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Museum für Hamburgische Geschichte

Als kulturhistorisches Museum bietet das Museum für Hamburgische Geschichte, das ab 2006 auch unter hamburgmuseum firmiert, einen Überblick über die Geschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um etwa 800 bis zur Gegenwart.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Museums

Die Ausstellungen gehen zurück auf die Sammlung Hamburgischer Altertümer, die der Verein für Hamburgische Geschichte seit 1839 zeigte. 1853 wurden die Exponate der Schulbehörde unterstellt. Die Gründung wurde zuerst von Hans Speckter[1] und in der Folge von Alfred Lichtwark betrieben. 1906 beschloss der Senat die Gründung eines Museums für Hamburgische Geschichte.

Das in acht Jahren am Holstenwall nach Entwürfen von Fritz Schumacher errichtete Gebäude des Museums wurde im Jahr 1922 eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde es 1944 teilweise zerstört, aber konnte 1945 als erstes Hamburger Museum nach dem Krieg den Besuchern wieder seine Pforten öffnen.

Seit 1985 wird das Museum vom Verein der Freunde des Museums für Hamburgische Geschichte e.V. unterstützt. Seiner Initiative verdankt es unter Anderem die Vollglasüberdachung des Innenhofs. Hierdurch konnte eine zusätzliche Ausstellungsfläche gewonnen werden, die zugleich auch für Konzerte oder Ähnliches genutzt werden kann.

Seit vielen Jahren wird im Hauptgeschoss ein privates Café betrieben, das Museumsbesuchern und – über einen separaten Eingang – auch anderen Gästen zur Verfügung steht.

2006 hat sich das Museum ein werbewirksameres Alias zugelegt. Es nennt sich nunmehr auch hamburgmuseum. Diese verkürzte Namensgebung wird als kommunikativer und ansprechender eingeschätzt, insbesondere im Hinblick auf ausländische Besucher. Das neue Logo ist ein schlichtes, miteinander verschmolzenes hm.


Einmalige Objekte

Außenstellen

Das Museum verfügt über Außenstellen im Museum für Bergedorf und die Vierlande (im Schloss Bergedorf) und in der Kramerwitwenwohnung [1], Krayenkamp 10. Außerdem gehören einige Objekte des Museumshafens Övelgönne dem Museum.

Ausstellungen (Stand September 2005)

Modelleisenbahnanlage

Mit einer Gleislänge von über 1200 Metern im Maßstab 1:32 (Nenngröße 1; 45 mm Spurweite; 250 Weichen) auf einer Fläche von rund 250 m² ist die vom Verein Modelleisenbahn Hamburg e.V. – kurz: „MeHeV“ – betriebene Bahn die größte dieser „Spur 1“ in Europa.

Der Verein wurde bereits 1931 gegründet, 1946 wurde sein erster Vorsitzender Direktor des Museums. Die Anlage im zweiten Obergeschoss konnte nach zahlreichen Schwierigkeiten (wichtigster Grund: Materialmangel) allerdings erst am 7. Oktober 1949 eröffnet werden, sie wurde 1956 erweitert. Fahrzeuge, Unter- und Oberbau, Bauten sowie ein zeitgenössisches Panorama entstanden überwiegend in Eigenleistung. Seit 1949 im Dienst und somit ältestes noch fahrendes Modell auf der Anlage ist der „Fliegende Hamburger“ (VT 04 000).

Nach Kurzschluss und einer unfreiwillen „Umbaupause“ (1994 bis 1996) werden wieder tägliche Vorführungen des Bahnbetriebs zwischen Harburg und dem Hamburger Hauptbahnhof veranstaltet. Gezeigt werden ebenfalls Fotos, Modelle und Objekte zur Entwicklung von Fernbahn und städtischem Nahverkehr.

Lage

Öffnungszeiten

Literatur

Es brannte an allen Ecken und Enden zugleich – Hamburg 1842 Zur Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Nov. 2002 bis Febr. 2003, Kurzbeschreibung 2002, ISBN 3804211143

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Hans Speckter: Die Nothwendigkeit eines Museums für Hamburgische Geschichte. Vortrag gehalten im Verein f(ür) Hamb(urgische) Geschichte am 7. Jan(ua)r und im Architekten- und Ingenieur-Verein am 16. Januar 1884. Hamburg, L. Voss, 1884. S. 1-32

Siehe auch

Hamburger Museen mit kulturhistorischen Sammlungen der Hamburger Region:

Koordinaten: 53° 33' 4" N, 9° 58' 23" O