Kaduna (Nigeria)
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Kaduna (Nigeria)

Kaduna ist eine Stadt in Nigeria. Mit 1.582.211 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) zählt sie zu den größeren des Landes. Die Stadt gilt als eine politisch-religiöse Hochburg im Norden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kaduna liegt im Norden des Landes, zwischen der Hauptstadt Abuja und Kano. Kaduna hat zwei Flugplätze, Kaduna Old (Militär, bis 1984 auch zivil genutzt) und den neuen Kaduna Airport circa zwanzig Kilometer außerhalb Richtung Westen.

Kaduna liegt am Kaduna River, einem größeren Fluss.

Kaduna soll in der Local-Sprache (Haussa und Ableger) Krokodil heißen, entsprechend kann man davon ausgehen, dass es davon entsprechend viele gab. Die meisten Krokodile dieser Gegend endeten aber sicher in Kochtöpfen und als Souvenir, Tasche oder Schuhe.

Geschichte

Die jüngste Geschichte der Stadt ist von Kämpfen rivalisierender christlicher und muslimischer Einwohner geprägt. Einen Höhepunkt erlebte die Auseinandersetzung, als die Miss-World-Wahl in Nigeria stattfinden sollte und es in einem Zeitungsartikel hieß, auch Allah würde daran gefallen finden. Islamistische Milizen töteten dutzende Menschen, Häuser wurden verwüstet, Kirchen und Moscheen brannten.

Die Gewalt eskalierte. Die Stadtteile sind zwischen den Gruppen aufgeteilt. Die muslimischen Gruppen rivalisieren teilweise auch untereinander. Immer wieder gab es Diskussionen über die Einführung der Scharia im Bundesstaat, die bereits in mehreren nordnigerianischen Staaten gilt.

Allerdings gab es auch schon in der noch "ruhigen Zeit" Anfang der 80er Jahre aufflammende Unruhen zwischen Christen und Moslems mit ca. sechs Tausend Toten an einem Wochenende. Europäer und Amerikaner wurden bei solchen Unruhen immer von ihren Firmen bzw. Konsulaten (USA) angewiesen zu Hause zu bleiben. Es gab zu dieser Zeit auch keine Opfer unter den Ausländern bei Unruhen zu beklagen. Zur Zeit des ersten Golfkrieges protestierten Moslems vor dem amerikanischen Konsulat in Kaduna, was sich aber erstaunlich schnell beruhigte.

Wirtschaft

Kaduna ist als Messestadt bekannt. Die Messe fand früher immer auf der Rennstrecke nahe dem Durbar und dem Hamdalla statt, den renommiertesten Hotels der Stadt. Lange Jahre waren auch bekannte deutsche Firmen auf der Messe vertreten, wie zum Beispiel die Fa. Dornier aus Oberpfaffenhofen.

Die Region ist landwirtschaftlich geprägt, weit verbreitet ist der Anbau der Yamswurzel.

Im Südosten der Stadt gibt es zudem eine große Raffinerie und entsprechende Tanklager.

Bekannte Söhne und Töchter der Stadt

Koordinaten: 10° 31' N, 7° 26' O