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Condock

Mit Condock ist eine Flotte von vier Spezialschiffen benannt, die durch ihre Bauart in der Lage sind, übergroße (insbesondere auch überhohe) und schwimmende Ladung zu befördern. „Condock“ ist eine Zusammensetzung aus den Worten „Container“ und „Dock“. Condock wurde 2007/2008 von Harren & Partner aufgekauft (incl. Condock III & IV)

Inhaltsverzeichnis


Der Laderaum der Schiffe kann mit Pontonlukendeckeln nach oben verschlossen werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Pontonlukendeckel auf der Luke zu stapeln, und somit auch überhohe Ladungen zu befördern. Da die Schiffe ihre Brücke vorne haben, ist dies auch möglich, ohne daß es dadurch zu einer Einschränkung der Sicht kommt.

Die Schiffe, die zwischen 1979 und 1984 nahezu baugleich in Deutschland gebaut wurden, können die unterschiedlichsten Ladungsgüter befördern.

Im Laderaum kann, wie bei herkömmlichen Stückgut- oder Multi-Purpose-Schiffen, konventionelle Ladung aller Art geladen werden. Die Höhe der Ladung ist dabei durch die Möglichkeit, mit offenem Laderaum zu fahren, praktisch nicht beschränkt. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, auch überhohe Ladungen zu befördern (z. B. Projektladungen, Anlagen, aber auch komplette Kräne).
Über eine Heckrampe können alle Arten von rollender Ladung geladen werden. Wie bei der konventionellen Ladung ist es auch hier möglich, besonders hohe Ladungen zu verladen und befördern.
Container können sowohl im Raum, als auch an Deck geladen werden. Wird konventionelle oder rollende Ladung im Raum befördert die die Laderaumhöhe nicht überschreitet (der Laderaum also mit den Lukendeckeln verschlossen werden kann), können zusätzlich Container an Deck befördert werden.
Die Spezialität der Condock-Schiffe ist das Befördern von schwimmender Ladung. Die Schiffe können durch das Fluten von entsprechenden Tanks soweit abgesenkt werden, daß schwimmende Ladung über die geöffnete Heckklappe in den Laderaum eingeschwommen werden kann. Auf diesem Wege können komplette Schiffe befördert werden, die nicht breiter als der Laderaum des jeweiligen Condock-Schiffs sind. Da die Condock-Schiffe auch mit geöffneter Heckklappe fahren können, ist es möglich, Schiffe zu befördern, die etwas länger als der Laderaum sind.

Schiffseinzelheiten und technische Daten

  Condock I Condock III Condock IV Condock V
Länge ü.a. 92,40 m 106,40 m 106,00 m 106,00 m
Breite 20,13 m 20,40 m 20,40 m 20,40 m
Tiefgang max. 4,83 m max. 4,83 m max. 4,98 m max. 4,98 m
Vermessung (BRZ / NRZ) 4939 / 1481 6705 / 2011 6786 / 2035 6783 / 2714
Tragfähigkeit (Dwt) 3603 4344 4490 4762
Geschwindigkeit ca. 10,5 kn ca. 11 kn ca. 11 kn ca. 11 kn
Flagge Niederländische Antillen Gibraltar Gibraltar Gibraltar
Heimathafen Willemstad Gibraltar Gibraltar Gibraltar
Rufzeichen PJSB ZDDS8 ZDEB2 ZDED2
IMO-Nr. 7812749 8215613 8324701 733608
Baujahr 1979 1983 1984 1984
Bauwerft Nobiskrug, Rendsburg Husumer Schiffswerft Rickmers Werft, Bremerhaven Nobiskrug, Rendsburg
Container im Raum (in TEU) 128 228 * 464 238
Container an Deck (in TEU) 231 224 233 240
Abmessungen Heckrampe 10 x 13 m 11 x 15 m 11 x 15 m 11 x 15 m
Heckrampe belastbar bis 300 t 650 t 650 t 650 t
Lukenabmessungen 73,80 x 15,00 m 86,65 x 15,00 m 86,65 x 15,00 m 86,65 x 15,00 m
Abmessungen Laderaum (L x B x H) 72,90 x 15,00 x 6,35 m 85,50 x 15,00 x 7,85 m 85,50 x 15,00 x 7,90 m 85,50 x 15,00 x 7,90 m
Kräne 2 Kräne an Stb. 2 Kräne an Stb. 2 Kräne an Bb. -ohne-
Kapazität max. 63 t
(kombiniert max. 126 t)
max. 63 t
(kombiniert max. 126 t)
max. 80 t
(kombiniert max. 160 t)
 

* Die „Condock III“ kann mit Zwischendeck 422 TEU im Raum befördern

Verbleib der Schiffe

Condock I

Die „Condock I“ wurde 2007 an die Glenn Defence Marine (Asia) Pte. Ltd. in Singapur verkauft. Die Übergabe erfolgte am 14. März 2007 in Rotterdam. Neuer Name des nun unter der Flagge Panamas betriebenen Schiffes ist „Glenn Warrior“.

Condock II

Die 1979 ebenfalls als Dockschiff bei Nobiskrug in Rendsburg gebaute „Condock II“ (IMO-Nr. 7904932) wurde 1984 umgebaut und auf 111,37 m verlängert. 1989 wurde das Schiff erneut umgebaut und kam als „Trenchsetter“ unter die Flagge Panamas. Seit 2005 heißt das Schiff „Sea Installer“ und fährt für das dänische Unternehmen A2SEA, das es für den Bau von Offshore-Windparks umbaut und ausrüstet [1].

Siehe auch

Siehe auch gesonderter Artikel zum Dockschiff.

Quellen

  1. A2SEA - Taking Windpower Offshore