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Joachim Zahn

Joachim Zahn (* 24. Januar 1914 in Wuppertal; † 8. Oktober 2002 in München) war von 1971 bis 1979 Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG.

Joachim Zahn war jüngster von vier Söhnen eines Wuppertaler Anwaltes. Er studierte Jura in Tübingen, Köln und Königsberg. 1940 folgte das Große Staatsexamen und der Staatsdienst. Im Zweiten Weltkrieg wurde er als Offizier in Russland und Italien eingesetzt. Seine Karriere in der Wirtschaft begann 1947 bei der Deutschen Treuhand-Gesellschaft, zum Schluss 1954 als Vorstandsmitglied. In den folgenden Jahren war er im Vorstand der Aschaffenburger Zellstoffwerke für Finanzen zuständig.

1958 ging Zahn als Finanzchef zu Daimler-Benz, am 1. Oktober 1965 wurde er Sprecher des Vorstandes und ab 1971 war er Vorstandsvorsitzender. Er war unter anderem Ehrenmitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und wurde mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Mit seiner Wahl zum Vorstandsvorsitzenden im Jahre 1971 konnte sich Zahn gegen seinen größten damaligen Konkurrenten Hanns Martin Schleyer durchsetzen, der anders als Zahn den Ausbau der Nutzfahrzeugsparte bei Daimler forcieren wollte.

In seine Zeit als Vorstandschef fällt die Entscheidung, eigene Vertriebstöchter im Ausland zu gründen, etwa in den USA Mercedes-Benz of North America aufzubauen. Der Bau des größten europäischen Lkw-Werks in Wörth fällt ebenso in seine Amtsperiode. Berühmt wurde Joachim Zahn auch für die Rücklage von hohen Finanzreserven, von denen Daimler-Benz noch viele Jahre später zehren konnte. Zahn blieb dem Unternehmen als Berater von Jürgen Schrempp bis zu seinem Tode verbunden.

1973 verlieh ihm die Landesregierung Baden-Württemberg den Professoren-Titel.


Personendaten
Zahn, Joachim
Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG
24. Januar 1914
Wuppertal
8. Oktober 2002
München