bei den Wahlverwandtschaften bestimmt nicht um ein typisches Werk aus der Schaffenszeit der Weimarer Klassik: Einerseits ist Schiller bereits 1805 verstorben, normalerweise lässt man aber die Periode der Weimarer Klassik mit dem Tode Schillers enden. Andererseits fehlen konstitutive Merkmale, die bei fast allen Werken der Weimarer Klassik beobachtet werden können: In den Wahlverwandtschaften wird mit der Diskrepanz zwischen Liebe und Ehe wohl ein Thema aufgegriffen, das auch für den klassischen Goethe relevant wäre, doch die Bearbeitung dieses Themas und die Lösung des Konflikts sind tatsächlich alles andere als klassisch. Die Liebe und die Gewalt des Dämonischen werden gerade derart dargestellt, dass alle klassischen Ideale, die, allerdings nur teilweise, von Charlotte und dem Mittler vertreten werden,ihnen gegenüber vollkommen machtlos sind. Ottilie ist eine Figur, welche die Ideale der Klassik nur sehr schwach repräsentiert, und ihr Konflikt zwischen Neigung und Pflicht, der sehr wohl der Klassik zugeordnet werden kann, wird unter Zuhilfenahme spätmittelalterlich-christlicher und nicht klassischer Prinzipien gelöst. In dieser Hinsicht wären die Wahlverwandtschaften wohl eher als antiklassisches Werk Goethes zu lesen. RG.

Inhalt

Zum 3.Absatz: Ottilie weicht Eduard keineswegs aus. Sie drängt ihn nur später zum Aufbruch, da ihn doch der Major treffen will, der in seinem Auftrag mit Charlotte sprechen sollte, und sie glaubt, selbst schon von Charlotte erwartet zu werden. -- Andrea, MZ 11:32, 13. Feb. 2008 (CET)