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Energielinie

Der Begriff Energielinie wird im Ingenieurwesen (Wasserbau) verwendet. Er beschreibt die Veränderung der mechanischen Energieanteile einer Flüssigkeit entlang des Fließwegs. Dies kann beispielsweise in einem Fließgewässer oder einer Rohrleitung sein. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der Bernoulli'schen Energiegleichung. Hierbei wird als Energiehöhe die Summe aus potentieller Energie (Lage und Druck) und kinetischer Energie bezeichnet.


Der Begriff "Energielinie" ist auch aus verschiedenen traditionellen Systemen asiatischer Medizin bekannt:

Allen verschiedenen Systemen gemein ist die Annahme von durch den Körper fließenden Energien. Blockaden im Energiefluss sollen demnach zu einem energetischen Ungleichgewicht führen, das sich im fortgeschrittenen Stadium als Krankheit manifestiert. Durch manuelle Techniken soll der Energiefluss beeinflusst werden können. Beim wohl bekanntesten Heilsystem, das auf dem Konzept von Energielinien aufbaut, der Akupunktur, werden Nadeln verwendet.

Die Existenz von Energielinien im medizinischen Sinne ist in wissenschaftlichen Studien bisher nicht bewiesen worden. Ebenso konnte keine Wirksamkeit der Behandlung nachgewiesen werden, die über die Wirksamkeit von Placebos oder Scheinbehandlungen hinausgeht.