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Betriebsstundenzähler

Ein Betriebsstundenzähler ist ein elektrisches Messgerät zur aufsummierenden Messung der Zeit, die ein Gerät bzw. ein elektrischer Verbraucher in Betrieb ist.

Schaltschränke und Anlagen

Typische Betriebsstundenzähler arbeiten hier am 230V-Wechselstromnetz (50 oder 60 Hz)und nutzen zum Beispiel dessen konstante Frequenz zum Antrieb eines Zählwerkes mit einem Synchronmotor. Sie zeigen die insgesamt verstrichene Zeit in Stunden an und besitzen eine Auflösung von 0,01 bis 1 Stunde.
Zum Betrieb an Gleichspannung werden Stundenzähler mit Schrittschaltwerk und einem Zeitgeber verwendet.

Eine Variante für kleine Geräte sind elektrolytisch arbeitende, Quecksilber-gefüllte Röhrchen, in denen bei Stromfluss eine Trennstelle zwischen zwei Quecksilbersäulen wandert.

Heute arbeiten Betriebssundenzähler oft elektronisch und besitzen einen Schwingquarz als Zeitnormal.

Luftfahrt

In der Luftfahrt dient der Betriebsstundenzähler (nach der 1938 gegründeten John W. Hobbs Corporation auch Hobbsmeter genannt) bei Flugzeugen dazu, die Betriebszeit des Triebwerkes zu ermitteln. Daraus ergeben sich die Wartungsintervalle bei der Luftfahrzeug-Instandhaltung sowie zum Beispiel auch die Miet-Zeit.

Ältere Betriebsstundenzähler für Flügzeuge besaßen eine Art Uhrwerk mit Zeigern zur Stundenanzeige. Heute sind Ziffernanzeigen üblich.

Zusätzlich kann noch ein Flugstundenzähler angebracht sein, der durch aerodynamische Kräfte an der Flügelvorderkante ausgelöst wird. Der Flugstundenzähler wird oft bei Flugzeugvermietungen als Berechnungsgrundlage benutzt.

Der Tach Timer zählt die Triebwerksumdrehungen und dient der Ermittlung der Triebwerks-Wartungsintervalle (z.B. Ölwechsel).

Landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen und Baumaschinen

Diese nutzen einen Betriebsstundenzähler, der mit Einschalten der Zündung zu zählen beginnt. Die Kilometerleistung wäre aufgrund der gestuften Arbeitsgeschwindigkeiten kein günstiges Leistungsabgabemaß.