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Lika-Bahn

Die Lika-Bahn ist eine Bahnstrecke in Kroatien. Sie ist ungefähr 230 Kilometer lang, eingleisig und reicht vom Knoten Ostarije bis nach Knin. Sie ist nicht elektrifiziert. Benannt wurde sie nach der Region Lika (wörtl. „Wolfsland“). Ihre Funktion bestand schon im gesamtjugoslawischen Kontext darin, den Verkehr zwischen Zagreb und der dalmatinischen Küste zu vermitteln. Ihre große Konkurrentin war damals die Una-Bahn. Doch diese ist nun zwischen zwei Staaten(HR/BiH) aufgeteilt und der internationale Verkehr liegt sein Jahren völlig still.

Schon im Jahr 1866 verlangte der österreichische Handelsminister Bernhard von Wüllerstorf-Urbair in einem Memorandum die Errichtung einer Eisenbahn durch die Lika. Neben der Finanzierungsfrage war in der Folge vor allem der Umstand problematisch, dass Kroatien 1867 ungarisch wurde („Ausgleich“) und Dalmatien dadurch vom österreichischen Stammland territorial getrennt wurde. Bis 1913 dauerte der Streit zwischen Österreich und Ungarn um die Trassenführung durch die Lika. Der Bau konnte beginnen. Dann aber behinderte der Erste Weltkrieg die Vollendung des Projektes. Erst 1925 konnte es dem Verkehr übergeben werden.

Unter dem jugoslawischen Bürgerkrieg hat die Strecke sehr schwer gelitten und noch immer sind zerstörte Gebäude entlang der Strecke zu sehen. In Licki Osik befindet sich neben der Strecke sogar ein Minenfeld. Die Linie selbst wurde allerdings seit Kriegsende einerseits wieder aufgebaut, andererseits aber auch ausgebaut. Auch der Betrieb erfolgt heute nach den modernsten Maßstäben.

Literatur

Weblink

Bilder zur Likabahn(http://www.blockstelle.de/reisekroatien2006-4.html)