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Landsberger Arkaden

Die Landsberger Arkaden sind ein bekanntes Wahrzeichen des Berliner Bezirks Lichtenberg (Ortsteil Fennpfuhl) und daneben die größte Investitionsruine Berlins.

Der 1996 begonnene Bau an der Kreuzung Landsberger Allee/Storkower Straße wurde vom 1997 verstorbenen Architekten Aldo Rossi entworfen und sollte mit seiner eleganten Architektur und dem 12-stöckigen Turm als Blickfang eine städtebauliche Dominante setzen. Geplant waren ein Hotel mit 160 Betten, ein großes Einkaufszentrum, Büros und Praxen sowie eine Hotelakademie. Das Ensemble sollte das „Eingangstor zu Lichtenberg“ darstellen.

1997 lief die Baugrube unter Wasser. Drei Jahre nach der Grundsteinlegung wurden die Arbeiten eingestellt. Mieter hatten Verträge gekündigt, weil in der Umgebung inzwischen mehrere andere Einkaufszentren entstanden waren, dazu explodierten die Kosten. Die im Rohbau fertigen Landsberger Arkaden wechselten in der Folgezeit mehrfach den Eigentümer, zuletzt wurde das Objekt im November 2006 zwangsversteigert. Die von den erfolglosen Investoren vorgeschlagenen Nutzungskonzepte sahen immer wieder ein großes Hotel an diesem Standort vor, zuletzt machte die Idee von der Nutzung als Rathaus die Runde.

Die neuen Eigentümer des Rohbaus, die Wiener Projektentwicklungsunternehmen Warimpex und UBM, haben wieder ein Vier-Sterne-Hotel mit 500 Betten in Aussicht gestellt. Einem im Mai 2007 beim Bezirksamt Lichtenberg gestellten Bauantrag folgend wird seit Juni 2007 an der Ruine tatsächlich wieder gebaut. Das Bauwerk soll dabei um drei Stockwerke erhöht werden. Die Kosten für den Umbau bis zur Fertigstellung werden mit rund 50 Millionen Euro beziffert.[1]

Siehe auch

 Commons: Landsberger Arkaden – Bilder, Videos und Audiodateien

Belege

  1. Landsberger Arkaden mit vier Sternen, Artikel in der Berliner Zeitung vom 16. November 2006

Koordinaten: 52° 31' 41" N, 13° 27' 26" O